Erste Vorlesung in Kairo, typisch deutsch: Ich bin zu früh da.

Morgens halb 10 in Kairo. Ich trinke einen Tee mit Mohammed, dem Hausmeister, im vierten Stock der Cairo University. Er bietet mir ein traditionelles ägyptisches Frühstück mit Bohnen und Falafel an, aber das ist mir so früh am Morgen dann doch etwas zu deftig. Ich bin wie immer viel zu früh in der Uni. Mein erstes Seminar fängt erst um 10 Uhr an, aber wegen des ständigen Verkehrs fahre ich lieber immer rechtzeitig los. Die Zeit vertreibe ich mir dann meistens mit Mohammed, der auch nicht viel zu tun hat und mir Bilder von allen Studenten zeigt, die er kennt, also praktisch jedem an der Fakultät. weiter lesen

Eine Liebeserklärung an Fleischfresser in der Mensa

Kennt ihr diese Menschen, die jedem Veganer erstmal Fleisch zum Essen anbieten? Nicht aus Versehen, sondern mit Absicht. Diese Menschen, die jedem Veganer erzählen, dass nichts über ein gutes Schnitzel geht und sie schon alleine aus Protest nie auf Fleisch verzichten würden? Ich kenne solche Menschen, sogar sehr gut – denn ich bin einer von ihnen!
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Ankommen in der Fremde – ein Auslandssemester in Ägypten

Sabrina Ahmed studiert an der Friedrich-Alexander-Universität in Erlangen Politik und Orientalistik. Vor allem um ihre Sprachkenntnisse in Arabisch zu verbessern, verbrachte die 22-Jährige ihr Auslandssemester in Ägypten an der Cairo University und lebte sieben Monate in der Hauptstadt Kairo. Von ihren Erfahrungen schreibt sie hier.

„Ist es dort nicht gefährlich? So ganz allein und dann noch als Mädchen?“ „Hast du denn keine Angst dorthin zu fahren?“ weiter lesen

Training für mehr Tapferkeit im Job

Mit mehr als einer Million Euro fördert die Bundesregierung das Projekt „Resilire“ an der Uni Erlangen-Nürnberg. Die Wissenschaftler entwickeln darin ein Training, die Arbeitnehmer weniger anfällig für psychische Belastungen im Beruf machen sollen. Das ist nicht grundsätzlich falsch, immerhin sind erste  Ergebnisse durchaus positiv und versprechen Vorteile für Arbeitnehmer und Arbeitgeber. Am Kern des Problems geht die Maßnahme jedoch weit vorbei. weiter lesen

Hochschulwahl: Viele Fragezeichen und ein paar Kreuzchen

Einmal im Jahr bittet die Uni ihre Studenten an die Wahlurnen – doch nur wenige unter ihnen wissen, um was es bei den Hochschulwahlen wirklich geht. Die Folge: unglaublich niedrige Wahlbeteiligungen, meist nur knapp über zehn Prozent. Eine funktionierende Demokratie sieht anders aus. Sind Studenten wirklich so politikverdrossen? weiter lesen

Ab ins kalte Wasser – vom Hörsaal ins Büro

Für viele von uns ist das Praxissemester eine der letzten Hürden vor dem Bachelorabschluss. Im Idealfall sind die schlimmsten Prüfungen vorher bestanden und die längsten Hausarbeiten abgegeben. Ist das Praxissemester also nur dazu da, ein wenig Zeit zu schinden, oder hilft es wirklich beim Berufseinstieg? weiter lesen

Facebook-Fasten fast geschafft

Ich gebe zu: Ich bin Facebook-abhängig. Ich schaue nicht nur einmal am Tag auf Facebook, um die wichtigsten Neuigkeiten mitzukriegen, sondern ich verfalle viel zu häufig dem hirnlosen Scrollen in meinem bodenlosen Newsfeed. Und ja, das kann auch seine guten Seiten haben. Ab und zu schiebt sich dann doch eine interessante Veranstaltung, ein cooles Praktikum, oder die Verlobung einer entfernt Bekannten vorbei. Und ich stoße immer wieder auf Artikel, die mich interessieren. Trotzdem – ich hasse es, weiter lesen

„Alex“ – ein Wohnheim mit Herz macht zu

Billiger Alkohol, versiffte Sofas…“, so werde ich in einem Online-Portal beschrieben. „Wie man hier ernsthaft wohnen kann, bleibt mir ein Rätsel.“

Gestatten, mein Name ist Alex, genauer gesagt Alexandrinum. Ich wurde 1952 erbaut und bin somit das älteste Wohnheim in Erlangen. Deswegen ist meine Aufteilung auch noch sehr klassisch, Jungs und Mädels wohnen strikt voneinander getrennt – Westbau für die Herren und Ostbau für die Damen. Na gut, ganz so streng ist die Trennung dann doch nicht, da ständig ein reger Austausch über den „Walk of Shame“, die Verbindungsbrücke der beiden Flügel, herrscht. weiter lesen

Der Druck kommt von allen Seiten

ARCHIV - Ein junger Mann sitzt am 29.01.2014 in einer Bibliothek der Universität Potsdam. Foto: Ralf Hirschberger/dpa (zu dpa "Umfrage: Gut die Hälfte der Studenten fühlt sich massiv unter Stress" vom 11.10.2016) +++(c) dpa - Bildfunk+++

Immer mehr Studenten leiden unter psychischen Problemen. Daran ist aber nicht allein die Bologna-Reform schuld. Der Druck kommt von allen Seiten.

Das Bachelor-Master-System hat die Studienbedingungen verschärft: Anwesenheitspflicht, mehr Leistungsnachweise, weniger Wiederholungsmöglichkeiten. Das trägt dazu bei, dass sich junge Menschen immer seltener in der Lage fühlen, das Studium ohne Hilfe zu bewältigen. Trotzdem ist die Lage an den Hochschulen nur ein Symptom einer gefährlichen gesamtgesellschaftlichen Entwicklung, die alle Lebensbereiche erfasst hat, von der Krabbelgruppe bis zur Promotion. weiter lesen

Der lange Weg zum großen Traum

crewfotoAm Anfang ist es eine Idee, die man vielleicht schnell wieder wegschiebt, weil sie zu unrealistisch klingt. Dann wird daraus ein Wunsch. Und schlussendlich entsteht der eine ganz große Traum. Jeder hat seinen eigenen. Ob es nun das erste Auto ist oder die Weltreise. Oft steht aber das gemeine Geldproblem zwischen einem und der Erfüllung.

Auch bei Jens, Simon und Basti, drei Studenten aus Nürnberg, fing alles mit einer Idee an. Die drei hatten sich schon in ihrer Kindheit in einem Segelclub kennengelernt und waren seitdem eng befreundet. Eineinhalb Jahre teilten sie den Wunsch, für zwölf Monate durch die Karibik zu segeln. Die Idee kam von Jens, der schon einmal ein Schiff für jemand anderen über den Atlantik gebracht hatte. Bei dieser Überführung stand er allerdings unter Zeitdruck und hatte keine Gelegenheit etwas anzuschauen. weiter lesen