Chemikum ist doch Flop statt Top

Chemikum_SPONBei Spiegel Online ist es noch top. In Erlangen längst ein Flop. Das Chemikum der Uni erhitzte heute die Gemüter. “Unfassbar, dass dieses Gebäude seit Jahren fertig sein soll und jetzt auf unbestimmte Zeit leer steht. Und dann wird das auch noch als Top-Bauprojekt ausgezeichnet”, schrieb ein Nutzer. “Wäre heute der 1. April würde ich sagen: toller Beitrag, lange nicht so gelacht. Platz eins der ,Top Ten der Großprojekte’ aus der Hertie-Studie – mir fehlen die Worte”, ein anderer.

Die Hertie School of Governance musste heute auf Anfrage der Nürnberger Zeitung auch zurückrudern. “Man hätte nicht jedes der 170 in Deutschland untersuchten Projekte persönlich besichtigen können”, teilte die private Hochschule in einer Mail an die NZ mit. Die verwendeten Informationen stammten aus den zuständigen Ministerien, Rechnungshöfen und Parlamentsberichten. Erlangen ist in der Hauptstadt halt doch ziemlich fern.

 

BestandWorst_CostPerforming“Dass im Jahr 2013 eine Bauverzögerung und Mehrkosten von 11 Millionen Euro gemeldet wurden, ist den Autoren der Studie schlichtweg entgangen. Das Projekt hätte als nicht abgeschlossen kategorisiert werden dürfen”, gesteht die Hochschule ein und entschuldigt sich. Man werde den Fehler korrigieren und sei dankbar für alle Hinweise und Informationen, die zu einer Verbesserung der Datengrundlage führen.Wir sind es auch.

Das Chemikum soll nun übrigens zum kommenden Wintersemester in diesem Herbst bezugsfertig sein. Mal schauen, ob das klappt.

cm

Erlanger Chemikum ist das Top-Bauprojekt in Deutschland

Chemikum Baustelle Uni-Süd Erlangen Foto:Bernd Böhner 20.09.2013

Chemikum Baustelle Uni-Süd Erlangen
Foto:Bernd Böhner 20.09.2013

Der Berliner Flughafen, die Hamburger Elbphilharmonie und der Limburger Bischofssitzung – die meisten Bauprojekte in Deutschland sind teuer – und vor allem wesentlich teurer als geplant. Wenn es umgekehrt ist, ist das etwas besonderes. Deswegen wählte die Hertie School of Governance das Chemikum der Uni Erlangen-Nürnberg jetzt auf Platz 1 der “Top Ten der Großprojekte in Deutschland”, mit einer Kostensenkung um 46 Prozent. Die private Hochschule stellte ihre Studie heute in Berlin vor.

Prof. Dr. Genia Kostka und ihr Team untersuchten 170 Großprojekte, die seit 1960 in Deutschland gebaut wurden. Darunter sind 119 abgeschlossene und 51 noch laufende Projekte. Bei den aktuellen Baustellen ermittelt die Untersuchung Kostensteigerungen von bislang durchschnittlich 41 Prozent. Öffentliche Großprojekte werden im Schnitt sogar 73 Prozent teurer als geplant.

Der Neubau der Chemie am Südgelände in Erlangen sticht da positiv heraus. Statt der geplanten 148 Millionen Euro, kostete das Gebäude letztlich nur 80 Millionen Euro. Der Bau war dringend nötig: Das alte Gebäude war so marode, dass es demnächst schließen hätte müssen. Dann hätte niemand mehr Chemie studieren können. Und auch alle anderen Studiengänge, die Chemie im Lehrplan haben, hätten ein Problem gehabt.

Dass, dass Chemikum nur knapp die Hälfte kostete, liegt aber nicht an einer vorbildlichen Planung. Vielmehr war zwischenzeitlich sogar von einer Kostensteigerung auf 205 Millionen Euro die Rede. Doch dann schob die Universität einen Riegel vor, plante um und baute kleiner.

cm

Die Uni war (k)ein Wunschkonzert

20150518_134530-1Am Samstag gingen viele Wünsche in Erfüllung. 500 Studenten durften kostenlos auf ein Festival. Das Team von T*fau, dem studentischen Fernsehsender der FAU, fing tolle Bilder ein. Die Uni-Radiosender bitexpress und Unimax stecken ihr multimediales Können in Bandinterviews, Livestream und Web-Reportagen. Die Uni Erlangen-Nürnberg bekam ein junges Image verpasst und die Datev gute Werbung. There ist no try spielten zum ersten Mal vor großem Publikum. Supershirt kriegten viele Gründe dafür als Band vielleicht doch zusammen zu bleiben. Vom Wunschkonzert hatten alle etwas.

