Der lange Weg zum großen Traum

crewfotoAm Anfang ist es eine Idee, die man vielleicht schnell wieder wegschiebt, weil sie zu unrealistisch klingt. Dann wird daraus ein Wunsch. Und schlussendlich entsteht der eine ganz große Traum. Jeder hat seinen eigenen. Ob es nun das erste Auto ist oder die Weltreise. Oft steht aber das gemeine Geldproblem zwischen einem und der Erfüllung.

Auch bei Jens, Simon und Basti, drei Studenten aus Nürnberg, fing alles mit einer Idee an. Die drei hatten sich schon in ihrer Kindheit in einem Segelclub kennengelernt und waren seitdem eng befreundet. Eineinhalb Jahre teilten sie den Wunsch, für zwölf Monate durch die Karibik zu segeln. Die Idee kam von Jens, der schon einmal ein Schiff für jemand anderen über den Atlantik gebracht hatte. Bei dieser Überführung stand er allerdings unter Zeitdruck und hatte keine Gelegenheit etwas anzuschauen.

Aus dieser Erfahrung folgte dann die Planung für den eigenen Segeltrip. Von Kroatien sollte es losgehen, durch die Meerenge von Gibraltar, über den Atlantik bis in die Karibik. Aber wo nimmt man das Geld her für die teure Yacht? Die Jungs haben sich ihren Traum vor allem durch private Kredite von Freunden und Familie finanziert. Vieles konnten sie aber auch ohne Geld und nur durch Kontakte regeln. „Manche hatten selbst mal einen ähnlichen Traum oder finden es einfach gut, was wir machen. Deswegen unterstützen sie uns dann gerne“, sagt Basti. So kam es zum Beispiel, dass der Bekannte eines Freundes den Motor des Beiboots reparierte und eine Freudin die Website und das Logo ihres Projekts „seasicksailing“ umsonst gestaltete.

Durch die lange Vorbereitung sind sie für alle Fälle gewappnet. Egal ob in den drei Wochen auf dem Atlantik jemand krank wird oder ein Sturm aufkommt – medizinische Versorgung ist an Bord und den Wetterbericht haben die drei zuvor genau studiert.

„Man muss einfach den Arsch hochkriegen!“ Das ist eindeutig die Überzeugung der Jungs. Wer nicht wagt, der nicht gewinnt. Und ein bisschen Abenteuerlust und Nervenkitzel hat ja noch keinem geschadet. So konnte ihr großer Traum Wirklichkeit werden.

Sabrina Ahmed