Die Münchner lassen's mal wieder krachen…

… und zwar mit diesem Bauwerk, das die sprichwörtliche oberbayerische Bescheidenheit versinnbildlicht wie kaum etwas sonst. Klickt ruhig mal drauf und genießt es in voller Größe und Schönheit. Der 99,4 Millionen Euro teure Bau im Münchner Museumsviertel ist nicht etwa ein neuer Bankenpalast, ein repräsentatives Regierungsgebäude oder eine Heimat für „irgendwas mit Kunst“, sondern die neue Bleibe einer Hochschule, einer staatlichen, wohlgemerkt. Die Hochschule für Fernsehen und Film (HFF) hat in lediglich vier Jahren Bauzeit diesen minimalistischen Bau hinstellen lassen. Lernen werden hier immerhin 350 Studenten.

Zum Vergleich: Die Nürnberger Georg-Simon-Ohm-Hochschule mit ihren 8900 Studis – das sind mehr als 25 Mal so viele wie an der HFF – wartet auch seit Jahren auf eine Erweiterung. Ein sogenannter Bestellbau sollte es nach dem Willen des Freistaates sein, also ein Gebäude, das ein privater Investor baut und in den dann der Auftraggeber, in diesem Fall die staatliche Ohm-Hochschule, als langfristiger Mieter einzieht. Weil aber ein bereits langwierig auserkorener Bauträger wieder absprang, musste Anfang dieses Jahres alles noch mal neu ausgeschrieben werden. Jetzt hat sich ein neuer Konzern der Sache angenommen und alle Beteiligten hoffen, dass bald die Bagger rollen – allen voran Präsidium und Studenten am „Ohm“, das voraussichtlich in wenigen Wochen vermelden wird, die 10.000-Studentenmarke übersprungen zu haben.

Der Ohm-Neubau ist – wie auf unserem zweiten Bild zu sehen- freilich viel kleiner und schlichter als der HFF-Prunkbau. Für die gut 1100 Studis, die hier lernen und forschen sollen, gibt der Bauträger Aurelis immerhin 18 Millionen Euro aus – so eine Billighütte könnte man Münchner Studenten freilich nie zumuten… Kleiner Wermutstropfen für die Schickeria-Studis: In zwei Jahren müssen sie sich ihren Neubau mit der Staatlichen Sammlung Ägyptischer Kunst teilen, die in einem Seitentrakt einziehen soll. Spätestens dann ist es an der Zeit, was Größeres zu fordern.

fbh

3 Kommentare in “Die Münchner lassen's mal wieder krachen…

  1. Liebe Franken, seid doch nicht immer so neidisch
    auf die armen Bayern! Es sind doch nicht mal 100 Mill.
    Schlaft schön weiter, solange ihr noch Betten habt und
    träumt schön von Gleichberechtigung.
    Den Verantwortlichen für diese Missetat wünsch ich
    auch schöne Träume – und zwar Alpträume!
    Am Besten von den sich zunehmend in einer Partei (Die Franken)organisierten Franken. Das sind zwar keine
    hauptberuflichen Politiker, aber die einzige Chance
    was zu ändern.

  2. Ich bin mir langsam nicht mehr so sicher ob der Franke noch normal ist. Denn dass was man mit Franken „anstellt“ ohne das es Folgen hat, überschreitet schon lange die Schmerzgrenze. Das heißt, ein normaler Mensch würde sich so etwas nicht gefallen lassen.

  3. Herrlich bissig geschrieben! Wann endlich gehen den Leuten die Augen auf? Wir werden als „Jammer-Franken“ hingestellt und München wurschdln weiter!

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