Facebook-Fasten fast geschafft

Ich gebe zu: Ich bin Facebook-abhängig. Ich schaue nicht nur einmal am Tag auf Facebook, um die wichtigsten Neuigkeiten mitzukriegen, sondern ich verfalle viel zu häufig dem hirnlosen Scrollen in meinem bodenlosen Newsfeed. Und ja, das kann auch seine guten Seiten haben. Ab und zu schiebt sich dann doch eine interessante Veranstaltung, ein cooles Praktikum, oder die Verlobung einer entfernt Bekannten vorbei. Und ich stoße immer wieder auf Artikel, die mich interessieren. Trotzdem – ich hasse es, weiter lesen

Game of Thrones: Nichts wissen macht mehr Spaß

Achtung Spoiler Alert! Denn die Wissenschaft ist ein Spielverderber. Sie sagt uns, dass Rauchen krank macht, Smartphones dumm und Kaffee alt. Und jetzt auch noch das: Daenerys Targaryen wird sterben! Die sexy Drachenlady aus der TV-Hitserie „Game of Thrones“! Mit einer Wahrscheinlichkeit von 95 Prozent überlebt sie die gerade gestartete, sechste Staffel nicht. 50 Tage lang haben 40 Informatik-Studenten der TU München vor ihrem Computern gesessen, um das herauszufinden. Na toll.

Doch damit nicht genug: Bei Tommen Baratheon, dem schüchternen Prinzen der Sieben Königreiche, liegt die Sterbewahrscheinlichkeit sogar bei 97 Prozent. Nur eine gute Nachricht gibt es: Jon Snow, der eigentlich am Ende von Staffel fünf heldenhaft ins Jenseits ging, wird wohl doch ein Hintertürchen finden – bei ihm kamen die Algorithmen nur auf elf Prozent.

Natürlich wollen alle wissen, wer wann wie als nächstes stirbt in einer Serie, die dafür bekannt ist, dass ständig ein Hauptcharakter nach dem anderen drauf geht. Zwölf Millionen Menschen sahen sich in der Nacht von Sonntag auf Montag die heißersehnte erste Folge der sechsten Staffel an. Aber wer will schon WIRKLICH vorher wissen, wie es weitergeht? Wo bleibt da noch die Spannung?

Angeblich ist der, der uns das eingebrockt hat, sogar selbst Hardcore-Fan der Serie. Doktorand Guy Yachdav hat sich die Studie ausgedacht und verwirklicht. Sie wollten mal etwas anderes berechnen als immer nur Finanzen, sagt er. Die Nachwuchsforscher gingen streng wissenschaftlich vor.  Ihr Computerprogramm durchsuchte die Online-Datenbank „Game of Thrones Wiki“ und testete 24 Eigenschaften der Figuren. Das Ergebnis: Männer sterben früher als Frauen. Bekannte eher als unbekannte Leute. Und wenn die Mutter schon tot ist, steigt auch die Wahrscheinlichkeit, dass der Charakter selbst stirbt.

Die Wissenschaft nimmt einem mit solchen Informationen die ganze Unbeschwertheit und den Spaß. Lieber sitzen wir mit einer Tasse Kaffee und Zigarette in der Hand vor unserem Smartphone und schauen unwissend aber glücklich Game of Thrones.

Wer es trotzdem nicht lassen kann… Die Studenten haben alle ihre Ergebnisse ins Netz gestellt: https://got.show/statistics

Christina Merkel

Warum bringt ein Hase die Ostereier?

OsterhaseDer Osterhase versteckt die Ostereier. Aber natürlich sind Hasen Säugetiere, sie legen keine Eier, bemalen können sie sie erst recht nicht. Weshalb sind Hase und Ei dennoch traditionelle Symbole für das Osterfest?

„Das Ei ist das Symbol der Auferstehung“, erklärt Hubertus Förster, Dekan der Katholischen Stadtkirche Nürnberg. „Das Küken zerbricht die Schale des scheinbar leblosen Eies, wie auch Christus sein Grab aufgebrochen hat.“ Wer streng fastet, hat zudem in den letzten Wochen auf das Essen von Eiern verzichtet. „An Ostern endet die Fastenzeit, nun darf man sie wieder  essen“, sagt Förster. Das haben die Menschen bereits im 12. Jahrhundert gefeiert, indem sie die Eier bemalten und verschenkten.

„Der Hase steht für Wachheit und Bereitsein“, sagt der Dekan. Denn Hasen schlafen meist mit offenen Augen, um schnell vor Feinden davonlaufen zu können. „So entsteht der Eindruck, dass sie nicht richtig schlafen, wie auch Christus nicht wirklich tot war.“ Hasen sind außerdem ein Symbol der Fruchtbarkeit. Eine Häsin gebärt bis zu 20 Junge im Jahr. In anderen Ländern bringt der Hahn, ein Storch oder sogar der Fuchs die Ostereier.

