Greuther Fürth eröffnet den „Kleeblatt-Campus“

SpVgg Greuther Fürth - SV SandhausenMit der ersten Liga hat es nicht geklappt, doch jetzt ist Greuther Fürth auf einem anderen Gebiet ganz vorne dran: Als erste
Mannschaft der Fußball-Bundesliga eröffnet der Verein einen privaten Hochschulcampus. Die Bewerbungsfrist läuft, die ersten Studenten fangen im September an.

Anpfiff für ein Bildungsprojekt auf fränkischem Rasen: Neben dem Training auf dem Platz gibt es künftig Gehirnjogging am Abend. Die SpVgg Greuther Fürth hat gestern den „Kleeblatt-Campus“gegründet. Ab September können Studenten im Ronhof einen Bachelor of Business Administration absolvieren. Dieses Studium der Wirtschaftswissenschaften, mit den Schwerpunkten Sportbusiness und Fußballmanagement, dauert sechs Semester und kann berufsbegleitend studiert werden – entweder von den Fürther Spielern, Mitarbeitern, anderen Sportlern oder auch sportbegeisterten BWLern. In den drei Jahren gibt es 76 Präsenztage, an denen die Studenten Kurse in der Trolli-Arena besuchen. Sie hören Vorlesungen in den VIP-Räumen des Stadions, im Medienzentrum, in der Geschäftsstelle und sogar in der Spielerkabine.

Eingeschrieben sind die Fußball-Studenten an der privaten Steinbeis-Hochschule in Berlin. Die Kooperation wird durch die Sportbusiness Campus GmbH organisiert, die die ehemalige Profi-Fußballerin Kathrin Lehmann dieses Jahr in München gegründet hat. Ob die Profis von Greuther Fürthbald alle studieren, bleibt abzuwarten. Die Spieler sind zurzeit im Urlaub und auch in der Relegationszeit gab es keine passende Gelegenheit, um sie über die Campuspläne des Vereins zu informieren. Ihrem Präsidenten gefällt die Idee: „Bildung zu Sportlern und in Sportstätten zu bringen, ist ein neuer Ansatz, der sich für die Athleten ebenso lohnt wie für unsere Mitarbeiter und alle Sportbegeisterten“, sagt Helmut Hack. „Es bedarf top-ausgebildeter Teamplayer, um die wirtschaftlichen Herausforderungen im Fußball- und Sportgeschäft heutzutage zu meistern.“

LogoNeben Dozenten aus der Wissenschaft wie Professor Florian Riedmüller von der TH Nürnberg, werden auch Helmut Hack, Geschäftsführer Holger Schwiewagner und andere Verantwortliche des Vereins Seminare halten. Das Studium und auch die angebotenen Weiterbildungen enden mit staatlich anerkannten Abschlüssen. Doch dafür müssen die Studenten wie an allen privaten Hochschulen bezahlen. Wer die Gebühren auf einmal überweist, zahlt 27 900 Euro, monatlich wird es etwas teurer. Eine Dauerkarte ist dafür immer inklusive.

Weitere Infos:  www.greuther-fuerth.de/kleeblatt-campus.html

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