Orchideenfächer – nur nutzlose Zierpflanzen?

Freizeit und Touristik Messe 2009 in Nürnberg. Im Bild: Themenpark JAPAN. HIER: Orchidee Foto: Uwe Niklas 01.03.09

Orchideen sind wunderschöne Pflanzen. Allerdings brauchen sie viel Pflege und haben dafür absolut keinen Nutzen. Sie sind eben reine Luxuszierpflanzen. Diese Eigenschaften auf sogenannte Orchideenfächer zu übertragen, bedeutet: Sie bringen nichts aber machen viel Arbeit. Universitäten verstehen unter Orchideen Studienfächer, die ungewöhnlich und daher selten sind und nur von wenigen Studenten belegt werden.

Mein Studienfach, Orientalistik, gehört auch dazu. Egal, wo ich auftauche, die Leute können sich meistens nicht, vorstellen, was ich mache. Und wenn ich dann erkläre, dass ich Arabisch lerne und Vorlesungen zu den Kulturen und Religionen des Orients besuche, kommt schon der nächste unverständliche Blick: „Ja, und was machst du dann damit später mal?“

Die meisten Leute wollen in diesen Momenten wohl einfach nur Konversation betreiben oder ihnen ist wirklich nicht klar, dass diese kleinen Fächer oft eine extrem wichtige Rolle haben. Zum Beispiel waren nach dem 11. September Islamwissenschaftler und Orientalisten so gefragt wie noch nie. Und die Hand voll Europäer, die Arabisch sprechen kann, schwimmt in Zeiten der Flüchtlingsflut nur so in Jobangeboten. Da kann ich dann zu Fragen wie, „Und warum machst du nicht einfach Spanisch oder Französisch?“, auch nur noch die Augen rollen.

Das liegt doch auf der Hand, dass ich mit diesen Sprachen, die so ziemlich jeder in der Schule gelernt hat, nicht besonders weit kommen werde. Klar, im Lebenslauf machen sie sich bestimmt nicht schlecht, aber wer mit Chinesisch, Hebräisch oder Arabisch punktet, macht sich doch gleich zehn Mal interessanter.

Also, wenn ihr das nächste Mal bei einer Party jemanden trefft, der kein 08/15-Fach studiert, bei dem die Berufsrichtung automatisch vorgegeben ist, dann antwortet doch einfach: „Wow, das klingt ja echt interessant!“ Denn dieser Person stehen wahrscheinlich viele Türen offen, dadurch, dass sie etwas Ungewöhnliches macht und in ihrem Fach ein Experte ist.

Sabrina Ahmed

Erlanger Uni-Bier für koreanische "Einheitsfeier"

Wenn die Deutsche Botschaft im südkoreanischen Seoul am 3. Oktober den Tag der Deutschen Einheit feiert, wird dort freilich auch mit Bier angestoßen. Das Besondere: Der Gerstensaft kommt aus Erlangen, genauer gesagt: vom Lehrstuhl für Bioverfahrenstechnik der
Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU).

Dort steht Bierbrauen nämlich auf dem Lehrplan. Die Studenten lernen das Brauverfahren von Anfang bis Ende kennen – erst in der Theorie, danach setzen sie alles in die Praxis um. Die Universität hat vor einigen Jahren eine Brau-Anlage für knapp 15000 Euro angeschafft. Mit der wird jetzt einmal im Semester gebraut. Das Besondere ist, dass die Studenten am Brautag die ganze Zeit den Prozess beobachten und immer wieder nachsteuern müssen, damit am Schluss ein genießbares Produkt herauskommt. Wenn die Kessel und Pfannen mit schweren Schläuchen verbunden und zig Liter hin- und hergepumpt werden müssen, ist das auch mit viel Handarbeit verbunden.

Normalerweise lassen sich die Studenten das selbstgebraute Bier zusammen mit Kommilitonen am Sommerfest des Instituts schmecken – in diesem Herbst ist es ihnen aber eine Ehre, ihren Gerstensaft zur Einheitsfeier nach Korea zu verschenken.

fbh

Infos für Schüler: Was kann ich wo studieren?