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Warum küssen sich zwei Menschen?

Herz„Und wie er es mit dem Kuss berührt hatte, schlug Dornröschen die Augen auf, erwachte und blickte ihn ganz freundlich an.“ Nicht nur im Märchen haben Küsse ganz besondere Kräfte. Auch britische Wissenschaftler vermuten, dass küssen gesund macht. Der Austausch von Krankheitserregern mache beide Partner immun. Daneben gibt es viele weitere Gründe, weshalb sich Paare gern küssen.

„Küssen ist Zuneigung im wörtlichen Sinne“, sagt Fritz Strack, Professor für Emotion und Verhalten an der Uni Würzburg. „Der Körperkontakt wirkt gefühlsverstärkend, so wie auch unser eigenes Lächeln uns selbst glücklich macht.“ Ein Kuss lässt Puls und Körpertemperatur steigen, er regt den Stoffwechsel an und der Körper schüttet Glückshormone aus. Manche Verhaltensforscher vermuten, dass sich das Küssen aus der Mund-zu-Mund-Fütterung mancher Tierarten entwickelt hat.

Sigmund Freud war überzeugt, dass das Stillen der Ursprung des Kusses ist. Mit Mund und Lippen spricht und isst der Mensch, erzeugt Mimik und ertastet Gefährliches, zum Beispiel heiße Getränke. Sie sind daher besonders beweglich und empfindlich. Einige Kuss-Theoretiker glauben auch, dass der Mensch beim Küssen sein Gegenüber ausspioniert: Denn der Speichel enthält Hinweise auf Gesundheit und Fruchtbarkeit. Egal was zutrifft, küssen macht Spaß und heute ist Valentinstag.

Christina Merkel

Erlanger Professor stirbt beim Franken-Tatort

Tatort-LogoAlle fiebern dem ersten Franken-Tatort entgegen. Heute, am ersten Drehtag in Nürnberg und Erlangen, sickerten erste Details der Handlung durch: Das Mord-Opfer ist an angesehener Professor an der Friedrich-Alexander-Universität. Seine Ehefrau vermutet ihn an seinem Arbeitsplatz, doch der Wissenschaftler treibt sich lieber mit seiner Geliebten in einem abgelegenen Waldstück herum. Allerdings nicht lange. Beim Liebesspiel in seinem Auto wird er durch zwei Kopfschüsse aus nächster Nähe getötet.

„Als die Polizei eintrifft, stehen beide Wagentüren offen. Der Fahrersitz mit dem toten Ranstedt ist weit zurückgeschoben. Die Person, die mit ihm im Auto war, ist verschwunden. Ihre Spuren enden an einer kleinen Landstraße. Nichts deutet auf ihre Identität hin“, schreibt der Bayerische Rundfunk.

Dreharbeiten auf dem Golfplatz

Die Dreharbeiten starteten heute in der Nähe eines Golfplatzes in Nemsdorf, im Süden Nürnbergs. Das Produktionsteam hatte den Ort weiträumig abgesperrt, trotzdem konnten Schaulustige ein paar Szenen erhaschen. Zur Erinnerung: Matthias Egersdörfer spielt im Franken-Tatort mit. Er übernimmt die Rolle des Michael Schatz, Leiter der Spurensicherung. Kabarettist Egersdörfer ist in Nürnberg geboren, in Lauf an der Pegnitz aufgewachsen und wohnt in Fürth. Außerdem dürfen 250 Komparsen aus Franken im Tatort mitspielen, der voraussichtlich im Frühjahr 2015 ausgestrahlt werden soll.

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Fast Fußball-Weltmeister

Fussballmeisterschaft_Schweinfurt-_67_ Immerhin Bayerischer Meister darf sich die TH Nürnberg neuerdings nennen. Doch darauf musste sie noch länger warten als die  Nationalmannschaft. Erst nach 26 Jahren gelang es den Fußballern der Technischen Hochschule wieder den Titel zu holen – bei den Fußballmeisterschaften der bayerischen Hochschulen für angewandte Wissenschaften. Insgesamt traten zwölf Teams gegeneinander an. Die Nürnberger gewannen nach einem spannenden Endspiel im Acht-Meter-Schießen gegen den Vorjahressieger, das Team der Hochschule Rosenheim.

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Außerdem gab es ein Damen-Programm für die Gäste. Beim Torwand-Schießen zeigten die drei Frauen-Mannschaften der TH Nürnberg immerhin gutes Ballgefühl.

Was war nochmal heute um 18 Uhr?

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Psst, heute spielt Deutschland…

Einladung zum Pressetermin: Siemens und FAU erforschen Energieversorgung der Zukunft
Termin: 26. Juni 2014, 18.00 Uhr
Ort: Senatssaal im Schloss (1. OG), Schlossplatz 4, Erlangen

Im Dezember haben Siemens und die Uni Erlangen-Nürnberg einen Verbund gegründet. Sie wollen zusammen erforschen, wie Energie in Zukunft bezahlbar und zuverlässig bereitgestellt werden kann. Campus Future Energy Systems (FES) heißt das Projekt, in das Siemens einen zweistelligen Millionenbetrag investiert. So viel Geld ist auf jeden Fall eine Nachricht wert. Aber ausgerechnet heute? Sie hatten doch ein halbes Jahr lang Zeit.

