Neun hilfreiche Tipps für Erstis in Erlangen

Erstsemester Empfang im E-werk Erlangen der Uni Erlangen durch Prorektorin Antje Kley Foto:Bernd Böhner 15.10.2012

Zugegeben: Erlangen klingt als Studienort erst einmal nicht wahnsinnig spannend. Zumindest im Vergleich zu anderen Unistädten. Hier gibt es kein Oktoberfest wie in München, kein Sankt Pauli wie in Hamburg und auch nicht so viele Touristen wie in Heidelberg. Das bedeutet aber nicht, dass es hier langweilig ist – im Gegenteil! Auch in Erlangen und Nürnberg können Studenten viel Spaß haben – zumindest, wenn sie sich an unsere Tipps und Tricks halten. Hier sind neun Do’s und Dont’s für neu zugezogene und einheimische Erstis. weiter lesen

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Studenten erfüllen Weihnachtswünsche für Bedüftige

WeihnachtsbaumBettwäsche, Haarshampoo oder eine Packung Kaffee – das wünschen sich Menschen in Nürnberg, denen es am nötigsten fehlt. Die Evangelische Studierendengemeinde (ESG) und die Katholische Hochschulgemeinde (KHG) in Nürnberg haben diese Wünsche gesammelt, damit sie vor Weihnachten in Erfüllung gehen. Die Weihnachtsbäume stehen an sechs Nürnberger Hochschulstandorten:

– TH Nürnberg, Sozialwissenschaften, Bahnhofstrasse 87
– Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät, Lange Gasse 20
– Wirtschaftwissenschaften, Findelgasse 7/9
– Erziehungswissenschaften, Regensburger Straße 160
– Evangelische Hochschule Nürnberg, Bärenschanzstraße 4
– Mensa Insel Schütt, Andreij-Sacharow-Platz 1

Handtücher, warme Strümpfe, Medikamente, ein Wörterbuch oder eine Streifenkarte für die U-Bahn stehen auf den Wunschzetteln. Jeder kann sich eine der mehr als 3000 Kärtchen herunternehmen und eines der Geschenke kaufen. Sie kosten zwischen 5 und 15 Euro. Jede Farbe steht für eine Institution, der die Geschenke zu Gute kommt:

– Rot:  Ökumenische Wärmestube Nürnberg
– Gelb: Straßenambulanz Franz von Assisi
– Blau: Obdachlosenpensionen des Caritasverbands
– Grün: Erstaufnahmeeinrichtung für minderjährige unbegleitete Flüchtlinge
– Orange: Flüchtlingsberatung der Evangelischen Kirche

Bereits zum fünften Mal haben die Studenten ihre ökumenische Weihnachtsbaum-Aktion für Bedürftige gestartet. Im vergangenen Jahr kamen mehr als 1500 Päckchen zusammen. Wer einen der Wünsche erfüllen will, gibt das gekaufte Geschenk bis Freitag, 12. Dezember, bei einer der auf der Rückseite der Kärtchen genannten Stellen in Nürnberg ab:

– die Fachschaft der Sozialwissenschaften an der TH Nürnberg, Bahnhofstrasse 87
– die Poststelle an der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät der FAU, Lange Gasse 20
– das Dekanat des Fachbereichs Wirtschaftwissenschaften, Findelgasse 7/9
– die Fachschaft der Erziehungswissenschaften, Regensburger Straße 160,
– die Lehrstühle für katholische und evangelische Religion, St. Paul, Dutzendteichstraße 24
– die Bibliothek an der Evangelischen Hochschule, Bärenschanzstraße 4
– die Katholische Hochschulgemeinde, Königstr 64
– die Evangelische Studierendengemeinde,  Laufertorgraben 8

Die Wunschkarte sollte gut sichtbar auf dem Paket angebracht werden, damit die Studenten der beiden Hochschulgemeinden die Geschenke dann kurz vor Weihnachten zu ihren Adressaten bringen können.

