Training für mehr Tapferkeit im Job

Mit mehr als einer Million Euro fördert die Bundesregierung das Projekt „Resilire“ an der Uni Erlangen-Nürnberg. Die Wissenschaftler entwickeln darin ein Training, die Arbeitnehmer weniger anfällig für psychische Belastungen im Beruf machen sollen. Das ist nicht grundsätzlich falsch, immerhin sind erste  Ergebnisse durchaus positiv und versprechen Vorteile für Arbeitnehmer und Arbeitgeber. Am Kern des Problems geht die Maßnahme jedoch weit vorbei. weiter lesen

Hochschulwahl: Viele Fragezeichen und ein paar Kreuzchen

Einmal im Jahr bittet die Uni ihre Studenten an die Wahlurnen – doch nur wenige unter ihnen wissen, um was es bei den Hochschulwahlen wirklich geht. Die Folge: unglaublich niedrige Wahlbeteiligungen, meist nur knapp über zehn Prozent. Eine funktionierende Demokratie sieht anders aus. Sind Studenten wirklich so politikverdrossen? weiter lesen

Ab ins kalte Wasser – vom Hörsaal ins Büro

Für viele von uns ist das Praxissemester eine der letzten Hürden vor dem Bachelorabschluss. Im Idealfall sind die schlimmsten Prüfungen vorher bestanden und die längsten Hausarbeiten abgegeben. Ist das Praxissemester also nur dazu da, ein wenig Zeit zu schinden, oder hilft es wirklich beim Berufseinstieg? weiter lesen

Facebook-Fasten fast geschafft

Ich gebe zu: Ich bin Facebook-abhängig. Ich schaue nicht nur einmal am Tag auf Facebook, um die wichtigsten Neuigkeiten mitzukriegen, sondern ich verfalle viel zu häufig dem hirnlosen Scrollen in meinem bodenlosen Newsfeed. Und ja, das kann auch seine guten Seiten haben. Ab und zu schiebt sich dann doch eine interessante Veranstaltung, ein cooles Praktikum, oder die Verlobung einer entfernt Bekannten vorbei. Und ich stoße immer wieder auf Artikel, die mich interessieren. Trotzdem – ich hasse es, weiter lesen

„Alex“ – ein Wohnheim mit Herz macht zu

Billiger Alkohol, versiffte Sofas…“, so werde ich in einem Online-Portal beschrieben. „Wie man hier ernsthaft wohnen kann, bleibt mir ein Rätsel.“

Gestatten, mein Name ist Alex, genauer gesagt Alexandrinum. Ich wurde 1952 erbaut und bin somit das älteste Wohnheim in Erlangen. Deswegen ist meine Aufteilung auch noch sehr klassisch, Jungs und Mädels wohnen strikt voneinander getrennt – Westbau für die Herren und Ostbau für die Damen. Na gut, ganz so streng ist die Trennung dann doch nicht, da ständig ein reger Austausch über den „Walk of Shame“, die Verbindungsbrücke der beiden Flügel, herrscht. weiter lesen

Der Druck kommt von allen Seiten

ARCHIV - Ein junger Mann sitzt am 29.01.2014 in einer Bibliothek der Universität Potsdam. Foto: Ralf Hirschberger/dpa (zu dpa "Umfrage: Gut die Hälfte der Studenten fühlt sich massiv unter Stress" vom 11.10.2016) +++(c) dpa - Bildfunk+++

Immer mehr Studenten leiden unter psychischen Problemen. Daran ist aber nicht allein die Bologna-Reform schuld. Der Druck kommt von allen Seiten.

Das Bachelor-Master-System hat die Studienbedingungen verschärft: Anwesenheitspflicht, mehr Leistungsnachweise, weniger Wiederholungsmöglichkeiten. Das trägt dazu bei, dass sich junge Menschen immer seltener in der Lage fühlen, das Studium ohne Hilfe zu bewältigen. Trotzdem ist die Lage an den Hochschulen nur ein Symptom einer gefährlichen gesamtgesellschaftlichen Entwicklung, die alle Lebensbereiche erfasst hat, von der Krabbelgruppe bis zur Promotion. weiter lesen

Der lange Weg zum großen Traum

crewfotoAm Anfang ist es eine Idee, die man vielleicht schnell wieder wegschiebt, weil sie zu unrealistisch klingt. Dann wird daraus ein Wunsch. Und schlussendlich entsteht der eine ganz große Traum. Jeder hat seinen eigenen. Ob es nun das erste Auto ist oder die Weltreise. Oft steht aber das gemeine Geldproblem zwischen einem und der Erfüllung.

