Bologna-Konferenz: Mehr Geld für die Lehre

Mit zwei Milliarden Euro will der Bund die Lehre an den Universitäten verbessern. Die zusätzlichen Mittel bis zum Jahr 2020 sollen für mehr Personal, Förderung von Mentoren- und Tutorenprogrammen sowie Weiterbildung an den Hochschulen genutzt werden, sagte Bundesbildungsministerin Annette Schavan (CDU) zum Abschluss einer nationalen Bologna-Konferenz in Berlin.

Dabei solle eine Akademie als Teil einer neuen Stiftung gegründet werden, bei der sich die Hochschullehrer dann um Mittel für Forschung und Lehre bewerben können.

Die Präsidentin der Hochschulrektorkonferenz, Margret Wintermantel, begrüßte den von der Bologna-Konferenz verkündeten „Qualitätspakt“ für die Lehre. Gleichwohl kritisierte sie die Reformbemühungen in den vergangenen Jahren. „Der Geburtsfehler der Bologna-Reform war, dass sie nicht vernünftig kommuniziert und finanziert worden ist.“

Die Bildungsminister von 29 Staaten haben 1999 im italienischen Bologna einen europäischen Hochschulraum vereinbart. Grundlage dafür ist eine einheitliche Studienstruktur mit den aufeinander aufbauenden Abschlüssen Bachelor, Master und Promotion.

Zur Diskussion in der Union über Kürzungen im Bildungsbereich, die Hessens Ministerpräsident Roland Koch (CDU) entfacht hat, sagte Schavan: „Ministerpräsidenten stellen bekanntlich nicht den Bundeshaushalt auf, so wie Bundesminister keine Landeshaushalte aufstellen.“ Sachsen-Anhalts Kultusminister Jan-Hendrik Olbertz (parteilos) appellierte an die Politik, selbst in Zeiten der Finanzkrise, „unter keinen Umständen an Bildung zu sparen.Auch im kommenden Jahr soll es eine Bologna-Konferenz geben.

dpa

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