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Kein Scherz: Südgelände ist am 1. April ohne Strom

Die Uni zieht den Stecker.Ob sie sich absichtlich dieses Datum ausgesucht haben? Wegen eines Sicherheitstests der Notstromaggregate wird morgen, am 1. April, auf dem gesamten Südgelände der Uni Erlangen vorübergehend der Strom abgeschaltet. Das Gebäudemanagement warnte vorher in einer Rundmail alle Mitarbeiter. Vor allem in der Technischen Fakultät müssen Profs und Studenten dafür sorgen, dass alle Laborsysteme und Versuchsaufbauten zwei Stunden ohne Elektrizität, Wasser, Wärme und Kälte auskommen.

Südmensa kocht trotzdem

Auch die Mensa wird ohne Strom sein. „Die Versorgung soll zwar spätestens am Vormittag wieder hergestellt sein, aber wir können wahrscheinlich nicht das laut Speiseplan vorgesehene Essen zubereiten“, sagt Studentenwerkssprecher Uwe Scheer. Das wirkt sich bis in die Innenstadt aus, denn die Küche der Südmensa beliefert zurzeit auch die Übergangsmensa „WerksGärtla“ am Langemarckplatz. „Es wird überall etwas zu essen geben“, sagt Scheer. „Zumindest das, was wir unter den gegebenen Bedingungen auf die Schnelle zubereiten können.“

Von 6.00 bis 7.45 Uhr schaltet die Uni den Strom ab.  Wenn alles richtig funktioniert, springt nach etwa 15 Sekunden das Notstromnetz an. Es versorgt wichtige Geräte mit Elektrizität, wie die Notbeleuchtung, Brandmelder, Telefonanlagen und Kommunikationssysteme sowie das Rechenzentrum. Alle anderen Geräte bleiben während der knapp zwei Stunden ohne Strom. Auch Heizungen, Klima- und Lüftungsanlagen fallen in dieser Zeit aus. Zum Glück kommen die meisten Studenten sowieso erst nach 8 Uhr an die Uni.

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Studentenhaus bleibt zwei Jahre lang geschlossen

Die letzten Gäste des Studentenhauses.

Die letzten Gäste des Studentenhauses.

Das Erlanger Studentenhaus am Langemarckplatz ist zu. Und wird es auch zwei Jahre lang bleiben. So lange dauert die Generalsanierung des 80 Jahre alten Gebäudes, in dem die Innenstadtmensa und die Hauptverwaltung des Studentenwerks untergebracht waren. Der aus den 1960er Jahren stammende Ostflügel wird Anfang März abgerissen.

 

So sah das Studentenhaus früher aus.

So sah das Studentenhaus früher aus.

Damit die Studierenden trotzdem nicht verhungern, betreibt das Studentenwerk ab kommender Woche und während des gesamten Umbaus im Garten des Hauses eine provisorische Mensa in einer Leichtbauhalle. Im „WerksGärtla“ wird es täglich von 11.15 Uhr bis 15 Uhr zwei Mittagsgerichte geben, davon immer ein vegetarisches oder veganes.
Die Infotheke und Privatzimmervermittlung, die bislang gleich neben dem Haupteingang zu finden waren, werden auch mit ins WerksGärtla verlegt. Die Hauptkasse ist für die Dauer der Sanierung in der Südmensa in der Erwin-Rommel-Straße 60 zu finden. Die Geschäftsführung ist bereits im Sommer umgezogen. Die Mitarbeiter bleiben künftig dauerhaft in der Hofmannstraße 27, dort befindet sich auch das BAföG-Amt.

Das neue "WERKsGärtla"

Das neue "WERKsGärtla".

Das Bayerische Wissenschaftssministerium zahlt 10,8 Millionen Euro für die Sanierung, die insgesamt rund 15 Millionen Euro kosten wird.
Am Freitag gingen die Studenten Andreas Dotzler und Tobias Meißner als letzte Gäste durch die Kasse der alten Mensa. Der Leiter der Hochschulgastronomie, Mathias Meyer, schenkte ihnen einen tragbaren Campingstuhl, damit sie auch währen des Umbaus immer einen Sitzplatz haben. cm

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Selbstversuch mit der FAUcard

Früher herrschte Chaos im Geldbeutel: gleich vier Karten brauchten die Studenten der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU), um den Unialltag zu bewältigen. Jetzt soll mit einer einzigen Karte alles möglich sein. Unsere Reporterin Franziska Baur hat den neuen Alles-Könner ausprobiert.

Ausgerüstet mit dem neuen Studentenausweis der FAU, der FAUcard, mache ich mich heute auf den Weg, um die multifunktionalen Fähigkeiten der Chipkarte auszutesten.

