Neun hilfreiche Tipps für Erstis in Erlangen

Erstsemester Empfang im E-werk Erlangen der Uni Erlangen durch Prorektorin Antje Kley Foto:Bernd Böhner 15.10.2012

Zugegeben: Erlangen klingt als Studienort erst einmal nicht wahnsinnig spannend. Zumindest im Vergleich zu anderen Unistädten. Hier gibt es kein Oktoberfest wie in München, kein Sankt Pauli wie in Hamburg und auch nicht so viele Touristen wie in Heidelberg. Das bedeutet aber nicht, dass es hier langweilig ist – im Gegenteil! Auch in Erlangen und Nürnberg können Studenten viel Spaß haben – zumindest, wenn sie sich an unsere Tipps und Tricks halten. Hier sind neun Do’s und Dont’s für neu zugezogene und einheimische Erstis.

1. Sei freundlich zu einem Franken

Franken ist die Region mit den am herzlichsten unfreundlichen Menschen in Deutschland. Für neu Zugezogene ist es besonders schwierig, das zu durchschauen. Aber keine Eile! Hab’ Geduld, wenn du nicht gleich mit offenen Armen empfangen wirst und sei trotzdem freundlich. Sie sind es ebenfalls – auch wenn du es nicht gleich merkst.

2. Fahr nicht nur mit dem Semesterticket

Du denkst mit dem Semesterticket kannst du – einmal gekauft – problemlos überall fahren? Falsch! Je nach Kontrolleur benötigst du dazu noch deinen Personalausweis, Studentenausweis, Führerschein und gefühlt auch noch die Geburtsurkunde, Staatsbürgerschaftsnachweis, Payback-Karte, Kontoauszüge der letzten 24 Monate, Mitgliedschaft im McDonalds Kinder Club…

3. Erkunde die Gegend

Apropos Semesterticket: nutz’ es aus, gerade an den Wochenenden. Fahr’ nicht jedes Mal nach Hause zu Mama und Papa, sondern in die fränkische Schweiz, das Seenland oder miete dir ein Treetboot am Dutzendteich.

4. Genieß das fränkische Essen

… aber nicht in der Unimensa. Freu’ dich zu Beginn auch nicht zu früh über die „tolle Auswahl“ dort. Spätestens nach drei Wochen und fünf Mal Currywurst wirst du Deine Mensakarte so schnell nicht mehr aufladen.

5. Geh’ aufs Schlossgartenfest

Als Student feierst du die Feste eh schon wie sie fallen – da ist auch das Schlossgartenfest ein Muss! Und nur weil es die Uni veranstaltet, ist es nicht automatisch uncool. Abendkleid oder Smoking kaufst du aber aus finanziellen Gründen vielleicht doch besser mit deinen Eltern. Die freuen sich bestimmt!

6. Geh’ auf die Bergkirchweih

Die Erlanger Bergkirchweih ist zwar nicht ganz so bekannt wie das Oktoberfest. Das macht aber nichts, sie ist ja dafür schöner. Über Pfingsten findet sie jedes Jahr auf den Kellern statt – nicht in den Kellern, wie Unerfahrene vielleicht sagen würden.

7. Schließ’ Dich Studenten an, die schon länger hier wohnen

Mit niemanden lernst Du so einfach die besten Ecken in der Region kennen, wie mit einem Einheimischen. Deshalb such’ Dir Freunde, die von hier kommen, geh mit ihnen feiern und folge Ihnen auch sonst überall hin. Außer wenn der Berg aus ist, dann findet auch mancher Erlanger nicht mehr heim.

8. Verzweifle nicht auf den Internetseiten der Uni

Die Uni Erlangen-Nürnberg ist im 21. Jahrhundert angekommen und bietet zahlreiche Internetplattformen an, die du dummerweise brauchst. Dazu hat sie extra „StudOn“ eingerichtet und „Univis“ und „Oktis“ und das „RRZE“ und… Lass dich von den unzähligen Seiten und Abkürzungen  nicht verunsichern. Irgendwann wirst du verstehen, welche wofür nützlich ist, so im fünften Semester oder so – vielleicht.

 9. Vergiss das Uni-WLAN

Kostenloses WLAN in der ganzen Uni. Klingt toll, oder? Funktioniert aber (meistens) nicht. Deshalb investiere in Datenvolumen und erspare dir verzweifelte Anmeldeversuche. Abends und nachts gibt’s dann aber in ganz Erlangen WLAN, denn irgendwo ist immer ein Unigebäude in der Nähe.

Björn-Hendrik Otte