Schüler, die kurz vor dem Abschluss stehen und noch nicht wissen, was ihnen denn als Studienfach so taugen könnte, sollten kommende Woche die Chance nutzen und sich direkt vor Ort alle Infos holen: Die Georg-Simon-Ohm-Hochschule, die Fachhochschule, die inzwischen als Technische Hochschule (TH) firmiert, und die Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) laden zu ihren Studien-Infotagen ein und geben Studieninteressierten die Möglichkeit, Studiengänge, Dozenten, Gebäude, Mensa und alles kennenzulernen, was so zum Studentenleben dazugehört – außer Kneipen vielleicht…

Die Ohm-TH startet am Mittwoch, 25. September, und am Donnerstag jeweils zur schülerfreundlichen Zeit um 9.30 Uhr. (Die Schüler, die es betrifft, bekommen dafür extra ein paar Tage schulfrei, damit sie sich informieren können.) An beiden Tagen werden bis 15 Uhr alle Fakultäten und Studiengänge vorgestellt, die meisten davon sogar an beiden Tagen und/oder mehrmals.

Die Uni fängt sogar schon am Dienstag an und präsentiert sich insgesamt drei Tage lang an mehreren Standorten in Erlangen und Nürnberg. Vom Lehramt über BWL, Geisteswissenschaften und Jura bis zu Ingenieurwesen und Naturwissenschaften ist alles dabei.

Wer mit dem Gedanken spielt, an einem oder mehreren Tagen den Hochschulen einen Besuch abzustatten, sollte sich vorher unbedingt einen genauen Zeitplan zusammenstellen, wann man was wo sehen will. Aufs Geratewohl spontan hinzufahren – davon kann man nur abraten. Das Programm der Ohm-Hochschule findet Ihr hier. Und die Uni hat hier ihren Flyer eingestellt.

fbh

Wohin Geisteswissenschaften führen

„Und, was wollen sie später einmal damit werden?“ Resigniertes Schweigen tritt ein. Da war sie wieder, die schlimmste aller möglichen Fragen.
Und das nur, weil die angesprochenen Teilnehmer im Anglistikseminar Englisch auf Bachelor studieren und nicht auf Lehramt. Die zukünftigen Lehrer und Lehrerinnen bleiben dagegen vom prüfenden Blick der Dozentin verschont. Schließlich ist ihr späterer Beruf klar. Wenn es jedoch um die Zukunftsaussichten der übrigen Studenten an der Philosophischen Fakultät geht, die eine Sprache, Philosophie, Politikwissenschaft, Theater- und Medienwissenschaft oder Buchwissenschaft studieren, so erscheinen diese unvorhersehbar. Hinter diesen Studiengängen steht schließlich kein einheitliches Berufsbild.

Quälende Unsicherheit beim Blick in die Zukunft

Diese Tatsache wird von Außenstehenden häufig als Chance aufgefasst. Für die Studenten selber jedoch bedeutet sie vor allem eines: quälende Unsicherheit, die mit jedem neuen Semester deutlicher zu spüren ist. Pascal Fetter studiert Kulturgeographie, denn „dieses Fach interessiert mich einfach am meisten“. Trotzdem muss er zugeben: „Es beunruhigt mich schon, dass ich nicht weiß, was ich nach der Uni damit mache.“ Natürlich versuche die Universität durch die BA-Studiengänge eine bessere Ausrichtung auf die Arbeitswelt zu ermöglichen, findet Thomas Krusche von der Studierendenberatung: „Es gibt zusätzliche Praktika, Kurse und Schlüsselqualifikationen in diesen Studiengängen. Damit sind sie durchaus ein Fortschritt gegenüber dem Magister, der noch viel freier war.“

Doch damit ist es eben nicht getan. Kristina Maul ist Mitarbeiterin des Sprachenzentrums und steht als Lehrende im regen Austausch mit ihren Studenten. Sie kennt die Problematik und findet, dass „der Arbeitsmarkt in der Region nicht sehr offen und wenig kommunikativ“ ist.

Als potenzieller Arbeitnehmer weiß ein Student oft nicht, an welchen Arbeitgeber er sich mit seinem abgeschlossenen Studium wenden kann. Die Folgen sind nicht zu übersehen. Es spräche für sich, findet Kristina Maul, dass die Fachschaftsinitiative der Politologen ihre Homepage ‚Später-mal-Taxifahrer.de’ nennt. „Es gibt auch BA-Studenten“, sagt sie, „die sich scheuen, anschließend noch einen Master zu machen und stattdessen nach dem Bachelor lieber eine Ausbildung anfangen.“

Susanne besuchte so manchen Kurs von Kristina Maul. Mittlerweile befindet sie sich im Endspurt ihres Zwei-Fach-Bachelors in English-and-American-Studies und Geschichte. Mehr denn je grübelt sie deshalb darüber, was einmal aus ihr werden soll. „Ich würde eigentlich gerne den Master in Anglistik machen, denn in meinem Zweitfach fühle ich mich zu Hause. Aber ich habe Angst, dass der Master zu unspezifisch für den Arbeitsmarkt ist“, sagt die 23-Jährige. Sie schreibt gute Noten und hat ein Semester im Ausland verbracht, um ihre Sprachkenntnisse zu perfektionieren. Sobald jedoch Familie oder Freunde nach ihren beruflichen Plänen fragten, fühle sie sich unbehaglich. „Ich weiß gar nicht, wie oft ich seit dem Beginn meines Studiums ‚Nein, nicht auf Lehramt’, gesagt habe“, erklärt sie.