Zum ersten Mal in ihrer 272-jährigen Geschichte veranstaltete die Friedrich-Alexander-Universität ein Musikfestival. Ein gelungener Gegenentwurf zum gediegenen Schlossgartenfest und dem Winterball. Im Nürnberger Hirsch tanzten, quatschten und tranken die Studenten bis in die Nacht. Es herrschte lockere Party-Atmosphäre, Verbundenheit mit der Universität, endlich einmal eine Uni-Sause in Nürnberg statt in Erlangen und ein Hauch Exklusivität durch die verlosten Eintrittsbändchen. Die Stoffbeutel, die die Uni an die ersten Gäste verteilte, waren nach einer halben Stunde vergriffen.

Das Geld fürs Festival hatten Studenten bei einer Online-Aktion der Datev gewonnen. Der Nürnberger Software-Dienstleister veranstaltete einen deutschlandweiten Wettbewerb, um unter möglichen künftigen Arbeitskräften bekannter zu werden. Jeden Tag mussten die Teilnehmer Fragen zum Unternehmen beantworten und damit eine virtuelle Mauer gegen Computerviren bauen. Die Hochschule mit den meisten Steinen bekam 15.000 Euro für einen Musik-Act auf der nächsten Hochschulparty – die FAU gewann.

Welche Bands beim „Wunschkonzert“ auftreten sollten, durften die Studenten durch eine Abstimmung selbst entscheiden. Mit dabei waren die Berliner Bands „I Heart Sharks“ und „Supershirt“, außerdem die beiden Nachwuchs-Acts „Alex Perez“ aus Erlangen und „There Is No Try“ aus Nürnberg.

Die einzigen Verlierer des Abends waren die Studenten, die gerne gekommen wären, aber kein Bändchen gewonnen hatten. 750 hatte die Uni verteilt – aber nur 500 Besucher kamen. Wer am Samstag lieber im Biergarten blieb, hätte seine Eintrittskarte wenigstens weiter geben können, damit noch mehr wunschlos glücklich gewesen wären.

cm

Warum bringt ein Hase die Ostereier?

OsterhaseDer Osterhase versteckt die Ostereier. Aber natürlich sind Hasen Säugetiere, sie legen keine Eier, bemalen können sie sie erst recht nicht. Weshalb sind Hase und Ei dennoch traditionelle Symbole für das Osterfest?

„Das Ei ist das Symbol der Auferstehung“, erklärt Hubertus Förster, Dekan der Katholischen Stadtkirche Nürnberg. „Das Küken zerbricht die Schale des scheinbar leblosen Eies, wie auch Christus sein Grab aufgebrochen hat.“ Wer streng fastet, hat zudem in den letzten Wochen auf das Essen von Eiern verzichtet. „An Ostern endet die Fastenzeit, nun darf man sie wieder  essen“, sagt Förster. Das haben die Menschen bereits im 12. Jahrhundert gefeiert, indem sie die Eier bemalten und verschenkten.

„Der Hase steht für Wachheit und Bereitsein“, sagt der Dekan. Denn Hasen schlafen meist mit offenen Augen, um schnell vor Feinden davonlaufen zu können. „So entsteht der Eindruck, dass sie nicht richtig schlafen, wie auch Christus nicht wirklich tot war.“ Hasen sind außerdem ein Symbol der Fruchtbarkeit. Eine Häsin gebärt bis zu 20 Junge im Jahr. In anderen Ländern bringt der Hahn, ein Storch oder sogar der Fuchs die Ostereier.

cm

Warum küssen sich zwei Menschen?

