Keine Kohle auf dem Konto: Uni bucht doppelt Gebühren ab!

Von Christiane Fritz

Peinlich, peinlich, was der Uni Duisburg-Essen da zu Beginn des Sommersemesters unterlaufen ist. Die Hochschule zog einigen Studenten den Studienbeitrag von 500 Euro gleich zweimal vom Konto ab.

Betroffen waren jene Studenten, die sich Anfang April für das Semester zurückmeldeten, denn erst nach einer Rückmeldung erfolgt die Abbuchung. Weil es zu einer Panne bei der Bündelung und Weiterleitung ihrer Daten kam, initiierte die Bank zweimal, den Beitrag abzubuchen. „Das hätte nicht passieren dürfen“, räumt Beate Kostka von der Pressestelle ein. „Das ist ärgerlich und ein peinlicher Vorgang.“

Den 1169 Studenten, die doppelt zur Kasse gebeten wurden, wird das Geld zurücküberwiesen. Ein Drittel beauftragten ihre Geldinstitute bereits von selbst, die 500 Euro auf das eigene Konto zurückzubuchen. Prof. Ulrich Radtke, Rektor der Uni Duisburg-Essen, und der Leiter des Studierendensekretariats, Ludwig Ciesielski, entschuldigten sich bei den Studenten.

20 Euro als Entschädigung

Als Entschädigung erhält jeder Betroffene 20 Euro. Zudem übernimmt die Uni jene Kosten, die dem Studenten unter anderem durch die Stornierung entstanden sind. Wie viel die Hochschule der Buchungsfehler insgesamt kostet, konnte die Hochschule noch nicht genau beziffern.
Dass die Uni Duisburg-Essen mit ihrem Fehler nicht allein steht, zeigt ein Beispiel von der Uni Hamburg. Diese schickte zum Wintersemester 2007/2008 einigen Studenten Unterlagen mit falschen Semesterangaben zu. „Zu dem betreffenden Wintersemester wurde zum ersten Mal unser Campus-Net eingesetzt“, erklärt eine Sprecherin der Uni. „Bei der Datenübernahme ist dieser bedauerliche Fehler bei vereinzelten Datensätzen passiert.“

Irren ist ja bekanntlich eine menschliche Eigenschaft. Nur in diesen Fällen ist sie eine teure zugleich.