Für 18 Uhr haben die Projektpartner zum Pressetermin geladen. Sie unterschreiben heute den Vertrag für die Zusammenarbeit. Karl-Dieter Grüske wird da sein, der Präsident der FAU, der Vizepräsident für Forschung, Joachim Hornegger, und auch Klaus Helmrich, Technik- und Personalvorstand der Siemens AG. Offenbar alles keine Fußballfans.

Denn heute um 18 Uhr spielt Deutschland gegen die USA und in unserer Redaktion steht ein großer Fernseher.

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Die FAU-Spitze trifft sich am Berg

NZ-ErlangenErwischt! Unser Fotograf Harald Sippel entdeckte heute den alten Kanzler und die neue Kanzlerin der Uni Erlangen auf der Bergkirchweih beim Anstoßen! Sybille Reichert übernimmt nächsten Montag das Amt von Vorgänger Thomas A. H. Schöck. Der geht nach 25 Jahren an der Spitze der Univerwaltung mit Verspätung in den Ruhestand.

Die Neubesetzung zog sich wegen eines Gerichtsverfahrens über ein Jahr hin. Der Universitätsrat hatte die neue Kanzlerin schon im Februar 2013 ohne Gegenstimme als Nachfolgerin vorgeschlagen. Dagegen klagte ein unterlegener Kandidat vor dem Verwaltungsgericht in Ansbach. Der Bayerische Verwaltungsgerichtshof hob das Urteil vor Kurzem auf. Auch ein weitere Beschwerde am Bundesverfassungsgericht scheiterte.

Ob sie sich heute bei einer Maß Bier Tipps fürs neue Amt holte?
Morgen interviewe ich sie für unsere nächste Hochschulseite, dann frag ich nach!

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Die Simpsons und die Politik

Eigentlich war uns schon immer klar, dass die Simpsons erschreckend realitätsnah sind. Jeder kennt einen trotteligen Homer und eine kluge Lisa, die daran verzweifelt. Doch dass Fernsehserien sogar die Politik beeinflussen können, hat ein Bamberger Kommunikationswissenschaftler jetzt erforscht. Carsten Wünsch, Professor für Rezeptions- und Wirkungsforschung an der Otto-Friedrich-Universität, untersucht, welche Auswirkungen Medieninhalte auf die Person vor dem Fernseher, dem PC oder im Kinosessel haben.

Für sein Projekt wählte Wünsch Simpsons-Folgen aus, die sich entweder mit der Umwelt oder der Bildung beschäftigten. Eine Versuchgruppen sah sich dann die Filme zum einen Thema an, eine zweite zum anderen. Anschließend füllten alle den gleichen Fragebogen aus, in dem sie einschätzen mussten, wie zufrieden sie mit der Arbeit der deutschen Bundesregierung im Allgemeinen und mit der Umwelt- und Bildungspolitik im Speziellen sind.

Für die Gruppe, die die Umweltfolgen gesehen hatte, spielten die Leistungen der Bundesregierung in der Umweltpolitik eine größere Rolle in der Gesamtbewertung. Auch bei der Bildung konnte Wünsch einen statistischen Zusammenhang herstellen. Zwar war die Stichprobe zu klein, um die Studie als repräsentativ auszuweisen, doch das Forschungsgebiet der politischer Wirkung fiktionaler Medieninhalte ist noch jung und einen ersten Beleg für seine These fand Wünsch auf jeden Fall.

Daher kommt Wünsch zu der Schlussfolgerung, dass nicht nur Nachrichten und Polit-Talkshows einen Einfluss auf unsere politischen Vorstellungen haben, sondern, dass auch Serien und Spielfilme unser politisches Weltbild prägen. In Zukunft dürfen wir also getrost umschalten.

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Die Filme der Ohmrolle 2014

DustinDie Ohmrolle rollt wieder. Und wer am Donnerstag leider nicht zu den 1000 Besuchern in einem der drei reservierten Kinosäle im Cinecitta gehören kann, der bekommt hier eine kleine Kostprobe der diesjährigen Filmbeiträge. Für alle anderen geht es am 10. April und 19.30 Uhr los. Film ab:

In „Dustin“ kämpft ein hungriger Mops gegen eine gefräßige Maschine.

Bei „Skullywag“ geht es um zwei Piraten auf Schatzsuche, die unterschiedlicher nicht sein könnten.

Der Film „Trigger“ zeigt, wie die Kunst der Hypnose einem Verkäufer nützt.

Applaus“ bekommt Stefan für seinen perfekten Auftritt als Spiegelbild.