Studenten stimmen für Theaterticket

SommernachtDas Semesterticket der VAG lässt weiterhin auf sich warten. Dafür kommen die drei großen Theater in Nürnberg, Fürth und Erlangen mit einer neuen Idee daher: ein Theaterticket für Studenten. Jeder bezahlt drei Euro und bekommt dafür ein Semester lang kostenlose Restkarten an der Abendkasse. Die Studierendenvertretung lud zur Vollversammlung ins Audimax ein, um ein Stimmungsbild ihrer Kommilitonen einzuholen. Die drei großen Theater der Städte, in denen die Uni vertreten ist, das Staatstheater Nürnberg, das Stadttheater Fürth und das Theater Erlangen, haben ein Angebot geschickt.

Es soll ein Solidarmodell sein, genauso wie beim geplanten Semesterticket. Das heißt, jeder Student bezahlt, unabhängig davon, ob er es nutzt oder nicht. Dadurch wird es für alle insgesamt billiger. Die Theater schlagen vor, den Semesterbeitrag, den jeder an das Studentenwerk zahlt, um drei Euro zu erhöhen. Dafür bekommt jeder Student bei Vorlage seines Studentenausweises an der Abendkasse eine Eintrittskarte, die noch nicht verkauft ist, umsonst. Ausgenommen sind Premieren, Gastspiele und Karten der ersten Kategorie. Solche Kooperationen gibt es bereits in vielen deutschen Universitätsstädten, unter anderem in Göttingen, Mainz, Gießen und Darmstadt. Bei derzeit rund 37 900 Studierenden an der Uni Erlangen-Nürnberg bekämen die Theater rund 114 000 Euro pro Semester. Den Studentenrabatt im Vorverkauf wird es weiterhin geben.

 „Unsere Vorstellungen sind im Durchschnitt zu 70 Prozent durch den Vorverkauf belegt“, sagte Doreen Urbanczyk, Leiterin der Abteilung Marketing am Theater Erlangen, bei der Vollversammlung. Das heißt, es gäbe für die Studenten stets noch gute Chancen, Karten zu bekommen. Reservieren geht nicht, die Abendkassen öffnen eine Stunde vor der Vorstellung. Diesen Zwang zur Spontaneität kritisierten manche Zuhörer bei dem Treffen. Wer von Erlangen nach Nürnberg fahre und dann keine Karte bekomme, stehe blöd da. Schließlich muss auch die Fahrt bezahlt werden – ganz ohne Semesterticket.  Trotzdem stimmten die 100 Anwesenden fast einstimmig dafür, dass sich die Studierendenvertretung mit dem Studentenwerk dafür einsetzen soll, dass das Theaterticket eingeführt wird.