Die Hochschule hat angekündigt, dass die ab dem Wintersemester 2011/2012 eingeführte Karte, das Studentenleben erleichtern soll. Mal sehen wie es in der Praxis aussieht.

Als erstes marschiere ich in das zentrale Gebäude der Uni-Bibliothek in Erlangen. Problemlos entdecke ich einen grauen Automaten, der mir verdächtig nach einem neuen Karten-Aufwertungsautomaten aussieht. Daneben steht ein weiteres, mir unbekanntes, Gerät. Umkodierungsstation steht auf dem Display. Ich stecke meine neue Karte in den Aufladeautomaten – mal sehen was passiert. Nach einem pixeligen „Herzlich Willkommen“, fordert der Automat mich direkt auf ihm Geld zu gehen. Ich schiebe fünf Euro in den rot blinkenden Schlitz – mein Guthaben ist aufgeladen. Soweit läuft alles wie gehabt.

Studentenwerk hilft bei der Umstellung

Mittlerweile hat sich neben mir ein älterer Mann eingefunden, der mir interessiert über die Schulter schaut und die Umkodierungsstation inspiziert. „Haben Sie ihre Karte schon umkodiert?“, fragt er mich. Ich verneine, ich weiß ja noch nicht einmal was das bedeutet, denke ich mir. Er erzählt stolz, er habe seine Mensakarte bereits „migriert“. Meine Verwirrung wächst. Was bitte ist migrieren? Mit vielen Fragen im Kopf, gehe ich in den ersten Stock. Wenn ich meine Post richtig gelesen haben, muss ich nicht nur die neue Karte aufladen, sondern auch meine alte Kopier-, die Mensa- und die Bibliothekskarte abgeben.

Die Frau am Informationsschalter erkennt sofort was ich will, als sie mich in meinem Geldbeutel kramen sieht. Freundlich nimmt sie meinen Bibliotheksausweis entgegen und bittet mich darum, meine Identifikationsnummer hinten auf der neuen FAUcard mit der auf meinem Bibliotheksausweis zu vergleichen. Alles korrekt. Nach diesem letzten Dienst wird der alte Ausweis mit der Schere zerschnitten und entsorgt. Das wäre erledigt. Da es langsam Mittagszeit ist und mein Magen rumort, mache ich mich auf in Richtung Mensa.

Gleich im Eingangsbereich kleben viele gelbe Plakate, die mir erklären, wie die FAUcard funktioniert und wer seine alte Karte behalten darf. Zusätzlich stehen Helfer des Studentenwerks neben den Aufladestationen. Sie erklären jedem Einzelnen, der sich nicht gleich zurechtfindet, wie die Umstellung funktioniert und was zu tun ist. Auch auf Fehlermeldungen an den Geräten sind die Helfer vorbereitet.

Ich gehe weiter ans Buffet. An der Kasse erkundige ich mich, mit welcher Karte ich nun zahle sollte. Die blonde Kassiererin mit dem roten Hütchen erklärt mir freundlich, dass ich prinzipiell noch mit beiden Karten zahlen könne – mit der alten, gelben oder mit der neuen FAUcard. Nur migrieren müsste ich meine alte Mensakarte, erklärt sie mir, um sie weiterhin benutzen zu können. Sie weist auf einen Automaten hinter mir am Treppenaufgang. Aha, jetzt weiß ich, wofür das Gerät ist, das ich bereits in der Bibliothek gesehen habe. „Migrieren“ bedeutet soviel wie umkodieren. Weshalb es dafür zwei Ausdrücke gibt – keine Ahnung. Damit wird die alte Karte dem neuen System angepasst. Um zu bezahlen, lege ich meine neue FAUcard auf das Magnetfeld an der Kasse. Prima, sie funktioniert. Bei einem Mann hinter mir in der Schlange scheint es jedoch Schwierigkeiten zu geben, er hat das Migrieren vergessen. Davon lässt sich die Kassiererin jedoch nicht aus der Ruhe bringen, kurzerhand geht sie selbst zum Automaten und erledigt das. Bei den meisten, scheint das Umkodieren, Migrieren oder Aufladen jedoch gut geklappt zu haben. Nur wenige bleiben an der Kasse mit ihrer Mensakarte hängen. Um meinen Geldbeutel von der überflüssigen Kartenflut zu befreien, gebe ich nach dem Essen meine gelbe Mensakarte zurück. Das restliche Guthaben und das Kartenpfand kann ich mir direkt auf die neue Karte laden lassen.