Auch bei Jens, Simon und Basti, drei Studenten aus Nürnberg, fing alles mit einer Idee an. Die drei hatten sich schon in ihrer Kindheit in einem Segelclub kennengelernt und waren seitdem eng befreundet. Eineinhalb Jahre teilten sie den Wunsch, für zwölf Monate durch die Karibik zu segeln. Die Idee kam von Jens, der schon einmal ein Schiff für jemand anderen über den Atlantik gebracht hatte. Bei dieser Überführung stand er allerdings unter Zeitdruck und hatte keine Gelegenheit etwas anzuschauen. weiter lesen

Social Life und Social Media in Kalifornien

johannafresnoMittlerweile fühlt sich mein Leben in Kalifornien wie Alltag an. Die Uni erfordert hier, wie erwartet, viel mehr Zeitaufwand als zu Hause. Eine Menge Fleißarbeit und das stressige Gefühl, das Uni-Online-Portal beständig nach neuen Aufgaben durchforsten zu müssen, sind meine stetigen Begleiter. Aber ich habe nun so langsam das Gefühl, das System zu überblicken und alles auf dem Schirm zu haben.

Für meinen Public-Relations-Kurs muss ich mindestens 17 Stunden Öffentlichkeitsarbeit in einer Organisation oder PR-Agentur leisten. Ich habe mich bei der Universität selbst beworben, beim University Communications Office, und eine Zusage bekommen. Den Instagram-Account der Fresno State kenne ich schon, ich bin aber gespannt, was die Universität noch im Bereich Kommunikation leistet. An meinem ersten Arbeitstag lerne ich meine Chefin Jenny Toste kennen. Sie leitet die Social-Media-Kanäle. Facebook, Twitter, Periscope, Instagram und Snapchat – die Universität ist überall aktiv. Ich bin ab jetzt dafür zuständig, Instagram und Snapchat zu bespielen. Ich werde direkt zum nächsten Footballspiel eingeladen, bekomme einen Field-Access-Pass und dokumentiere alles mit der Video-App Periscope. Außerdem darf ich mit dem Uni-Maskottchen posieren – einer lebendigen Bulldogge. Die Arbeit bringt sehr viel Spaß! weiter lesen

Arbeitsmarathon in Amerika

die-erste-woche-uni_bild_joDie Orientierungstage sind absolviert und meine Kurse an der California State University Fresno beginnen. Ich bin aufgeregt! Ich habe vier Kurse gewählt. Das entspricht zwölf Units und damit 20 Leistungspunkten in Deutschland. Für mein Studium in Deutschland fehlen mir zwar nur noch drei Kurse, für das Visum sind allerdings vier vorgeschrieben. Deshalb habe ich als Zusatz noch Pilates gewählt, wovon ich mir etwas Entspannung erhoffe.

Dienstagmorgen, 8 Uhr. Ich habe „Mass Communication and Society“. Sofort steht Gruppenarbeit mit anschließendem Präsentieren auf dem Plan. Ich bin die einzige internationale Studentin hier. Das sollte meinem Englisch gut tun. Die Dozentin gibt zu verstehen, dass wir jede Stunde „activities“ machen, da sie der Meinung ist, wir lernen nur, wenn wir den Stoff anwenden. Ich fühle mich etwas in meine Schulzeit zurück versetzt. Allein in diesem Kurs muss ich in einem Semester zwei Klausuren und zwei Hausarbeiten schreiben und habe dazu noch regelmäßige Hausaufgaben. Nach einer Stunde und 45 Minuten ist der Kurs vorbei und ich gehe für meine Pause in die Bibliothek. weiter lesen

Liebe Erstis, das Studium ist zum Feiern da

Erlangen: Etliche Tausend Erstsemester fanden sich zur Begrüßung in der Ladeshalle ein, wo sie auch diverse Gimmicks und natürlich die blaue FAU-Umhängetasche abgreifen konnten. In Foyer, Kleinem und Großem Saal informierten zahlreiche Initiativen, Hochschuleinrichtungen und die Studiernden Vertretung an Ständen, die dicht umlagert waren (sofern es wenigstens Kugelschreiber oder Süßigkeiten umsonst gab). Die offizielle Begrüßung übernahm in Vertretung von Unichef Grüske Vizepräsidentin Antje Kley, für die Stadt Erlangen sprach OB Florian Jannik, die Stadt Nürnberg schickte keinen Vertreter. 16.10.2014. Foto: Harald Sippel

Liebe Erstis,

ich muss euch jetzt wirklich mal schimpfen. Viele von euch sind am Anfang ihres Studiums pflichtbewusster als so manche Zofe im Mittelalter. Ihr geht immer brav in jede Vorlesung, hört aufmerksam zu, schreibt mit und bekommt sofort Panik, wenn das Wort “Prüfung” oder “Hausarbeit” fällt. Ich war in den ersten beiden Semestern genauso. Als alter Hase im 6. Semester ärgere ich mich aber mittlerweile über meinen streberhaften Übereifer.

Natürlich haben Oma, Opa, Tante, Mama, Papa und die neugierige Nachbarin Recht: Das Studium ist wichtig für das spätere Berufsleben. Aber lasst euch von mir auch etwas sagen: Bis es soweit ist, vergeht sehr viel Zeit. Und in dieser Zeit muss ein Student Dinge tun, die eben nur ein Student tun kann. Natürlich habt ihr auch schon in eurer Schulzeit die ein oder andere Party gefeiert und das ein oder andere Schlückchen Alkohol getrunken. weiter lesen