Auszeichnung

Von Christiane Fritz

Zurückhaltend, fast schüchtern, biegt sie um die Ecke. Im Vergleich mit ihren Kommilitonen wirkt Preeti Khadria unauffällig. Geht es jedoch um Makroökonomie, Wirtschaftsrecht und Marketing blüht die 31-Jährige auf. Die gebürtige Inderin studiert seit dem Sommersemester 2008 Business Administration (MBA), einen Master-Studiengang an der Georg-Simon-Ohm Hochschule Nürnberg (GSO). „Man darf nicht nach dem ersten Eindruck gehen“, merkt Werner Fees, Professor für internationales Management und Dozent von Khadria, an. In Präsentationen und Vorträgen behaupte sie sich „selbst vor Mannsbildern“, so dieser.

Am Samstag wurde Preeti Khadria mit dem Schwan-STABILO Award of Excellence ausgezeichnet. Der mit 2500 Euro dotierte Preis wird jährlich an MBA-Studenten verliehen. Neben herausragenden Leistungen orientiert sich die Vergabe der Auszeichnung auch an der internationalen Herkunft sowie der materiellen Bedürftigkeit des Studenten. „Die Kombination aller drei Kriterien war für uns ausschlaggebend, Frau Khadria den Preis zu geben“, erklärt Prof. Thomas Eckardt, Akademischer Leiter des Instituts für Management und Juror des Wettbewerbs.

Für Preeti Khadria, deren Vorname in der indischen Sprache Liebe und Zuneigung bedeutet, stand die spätere Berufswahl bereits früh fest. „Ich wollte immer studieren. Ich wollte immer zum Management“, erklärt die 31-Jährige auf Englisch. Das wusste sie bereits als 15–Jährige. Einblick in die Welt der Wirtschaft und des Managements erhielt die in Mumbai geborene und aufgewachsene Khadria durch ihren Vater, der in einer Bank angestellt war. Weil wirtschaftliche Inhalte auch Zuhause diskutiert wurden und sie den Vater ab und an auf seiner Arbeit besuchte, war das Thema allgegenwärtig. „Es war eine natürliche Wahl für mich, auch in diesen Bereich zu gehen“, sagt die 31-Jährige, die sich als Kind als sehr schüchtern beschreibt. „Ich war ein Bücherwurm“, gesteht sie. Das Spannendste am Beruf des Managers ist für Preeti Khadria, dass sie mit Menschen zusammenarbeitet. „Man muss sich eine Vogelperspektive erarbeiten, aus der das Geschäft beobachtet werden kann“, erläutert die Inderin. „Man muss die Leute managen, motivieren und die Ziele der Firma erreichen.“

Preeti Khadria studierte zunächst Wirtschaft auf Bachelor in Kalkutta. Dass Frauen, die Universität besuchen, ist in Indien nichts allzu Ungewöhnliches mehr. In den letzten zwanzig Jahren habe sich die Mentalität in Indien, vor allem in den Städten verändert, berichtet sie. „Viele Frauen arbeiten nun in Indien. Sie nehmen an höherer Bildung teil. Viele arbeiten, auch wenn sie verheiratet sind.“ Auf den Dörfern sei dies noch anders. Ihre Eltern unterstützten sie immer in ihrer akademischen Laufbahn, „zu 100 Prozent“, sagt Preeti Khadria.

Nach ihrem Studium arbeitete sie drei Jahre lang bei American Express. „Dort begann ich, die Arbeit mit Menschen zu lieben, mit ihnen zu reden, sie kennenzulernen und ihnen bei der Lösung der Probleme zu helfen“, so Khadria. Im Februar 2005 kam sie nach Deutschland. Aus Liebe zu ihrem Mann, der hier für eine britische Firma arbeitete. Ein Jahr später wurde ihr Sohn geboren.
Der Start in Deutschland fiel der 31-Jährigen schwer. „Vor der Heirat habe ich in Indien gearbeitet. Ich war beschäftigt. Auf einmal bin ich in einer fremden Umgebung und alles ist so neu“, erinnert sie sich. „Ich langweilte mich und hatte mit der Sprache Probleme.“ Im vergangenen Jahr entschied sie, sich ihrer „ersten Liebe, dem Studieren und den Büchern“ zuzuwenden und bewarb sich für Business Administration.

Nach nur einem halben Jahr gehört Preeti Khadria zu den Besten des Studiengangs. Der Durchschnitt ihrer Noten beträgt eins Komma drei. „Sie ist sehr diszipliniert, konzentriert und fleißig“, beschreibt Prof. Fees die Inderin. Einen großen Anteil am Erfolg in ihrem Studium spricht Preeti ihrem Mann zu. „Das Studium ist nur möglich durch seine Unterstützung.“ Vier bis fünf Tage die Woche besucht die Inderin die Kurse am Management-Institut, die auch am Abend stattfinden. Manchmal auch am Samstag oder Sonntag.

Dann kümmert sich ihr Ehemann, Nishant Khadria, um den zweijährigen Sohn. Nishant Khadria war es, der seine Frau ermutigte, sich für die Auszeichnung zu bewerben. „Ich bin stolz auf meine Frau“, sagt er. Die Doppelbelastung aus Studium und Kind sei nicht einfach, weiß er.