Herz„Und wie er es mit dem Kuss berührt hatte, schlug Dornröschen die Augen auf, erwachte und blickte ihn ganz freundlich an.“ Nicht nur im Märchen haben Küsse ganz besondere Kräfte. Auch britische Wissenschaftler vermuten, dass küssen gesund macht. Der Austausch von Krankheitserregern mache beide Partner immun. Daneben gibt es viele weitere Gründe, weshalb sich Paare gern küssen.

„Küssen ist Zuneigung im wörtlichen Sinne“, sagt Fritz Strack, Professor für Emotion und Verhalten an der Uni Würzburg. „Der Körperkontakt wirkt gefühlsverstärkend, so wie auch unser eigenes Lächeln uns selbst glücklich macht.“ Ein Kuss lässt Puls und Körpertemperatur steigen, er regt den Stoffwechsel an und der Körper schüttet Glückshormone aus. Manche Verhaltensforscher vermuten, dass sich das Küssen aus der Mund-zu-Mund-Fütterung mancher Tierarten entwickelt hat.

Sigmund Freud war überzeugt, dass das Stillen der Ursprung des Kusses ist. Mit Mund und Lippen spricht und isst der Mensch, erzeugt Mimik und ertastet Gefährliches, zum Beispiel heiße Getränke. Sie sind daher besonders beweglich und empfindlich. Einige Kuss-Theoretiker glauben auch, dass der Mensch beim Küssen sein Gegenüber ausspioniert: Denn der Speichel enthält Hinweise auf Gesundheit und Fruchtbarkeit. Egal was zutrifft, küssen macht Spaß und heute ist Valentinstag.

Christina Merkel

So verwandelt sich AEG in einen schönen Campus

Ausstellungseröffnung AEG Campus 2030Von der Mensa können die Studenten über ein paar Stufen hinunter zur Pegnitz gehen und ihre Füße im Wasser baumeln lassen. Von der Bibliothek reicht der Blick bis zur Kaiserburg. Dank einer Haltestelle der Stadt-Umland-Bahn sind sie schnell in Erlangen – ohne Umsteigen. Und abends bleiben viele noch gerne zum Feiern in einer der zahlreichen Bars und Kneipen.

So sieht er aus, der Traum vom Campus Auf AEG. 20 Architektur-Studenten haben in geträumt und in fünf Entwürfen festgehalten. Sie haben dafür 250 Anwohner befragt, aktuelle und zukünftige Nutzer des ehemaligen Industriegeländes im Nürnberger Westen. Außerdem sind sie in die Schweiz gefahren, wo solche Projekte häufig vorkommen, wo aus Molkereifabriken, Postgebäuden und Lagerhallen Hochschulstandorte werden. Bis 2030 soll das auch in Nürnberg glücken, statt Waschmaschinen sollen zwischen Fürther Straße und Pegnitz-Auen in Zukunft Akademiker entstehen.

Dabei soll das Areal soll abgegrenzte Elite-Schiede werden, sondern ein lebendiger Stadtteil für alle. Die Grenzen sollen verschwimmen, durch Restaurants, Einzelhandel, Kunst, Kultur, Wohnungen und öffentliche Grünflächen. Mehr als 7000 Studenten sollen hier ein- und ausgehen, Professoren, Mitarbeiter, aber auch Kinder zur Kinderuni, Senioren zum Vortragsabend, Eltern zum Spazierengehen und jeder zum Einkaufen, Arbeiten und Sichwohlfühlen.

Die Architektur-Studenten haben sich bei ihrer Stadtplanung an den angrenzenden Stadtteilen Gostenhof, Eberhardshof und Doos orientiert. Unterstützt wurden sie von ihrem Professor Fabian Fischer und Architekt Roland Bachmann. Die besten drei Entwürfe werden sie im kommenden Semester weiter bearbeiten und konkrete Gebäude für die Friedrich-Alexander-Universität und die Technische Hochschule entwerfen.

Austellung der Entwürfe:

Zur Stunde öffnet die Ausstellung “AEG_campus_2030″ im Foyer der Fakultät Architektur in der Bahnhofstraße 90 in Nürnberg. Sie ist dort außerdem zu sehen morgen am Freitag, 13. Februar, von 7 bis 22 Uhr, Samstag, 14. Februar, von 7 bis 19 Uhr und Sonntag, 15. Februar, von 14 bis 17 Uhr. Von Samstag, 28. Februar, bis Sonntag, 8. März, stehen die Entwürfe im Dienstleistungszentrum der Stadt Nürnberg in der Lorenzer Straße 30.