Von vier Karten habe ich nun noch eine übrig, die ich zurückgeben muss – meine Kopierkarte. Wenn ich das geschafft habe, ist bei mir die Umstellung auf die FAUcard abgeschlossen. Durch die Plakate und das Zusatzpersonal des Studentenwerks habe ich mich gut zurechtgefunden. Die Karte hält, was ihre Entwickler versprochen haben. Sie vereinfacht meinen studentischen Alltag. Egal ob am Kopierer, in der Mensa oder der Bibliothek. In Zukunft genügt es, nach einer Karte im Gelbeutel zu kramen.

Uni trumpft mit neuer Karte auf

Wenn einem beim abendli­chen Kneipenbesuch der Gesprächsstoff ausgeht, beschäf­tigt man sich oft mit Dingen, die da so auf dem Tisch liegen: Man spielt mit dem Bierdeckel, bewun­dert das neue Handy des Zech­kumpans oder kramt im Geldbeu­tel – im eigenen wie im fremden.
Für Studenten der Uni Erlan­gen ist das oft eine peinliche Si­tuation, wenn das Gegenüber ei­nen knittrigen, unsauber ausge­schnittenen Papierfetzen aus dem Portmonee zieht und fragt: „Was ist das denn?“ Das ist der Mo­ment, in dem du als FAU-Studi versuchen musst, gegen die Scha­mesröte anzukämpfen, die dir ins Gesicht schießt – vergeblich, wie unten in der „Ringvorlesung“ er­klärt wird. Stammelnd muss man zugeben: „Das ist unser Studen­tenausweis.“


Fünf Funktionen auf einem Plastikstück

Doch damit soll bald Schluss sein, denn die Uni will – nachdem solche Planungen bereits seit Jah­ren im Schwange sind – nun auch das einführen, was anderswo längst Usus ist: Studentenaus­weis, Mensakarte, Bibliotheksaus­weis, Kopierkarte und Zugangsbe­rechtigung für die Schließanlage – all das wird künftig auf einem einzigen Stück Plastik vereint.
Bereits im Wintersemester, wenn die FAU dank doppeltem Abiturjahrgang vermutlich über 30000 Eingeschriebene zählt, sol­len die Karten – Arbeitstitel „Ei­ne Karte für alles“ – ausgegeben werden. Den Auftrag mit einem beachtlichen Investitionsvolu­men von einer Million Euro hat die Uni an eine niederländische Firma vergeben, die vor einem Jahr ein ähnliches System in Hei­delberg eingeführt hat.
Vor allem für das Studenten­werk mit seinen „Verpflegungsbe­trieben“ – wie man dort die acht Mensen, elf Cafeterien und vier Espresso-Bars nennt – wird die „Eine-für-alles-Karte“ eine wich­tige Neuerung werden. In Erlan­gen und Nürnberg müssen alleine 150 Kassen, Aufwerter und Auto­maten umgerüstet werden – vor­erst nur in den beiden genannten Städten. Eichstätt, Ingolstadt und Ansbach, die ebenfalls an das „Erlanger“ Studentenwerk ange­schlossen sind, sollen „in den nächsten Jahren“ ebenfalls einge­bunden werden. Studenten anderer Hochschu­len, etwa die Nürnberger Ohm-Studenten, können übrigens mit ihren bisherigen Karten weiter­hin ihr Mensa-Essen bezahlen. Apropos Ohm: Dort gibt es einen multifunktionalen Studentenaus­weis bereits seit einem Jahr.

Florian Heider

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Musik in der Mensa

pic-tgif01Ein Student tänzelt durchs Foyer. Zwei Studentinnen werfen den Gitarristen im Vor­übergehen ein Lächeln zu. Viele verdrehen den Kopf, um zu sehen, weshalb zwei junge Männer im Foyer des Studentenhauses auf der Insel Schütt Verstärker und Notenständer aufgebaut haben.

