Volksbegehren erfolgreich, Uni-Präsident erwartet neue Proteste

Kaum gab es heute die ersten Meldungen, dass das Volksbegehren gegen Studiengebühren die nötigen zehn Prozent zusammenhat, mahnte Uni-Präsident Karl-Dieter Grüske im Gespräch mit der NZ: „Ich bin Grundoptimist, hier aber sehr skeptisch. Der Staat achtet auch auf andere wichtige Dinge: die Schuldenbremse, den Ausbau der Kinderkrippen, die Energiewende. Möglicherweise wird im Wahlkampf versprochen, die Studienbeiträge voll zu kompensieren. Die Erfahrung zeigt, dass dann später an anderer Stelle wieder eingespart wird. Dann werden die Studierenden vielleicht wieder auf die Straße gehen – diesmal dann auch zu Recht.“ Weiter kündigte der Präsident an: „Es wird dann aber dazu kommen, dass die Studierende für Sprachkurse, Skripten, Chemikalien usw. wieder extra bezahlen müssen. Außerdem müssen wir den Verwaltungskostenbeitrag wieder einführen. Die Studierenden werden vom Wegfall der Studienbeiträge nicht profitieren.“ Das ganze Interview erscheint in der Donnerstagsausgabe der NZ. mk