Christina Merkel

Freie Fahrt für das Semesterticket

SemesterticketjaEndlich. Seit mehr als 20 Jahren fordern die Studenten an den Hochschulen in Nürnberg und Erlangen ein Semesterticket. Die Region ist die einzige in Bayern, die noch keines hat. Ab Oktober wird sich das endlich ändern. Bei einer Abstimmung sprach sich die Mehrheit für ein Angebot des Verkehrsverbunds Großraum Nürnberg (VGN) aus.

Nach zähem Ringen ist es ein guter Kompromiss. Die zahlreichen Studenten, die aus dem Umland mit Bus und Bahn in die Städte pendeln, sparen künftig bis zu 150 Euro pro Monat. Auch die, die Vorlesungen an mehreren Standorten der Uni in verschiedenen Städten haben, profitieren. Nur, wer in der Nähe der Uni wohnt und vor allem Füße und Fahrrad nutzt, muss künftig elf Euro mehr bezahlen. Beim Solidarprinzip geben alle etwas, damit es insgesamt günstiger wird. Das Ticket ist ein Signal an die ganze Region. Wohnraum in den Städten ist knapp und teuer. Gleichzeitig klagt der ländliche Raum über den Wegzug der Jungen. Der neue Fahrschein wirkt dem entgegen.

Kultureinrichtungen und Gastronomen werden von der erweiterten Mobilität der Studenten profitieren. Wer sowieso ein Ticket hat, fährt eher ins Museum nach Nürnberg, zum Konzert nach Bamberg und zum Wandern in die Fränkische Schweiz oder ins Fränkische Seenland. Alle, die das Ticket ohnehin bezahlen müssen, lassen häufiger ihr Auto stehen und nutzen öffentliche Verkehrsmittel. Das entspannt sowohl die katastrophale Parkplatzsituation rund um die Uni in Erlangen und die Hochschulen in Nürnberg als auch den Stau auf den Straßen zwischen den Städten.

Christina Merkel

Endspurt! Heute noch bis Mitternacht abstimmen

Bierdeckel  Die Studentenvertretung lässt sich jede Menge einfallen, um in den letzten Stunden noch möglichst viele zur Abstimmung über das Semesterticket zu bewegen. Noch heute bis Mitternacht kann jeder Student an der Uni Erlangen-Nürnberg und der TH Nürnberg seine Stimme abgeben. Morgen um 11 Uhr steht dann fest, ob es ab Oktober ein Semesterticket geben wird oder nicht.

 

KloGestern half Uni-Kanzlerin Sybille Reichert beim Flyerverteilen am Langemarckplatz, heute steht Erlangens Oberbürgermeister Florian Janik in der Mensa und informiert über das Angebot des VGN. Letzte Woche warb bereits Uni-Präsident Karl-Dieter Grüske für das Semesterticket. Auch andere kreative Werbeplattformen haben sich die Aktiven einfallen lassen. Unter dem Motto “Für mehr Nahverkehr” werben Kondome für den solidarischen Sockelbeitrag von 65 Euro pro Semester. Das Zusatzmodell lässt sich so leicht erklären, dass es auf Bierdeckeln Platz findet. Wer es ständig eilig hat, findet vielleicht auf dem stillen Örtchen etwas Zeit sich zu informieren.

 

 

 

 

 

KondomePlakate, Flyer etc. haben die Studierendenvertretung und die beteiligten Kommunen finanziert, die das Semesterticket als wichtige Werbung für die Region als Hochschulstandort sehen. Die Städte haben außerdem eine Bürgschaft in Höhe von 1,7 Millionen Euro zugesichert, um Anlaufschwierigkeiten auszugleichen. Sollten weniger als 37 Prozent der Studenten das Zusatzticket kaufen, gleichen sie die Einnahmeausfälle des VGN im ersten Jahr aus.