Immer freitags von 12 bis 14 Uhr klingt Musik durch die Nürn­berger Mensa. „Thank God It’s Friday – Chill Out ins Wochen­ende“ heißt der Titel der Mini-Konzertreihe, die das Studenten­werk seinen Gästen bietet. An diesem Freitag stammen die Klänge von Jonathan Schmid und Heinz Christian Oetken, Studen­ten der Nürnberger Musikhoch­schule. Das Gitarren-Duo spielt heute Jazz-Stücke. Doch das Publikum bleibt aus. Zwar setz­ten sich immer wieder einzelne auf die kleine Tribüne mit den drei Holzstufen gegenüber den Gitarristen. Doch der eine liest ein Buch, die andere drückt auf ihrem Handy herum, der dritte hat sogar die Stöpsel seines MP3-Players in den Ohren, um seine eigene Musik zu hören.

Jazz zu Fisch mit Reis

„Das Foyer ist leider nicht so gut zum Spielen geeignet“, sagt Jonathan Schmid. „Im Dezember haben wir in der Erlanger Mensa gespielt“, sagt Heinz Christian Oetken. „Da saßen wir mitten im Essensraum, die Leute waren dabei und applaudierten.“ In Nürnberg klatscht keiner. Dabei ist die an das Foyer angren­zende Mensa gut zur Hälfte gefüllt. Und den Leuten gefällt die Musik.

„Ich finde es sehr schön“, sagt Klaus Oeckler, Dok­torand an der Uni Erlangen, der gerade Fisch mit Reis isst. „Der Applaus bleibt aus, weil die Leute hier Messer und Gabel in Händen halten.“ Ebenfalls „supertoll“, gefällt Honza aus Tchechien die Musik in der Mensa. „Ich liebe Jazz“, sagt der Austauschstudent. „Deshalb haben meine Kumpel und ich heute zwei Runden Kicker im Foyer gespielt.“

Christina Merkel

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Betreten verboten

FHZur Lern- und Prüfungszeit verwandeln sich Nürnbergs Hochschulen in einen Schilder­wald. „Bis 16 Uhr ist der Aufent­halt in den Gängen der dritten und vierten Etage nur Personen gestattet, die am Prüfungsgesche­hen der Fakultät beteiligt sind. Die Prüfungskommission.“ Beste Bedingungen für die Studieren­den, die sich gerade noch nervös auf der Treppe tummeln und gleich das gepaukte Wissen zu Papier bringen müssen. Niemand soll sie stören.

LerninselDamit sich Professoren und Stu­dierende der Rechts- und Wirt­schaftswissenschaftlichen Fakul­tät nicht gegenseitig stören, gibt es genaue Regeln. Sie stehen auf Schildern an den Wänden der sogenannten „Stillen Lernin­seln“. Studenten sollen in den Gängen in Ruhe büffeln, in den angrenzenden Zimmern arbeiten die Lehrstühle. „Sprechen Sie leise“, lautet der schriftliche Hin­weis. „Das schont ihre Stimmbän­der. Und unsere Ohren!“ Insge­samt fünf „hilfreiche“ Tipps ste­hen da. „Dass zu viel Lernen Schä­den verursacht, ist uns bewusst“, steht darüber.

mensaÜberhaupt nicht lernen dürfen die Studenten daher in der Mensa Regensburger Straße. Nur zu ihrem besten. Nicht, dass ihnen der Stoff den Appetit verdirbt.

Christina Merkel

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Männer lieben Mensa-Essen

CurrywurstFree flow – freie Wahl statt Stammessen vom Fließband. In der Mensa auf der Insel Schütt der Uni Erlangen-Nürnberg gibt es das schon. Im Studentenwerk Göttingen öffnete jetzt die größte „Free flow“-Mensa Deutsch­lands. Mit 23 Themenstationen, Front-Cooking, Wok, Grill, vege­tarischen Angeboten, Suppen, Eintöpfen, Salat- und Dessertbuf­fet.

Einer abwechslungsreichen und gesunden Ernährung wäh­rend des Studentendaseins steht bei so einem Angebot demnach nichts mehr im Wege. Und güns­tig ist die Mensa auch – für rund drei Euro kann man sich schon satt essen.