In Deutschland fühlt sich Preeti Khadria mittlerweile wohl. „Die besten Freunde, die wir hier gefunden haben, sind Deutsche. Sie sind die freundlichsten Menschen, die ich jemals getroffen habe“, erzählt die junge Frau. Neben guter Leistungen ist Preeti Khadria vor allem wichtig, dass ihre Familie stolz auf sie ist. „Das Lachen, das ich auf ihren Gesichtern sehe, wenn ich gute Noten bekomme, ist für mich der wichtigste Award.“

Zurückhaltend, fast schüchtern, biegt sie um die Ecke. Im Vergleich mit ihren Kommilitonen wirkt Preeti Khadria unauffällig. Geht es jedoch um Makroökonomie, Wirtschaftsrecht und Marketing blüht die 31-Jährige auf. Die gebürtige Inderin studiert seit dem Sommersemester 2008 Business Administration (MBA), einen Master-Studiengang an der Georg-Simon-Ohm Hochschule Nürnberg (GSO). „Man darf nicht nach dem ersten Eindruck gehen“, merkt Werner Fees, Professor für internationales Management und Dozent von Khadria, an. In Präsentationen und Vorträgen behaupte sie sich „selbst vor Mannsbildern“, so dieser.

Am Samstag wurde Preeti Khadria mit dem Schwan-STABILO Award of Excellence ausgezeichnet. Der mit 2 500 Euro dotierte Preis wird jährlich an MBA-Studenten verliehen. Neben herausragenden Leistungen orientiert sich die Vergabe der Auszeichnung auch an der internationalen Herkunft sowie der materiellen Bedürftigkeit des Studenten. „Die Kombination aller drei Kriterien war für uns ausschlaggebend, Frau Khadria den Preis zu geben“, erklärt Prof. Thomas Eckardt, Akademischer Leiter des Instituts für Management und Juror des Wettbewerbs.

Für Preeti Khadria, deren Vorname in der indischen Sprache Liebe und Zuneigung bedeutet, stand die spätere Berufswahl bereits früh fest. „Ich wollte immer studieren. Ich wollte immer zum Management“, erklärt die 31-Jährige auf Englisch. Das wusste sie bereits als 15–Jährige. Einblick in die Welt der Wirtschaft und des Managements erhielt die in Mumbai geborene und aufgewachsene Khadria durch ihren Vater, der in einer Bank angestellt war. Weil wirtschaftliche Inhalte auch Zuhause diskutiert wurden und sie den Vater ab und an auf seiner Arbeit besuchte, war das Thema allgegenwärtig. „Es war eine natürliche Wahl für mich, auch in diesen Bereich zu gehen“, sagt die 31-Jährige, die sich als Kind als sehr schüchtern beschreibt. „Ich war ein Bücherwurm“, gesteht sie. Das Spannendste am Beruf des Managers ist für Preeti Khadria, dass sie mit Menschen zusammenarbeitet. „Man muss sich eine Vogelperspektive erarbeiten, aus der das Geschäft beobachtet werden kann“, erläutert die Inderin. „Man muss die Leute managen, motivieren und die Ziele der Firma erreichen.“

Preeti Khadria studierte zunächst Wirtschaft auf Bachelor in Kalkutta. Dass Frauen, die Universität besuchen, ist in Indien nichts allzu Ungewöhnliches mehr. In den letzten zwanzig Jahren habe sich die Mentalität in Indien, vor allem in den Städten verändert, berichtet sie. „Viele Frauen arbeiten nun in Indien. Sie nehmen an höherer Bildung teil. Viele arbeiten, auch wenn sie verheiratet sind.“ Auf den Dörfern sei dies noch anders. Ihre Eltern unterstützten sie immer in ihrer akademischen Laufbahn, „zu 100 Prozent“, sagt Preeti Khadria.

Nach ihrem Studium arbeitete sie drei Jahre lang bei American Express. „Dort begann ich, die Arbeit mit Menschen zu lieben, mit ihnen zu reden, sie kennenzulernen und ihnen bei der Lösung der Probleme zu helfen“, so Khadria. Im Februar 2005 kam sie nach Deutschland. Aus Liebe zu ihrem Mann, der hier für eine britische Firma arbeitete. Ein Jahr später wurde ihr Sohn geboren.
Der Start in Deutschland fiel der 31-Jährigen schwer. „Vor der Heirat habe ich in Indien gearbeitet. Ich war beschäftigt. Auf einmal bin ich in einer fremden Umgebung und alles ist so neu“, erinnert sie sich. „Ich langweilte mich und hatte mit der Sprache Probleme.“ Im vergangenen Jahr entschied sie, sich ihrer „ersten Liebe, dem Studieren und den Büchern“ zuzuwenden und bewarb sich für Business Administration.

Nach nur einem halben Jahr gehört Preeti Khadria zu den Besten des Studiengangs. Der Durchschnitt ihrer Noten beträgt eins Komma drei. „Sie ist sehr diszipliniert, konzentriert und fleißig“, beschreibt Prof. Fees die Inderin. Einen großen Anteil am Erfolg in ihrem Studium spricht Preeti ihrem Mann zu. „Das Studium ist nur möglich durch seine Unterstützung.“ Vier bis fünf Tage die Woche besucht die Inderin die Kurse am Management-Institut, die auch am Abend stattfinden. Manchmal auch am Samstag oder Sonntag.

Dann kümmert sich ihr Ehemann, Nishant Khadria, um den zweijährigen Sohn. Nishant Khadria war es, der seine Frau ermutigte, sich für die Auszeichnung zu bewerben. „Ich bin stolz auf meine Frau“, sagt er. Die Doppelbelastung aus Studium und Kind sei nicht einfach, weiß er.
In Deutschland fühlt sich Preeti Khadria mittlerweile wohl. „Die besten Freunde, die wir hier gefunden haben, sind Deutsche. Sie sind die freundlichsten Menschen, die ich jemals getroffen habe“, erzählt die junge Frau. Neben guter Leistungen ist Preeti Khadria vor allem wichtig, dass ihre Familie stolz auf sie ist. „Das Lachen, das ich auf ihren Gesichtern sehe, wenn ich gute Noten bekomme, ist für mich der wichtigste Award.“