Nur "gefühlte" 80 Prozent

Das Gerücht ist nicht totzukriegen. An allen Ecken und Enden der Uni Erlangen-Nürnberg hört man, in den Wirtschaftswissenschaften soll es eine Durchfallquote von 80 Prozent geben. Jeder kennt irgendeinen, der sein Studium abbrechen musste, um an die Fachhochschule zu wechseln, weil er eine Prüfung endgültig nicht bestanden hat.

Dabei sind nach Auskunft von ReWi-Dekan Prof. Michael Amberg noch über 50 Prozent der Bachelor-Studenten aus dem ersten Jahrgang an Bord (NZ vom 2. Juni 2008). Anscheinend handelt es sich bloß um eine Abbrecherquote von „gefühlten“ 80 Prozent.

Wer noch dabei ist, hat die härteste Zeit hinter sich: die Assessment-Phase. Wie der Name schon sagt, soll hier – ähnlich einem Assessment-Center – herausgefunden werden, wer für das Studium überhaupt geeignet ist. Manche spotten, früher hätte man dazu einfach „rausprüfen“ gesagt. Das Schwierige in dieser Zeit ist, dass jeder Student die Prüfungen nur ein Mal wiederholen darf. Das führte zu den hohen Abbrecherquoten.