Baustelle Technikjournalismus

Das ist ja wie in ein halbfertiges Haus einzuziehen. So oder so ähnlich muss es den meisten Studenten des Studienganges Technikjournalismus nach den ersten Wochen an der Nürnberger Georg-Simon-Ohm-Hochschule durch den Kopf gegangen sein. Unterbringung in einem „Kellerloch“, widersprüchliche bis gar keine Aussagen zum Ablauf der Prüfungen und Professoren, die scheinbar bis dahin auch nicht wussten auf was sie sich eingelassen hatten.

„Wir mussten auch erst einmal zueinander finden“

Aber an mangelnden Einsatz der Professoren und Dozenten lag es nicht, eher an dem verwirrenden Dschungel der deutschen Bürokratie. Erst zwei Wochen vor Beginn der Anmeldefrist kam das O.K. der zuständigen Behörden für diesen Studiengang, erzählt uns Prof. Dr. Manfred Lehmann, Dekan der Fakultät Allgemeinwissenschaften und Schirmherr des besagten Studienganges . “ Wir Professoren mussten auch erst einmal zueinander finden, auf der einen Seite `Journalisten´ und auf der anderen die `Techniker´“, so Markus Kaiser, journalistischer Dozent. Was aus Sicht der Studenten gut geklappt hat.

Auch die Fragen zur Prüfung konnten selbstverständlich geklärt werden und nun im zweiten Semester sitzen wir auch nicht mehr im Keller sondern im sechsten Stock des frisch renovierten A-Gebäudes unseres Campus. Natürlich gibt es immer noch Dinge die einer Verbesserung bedürfen, aber wenn die Zusammenarbeit zwischen Fakultät, Dozenten und Studenten auch weiterhin so ausgezeichnet funktioniert, dann steht einem erfolgreichen Studium nichts mehr im Wege.

Robert Carro