Die Vorzüge der Mensa werden gut genutzt. So gab das Deutsche Studentenwerk (DSW) kürzlich bekannt, dass im Laufe einer Woche rund 83 Prozent der Stu­denten mindestens einmal die Mensa oder eine Cafeteria der Studentwerke besuchen, 40 Pro­zent der Studierenden essen sogar mindestens drei mal pro Woche dort.

Die waschechten Mensa-Esser sind dabei die angehenden Inge­nieure mit einem Anteil von 49 Prozent, gefolgt von Mathemati­kern und Naturwissenschaftlern mit 48 Prozent und Medizinern mit 47 Prozent.

Schnitzel und Pommes vorn

Unter den Studenten, denen nach der Vorlesung der Magen in Richtung Mensa knurrt, sind mit 49 Prozent Männer die Hauptbe­sucher. 70 Prozent der Frauen gehen nach einem stressigen Vor­mittag an der Uni anderweitig auf Nahrungssuche oder kochen selbst, nur 30 Prozent der Mensa­Stammgäste sind weiblich.

Bei der Auswahl der Lieblings­menüs sind die Studenten im All­gemeinen nicht wählerisch und bedienen tatsächlich das Klischee vom Hang zu schnellem, kalorien­haltigem Essen: in Deutschlands Uni-Kantinen sind Schnitzel und Pommes besonders beliebt. Jedes Jahr werden dort rund 11,7 Millio­nen Schnitzel und 2,7 Millionen Kilogramm Pommes frites zube­reitet, rechnete das DSW aus. Die nachfolgenden Plätze belegen Nudeln, Currywurst, Salat, Fisch & Co. Unter den Getränken ist bei den angehenden Akademikern Kaffee besonders gefragt: davon trinken sie laut DSW-Angaben rund zehn Millionen Liter pro Jahr.

Bundesweit gibt es 740 Mensen und Cafeterien, die allesamt rund 85 Millionen Mahlzeiten jährlich zubereiten.

Daniela Kaiser

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Aller Anfang ist schwer

Von Julius Brockmann

studienbeginn.JPGWas ist ein «Proseminar», wie sollte ein «Paper» am besten aussehen, muss ich mich ummelden und warum spült mein Mitbewohner nie ab? Viele Fragen kommen den Erstsemestern während der nächsten Zeit in Erlangen und Nürnberg in den Sinn.

Dank der Bachelor-Studiengänge entfällt für die meisten ein aufwändiges Stundenplanerstellen, wie es Diplomer und Magisteranwärter zum Beginn ihres Studiums stets hatten. Doch trotzdem: Neue Stadt, neue Leute, ein ganz neuer Lebensabschnitt beginnt momentan für die vielen jungen Menschen an Bayerns zweitgrößter Uni. Wer fürchtet, dem Ganzen nicht gewachsen zu sein, sollte immer im Hinterkopf behalten, dass er auch das Abitur gut gemeistert hat und nicht alles von Anfang an wie am Schnürchen laufen kann.

Schritt für Schritt ins Unileben

Zunächst einmal ist es wichtig, wenn man von außerhalb kommt, nicht jedes Wochenende nach Hause zu fahren. So verpasst man den Anschluss. Gerade in den ersten Monaten bilden sich Freundschaften und Beziehungen, die meist über das gesamte Studium und darüber hinaus bestehen. Deshalb sollte man jede sich bietende Möglichkeit nutzen und den Partymarathon starten.Wer Geselligkeit mag und Sauberkeit nicht so eng sieht, sollte auf jeden Fall in eine Wohngemeinschaft ziehen. Gerade in Erlangen spart man so viel Geld und lernt gleich ein paar Leute kennen.

Allgemein gilt es cool zu bleiben und Ummeldung, GEZ und Co. schrittweise anzugehen. Morgen ist ja auch noch ein Tag. Wichtiger ist es zunächst, sich sein Zimmer schön einzurichten und die Einführungsveranstaltungen seines Studienganges mitzumachen. Auch kann eine Bibliotheksführung nicht schaden.

Wer es bis jetzt noch nicht getan hat, sollte auch einen BAföG-Antrag stellen. Die Bearbeitung dauert meist Monate, erstes Geld bekommt der Studi nicht sofort zu sehen. Aber wer gelassen an die auf ihn zukommenden Herausforderungen herangeht und offen für Neues ist, wird sich im doch recht eigenen Unibetrieb schnell wohlfühlen.

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