cm

Semesterticket: Grüske half beim Flyerverteilen

IMG_3788Unterstützung von höchster Uni-Stelle haben heute die Studenten an den Infoständen zum Semesterticket bekommen. In seiner Mittagspause half FAU-Präsident Karl-Dieter Grüske vor der Mensa auf der Insel Schütt in Nürnberg mit, Flyer zu verteilen, und über das zur Abstimmung stehende Angebot aufzuklären. “Seit ich vor 15 Jahren Prorektor wurde gab es kein Gespräch mit Studierenden, bei dem das Ticket nicht Thema gewesen wäre”, sagt Grüske. “Wir sollten uns alle gemeinsam dafür einsetzen, dass das Ergebnis der Abstimmung endlich positiv ausfällt.”

Noch bis Mittwoch um Mitternacht können die Studenten der Friedrich-Alexander-Universität und der TH Nürnberg entscheiden, ob der VGN das Semesterticket im Oktober einführen soll oder nicht. Knapp die Hälfte der 53000 hat ihre Stimme schon abgegeben. Bei vielen der Betroffenen mangelt es aber noch an Informationen. Ihre häufigsten Fragen hat das Aktionsbündnis, das sich für das Semesterticket einsetzt, deshalb jetzt auf seiner Internetweite gesammelt.

Wer das neue Ticket hat, darf für 43 Euro pro Monat im gesamten VGN-Gebiet mit allen öffentlichen Verkehrsmitteln außer ICE rund um die Uhr fahren. Vielen ist das trotzdem noch zu teuer. “Aber es wird dieses Semesterticket geben oder gar keines”, sagt Grüske. Das Ergebis steht am Donnerstag fest. Wenn die beiden großen Nürnberger Hochschulen das Angebot annehmen, dürfen im Sommersemester die kleineren Hochschulen darüber abstimmen.

Abstimmung zählt – Quorum erreicht

BusDie Wahl zum Semesterticket gilt: Schon jetzt ist die nötige Teilnehmerzahl erreicht. Bis gestern Nacht gab bereits mehr als ein Drittel der Studenten an FAU und TH seine Stimme ab. Diese Beteiligungsquote ist nötig, damit die Abstimmung offiziell zählt.

Ob sich die Mehrheit der Studenten für oder gegen das Semesterticket ausspricht, bleibt noch offen. “Wir sind angespannt und nervös wie es ausgehen wird – aber zuversichtlich”, sagt Benedikt Kopera, der sich seit drei Jahren für das Ticket einsetzt. “Die letzte Möglichkeit zu einer Abstimmung hatten die Studenten vor zwölf Jahren, solange wollen wir nicht noch einmal warten.” Die aktuelle Studentengeneration bekommt keine zweite Chance mehr.

Trotzdem kritisieren im Internet viele das aktuelle Angebot. Den meisten sind 43 Euro für ein Monatsticket, mit dem sie im gesamten VGN-Gebiet rund um die Uhr fahren dürfen, zu teuer. “Natürlich hätten auch wir uns ein geringere Kosten gewünscht”, sagt FAU-Präsident Karl-Dieter Grüske. “Aber es ist das Beste, was wir nach jahrelangen Verhandlungen kriegen konnten.” Erlangen Oberbürgermeister Florian Janik spricht sogar von einem “hochattraktiven Angebot”: “Für nur 1,40 Euro am Tag fährt sonst niemand!”

Für Studenten, die nur innerhalb Erlangens unterwegs sind, wird das neue Ticket tatsächlich teurer. Sie bezahlen derzeit 36,60 Euro pro Monat. Wer zu Fuß geht oder das Fahrrad nutzt, zahlt gar nichts. Alle anderen profitieren vom neuen Semesterticket: Nur in Nürnberg zu fahren, kostet bislang 50,90 Euro. Wer wegen seines Studiums, der Wohnung oder dem Nebenjob zwischen beiden Städten pendeln muss, ist bereits bei 82,80 Euro. Besonders tief in die Tasche greifen müssen alle, die aus dem Umland zur Uni fahren. Eine Monatskarte von Ansbach nach Erlangen kostet aktuell 191,90 Euro.

Noch eine Woche lang, bis Mittwoch, 21. Januar, können die Studenten abstimmen. Am Donnerstag, 22. Januar, steht das Ergebnis dann fest.