Studenten werden an der Uni schlechter betreut

Der Deutsche Hochschulverband hat sein „Uni-Barometer 2012“ veröffentlicht. Und Studenten dürfen die Ergebnisse nicht schmecken. Die Betreuungsrelation sinkt auf 1:63. Das heißt, auf einen Hochschullehrer kommen 63 Studenten. Das sind mehr als im Jahr zuvor. Der Verband der Hochschullehrer kritisiert, dass trotz des Studentenbooms nur wenige neue Professoren bundesweit eingestellt worden sind. Demnach lehren 25628 Professoren an deutschen Universitäten und ihnen gleichgestellten Hochschulen. Das sind 748 mehr als im Jahr 2010. Aber mit dem Zuwachs an Studierenden hat das nicht Schritt gehalten. Die Studentenzahl ist gegenüber 2010 um mehr als 100000 gestiegen, gegenüber dem Jahr 2001 sogar um 223000. Damit hat sich das Betreuungsverhältnis – wie in den vergangenen Jahren – weiter verschlechtert, kritisiert der DHV. Es liegt im Durchschnitt bei 63 Studierenden pro Hochschullehrer. 2010 waren es noch 60, im Jahr 2001 58 Studierende. Ob die Betreuung tatsächlich „gefühlt“ schlechter ist als früher, lässt sich natürlich nicht sagen. In Bayern wurden aus Studiengebühren zahlreiche Tutoren und Mentoren bezahlt. Außerdem ersetzt heute manches stundenlange Warten vor dem Professorenzimmer in der Sprechstunde eine simple E-Mail. mk