Politik-Professor Stefan Fröhlich lehrt auch im Sommersemester weiter in Erlangen. Seine Lehrveranstaltungen bietet er an drei Tagen an. Noch scheint es etwas zu dauern, bis Fröhlich nach Bonn in seine Heimatstadt als Lehrstuhlinhaber darf, wo er auf Platz eins der Berufungsliste steht.
Die NZ hatte Ende 2007 über den Politik-Professor berichtet, weil sich Studenten beschwert hatten, dass er nur zwei Tage die Woche in Erlangen ist und die restliche Zeit in Bonn verbringt (siehe NZ vom 12.12.2007). Vier Studenten hatten Partei ergriffen für Fröhlich (siehe NZ vom 22.12.2007). Tenor: Auch von Bonn aus kann man heutzutage gute Lehre machen, wenn man nur per Mail erreichbar sei.
In unserem Campus-Blog haben wir auch schon einmal über Stefan Fröhlich berichtet, weil er falsche Klausuraufgaben gestellt hatte – vom falschen Semester. Sein Versprechen (”Erlangen wird nicht mehr lange über mich zu stöhnen haben”) konnte der umstrittene Professor nun nicht einhalten.
Auch im Studenten-Blog FAUNA haben Studenten über Fröhlich geschrieben und heiß diskutiert. Bei meinprof.de erhält Fröhlich durchschnittliche Noten. Das Thema aufgekommen war bei der Absolventenfeier des Instituts für Politische Wissenschaft, als Studenten geklagt hatten, nicht alle ihre Professoren seien gut für sie erreichbar.
8 Kommentare zu “Politik-Professor Fröhlich lehrt auch im Sommersemester weiter in Erlangen”




also, der herr fröhlich ist doch immer ganz nett. gut, man kann sich die vorlesung bei ihm schenken, da es immer zu voll ist, aber mit der umstellung auf b.a. wird es die ja balfd eh nicht mehr geben und da kann er ja auch nix für.
Stimmt es eigentlich, dass Fröhlich in den Semesterferien wieder kein einziges Mal in Erlangen gesichtet wurde? Irgendwie scheint die Beschwerde und der Rummel nicht viel gebracht zu haben. Oder hat ihn jemand gesehen?
Warum kann der Rektor eigentlich nichts machen, wenn jemand so klar seinen Dienst verweigert? Hoffentlich kriegt Fröhlich seinen Ruf nach Bonn noch. Aber er ist kein Einzelfall. In jedem Fach an der Uni gibts solche faulen Professoren.
Also, die Vorlesung wird es auch weiterhin in der jetzt gültigen Form für den BA geben, ist ja schließlich Bestandteil eines der Pflichtmodule. Schenken kann man sich die Vorlesung allenfalls deswegen, weil sie oft/manchmal/selten (da gehen die Meinungen auseinander) zur früh endet und sich zu viel wiederholt. Alleridngs muss man zu ihr ja künftig eine Klausur bestehen, da Bestandteil des BA-Moduls…
Der Rektor kann und wir detwas unternehmen, dafür war nach Weihnachten auch ein Gespräch angesetzt, Ergebnisse sind aber nicht bekannt.
In Sachen Ruf nach Bonn ist es nun nichts ungewöhnliches, wenn Fröhlich die Stelle erst zum kommenden Wintersemester antreten würde, von dieser Seite würd eich mir da keine Sorgen machen…
Danke für die Info. Nach hoffentlich klappt das dann mit dem “Wegloben” wirklich noch zum Wintersemester. Aber er ist ja nicht der einzige anscheinend am Institut, der nicht regelmäßig da ist.
[...] > > So weit mein Wissensstand. Man muß wirklich kein > Verschwörungstheoretiker sein, um hier Eins und Eins > zusammenzuzählen, zumal solche Aktionen damals ja auch an anderen > Stellen [...]
[...] wie erwartet worden war – an die Uni Bonn, wo er wohnt. Fröhlich war um die Jahreswende in die Schlagzeilen geraten, weil sich Studenten darüber beschwert hatten, das der Hochschullehrer für [...]
Warum der Rektor nix macht? Weil er dann allen anderen Dozenten die Ihren Lehrstuhl als Nebenbeschäftigung sehen auch in den Arsch treten müsste und da wären einige recht prominente Namen dabei. Abgesehen davon ist mir ein Prof den ich selten sehe aber der immer erreichbar ist, deutlich lieber als einer der zwar dauernd in Erlangen rumlungert, aber nicht erreichbar ist. Von den Profs am Institut ist wohl kaum jemand so flexibel für seine Studenten zu sprechen wie Herr Fröhlich, bei vielen beisst man mit dem Wunsch nach flexibeln Terminen auf Granit. Außerdem sind auch die anderen Profs in der vorlesungsfreien Zeit nicht wirklich viel in Erlangen (zudem: Fröhlich hatte zwei Sprechstunden in den Ferien). Und ob Vorlesungen gefallen oder nicht ist ja wohl eine sehr subjektive Wahrnehmung. Nebenbei hat sich, nach Veröffentlichung der Vorwürfe, auch eine größere Gruppe von Studenten für Fröhlich ausgesprochen und die vorgebrachten Argumente relativiert. So daß, schnell deutlich wurde, daß das Thema von einer relativ kleinen Gruppe verbitterter lanciert wurde. Ein Weggang Fröhlichs wäre meiner Meinung nach ein Verlust für das Institut.