Allerdings ist selbst das Lehramtsstudium längst kein Garant mehr für einen unkomplizierten Berufseinstieg. Viele Fächerkombinationen – von Mathe, Physik und Chemie einmal abgesehen – sind so begehrt, dass es inzwischen zu viele angehende Lehrer gibt. „Das geht sogar so weit, dass die Lehramtsstudenten neben ihrem Hauptstudium auch noch einen Masterabschluss machen“, sagt Thomas Krusche von der Studienberatung. Kristina Maul hofft, dass künftig Informationsmessen helfen, die Studenten über konkrete Berufsbilder und die für sie infrage kommenden Arbeitgeber aufzugeklären. Außerdem sollte es in jedem Fach Pflichtpraktika geben, so wünscht es sich die Mitarbeiterin des Sprachenzentrums. Dies könnte bewirken, dass weniger Studenten auf die völlig offengehaltene Standard-Antwort ausweichen müssen: „Ich möchte später für eine internationale Organisation im Ausland arbeiten.“

Sarah Hermanns

Das neue Semester in Zahlen

Vergangene Woche hat das neue Semester begonnen, nun wurden die Studierenden gezählt. An der Uni Erlangen-Nürnberg studieren so viele Menschen wie nie zuvor. Genau 33400 Studierende zählt die Universität zu Beginn des Semesters. Sie ist damit die größte Hochschule Nordbayerns und erstmals die zwölftgrößte in ganz Deutschland. „Größe ist zwar kein Maß von Qualität“, sagte Uni-Präsident Karl-Dieter-Grüske bei der Präsentation der Ergebnisse, „aber ein Zeichen für die Attraktivität unserer Hochschule ist es schon.“ Noch vor zehn Jahren waren lediglich 20606 Studenten an der FAU eingeschrieben. Die NZ zeigt die Zahlen des neuen Semesters im Überblick:

– 6789 Studienanfängerinnen und -anfänger haben sich in Erlangen erstmals für ein Studium immatrikuliert.

– Darunter sind zum ersten Mal seit acht Jahren wieder mehr männliche als weibliche „Erstis“ – und zwar 3482 neue Männer an der Uni gegenüber 3307 neuen Frauen. Der Grund dafür liegt wohl im Wegfall der Wehrpflicht.

– Insgesamt haben jedoch weiterhin die Studentinnen die Nase vorne, wenn auch nur knapp. An der FAU studieren 238 Frauen mehr als Männer. Die Jungs holen auf: Im vergangenen Jahren lag der Unterschied noch bei 1375.

– Heuer besonders interessant sind die Absolventen des doppelten Abiturjahrgangs in Bayern. 29 Prozent der neuen Studierenden sind aus dem letzten G9-Jahrgang. Knapp ein Drittel (32 Prozent) hat erstmals G8-Abitur. Die restlichen 39 Prozent haben die Hochschulreife bereits schon länger bestanden oder kommen aus anderen Bundesländern.

– 14 Erstis waren bei der Einschreibung noch unter 18 Jahre alt.

– Die meisten Neuzugänge – 1972 Studenten – gab es an der Technischen Fakultät. Den größten prozentualen Zuwachs verzeichnen die Rechts- und Wirtschaftswissenschaften, deren Anfängerzahlen um 43,2 Prozent gestiegen sind. Die zahlenmäßig größte Fakultät bleibt die Philosophische mit 9289 Studierenden.

– Der größte Hörsaal der Uni fasst 850 Sitzplätze, doch weil das nicht genügt, finden die Grundvorlesungen in Mathematik künftig in der Erlanger Stadthalle statt.

– An der FAU studieren in diesem Semester Menschen aus 108 verschiedenen Ländern. Die meisten kommen aus China (303), gefolgt von der Türkei (259) und Russland (157). Die weiteste Anreise hat ein Student aus Neuseeland hinter sich.

Christina Merkel

Bachelor – Was dann?

Der MedienCampus Bayern hat auf den Medientagen München seine aktuelle Bachelor-Studie vorgestellt: Rund ein Drittel der bayerischen Journalismus-, Design-, Medientechnik-, Medienmanagement- und Games-Studierenden will sich in jedem Fall um einen Masterplatz bewerben bzw. hält dies für „sehr wahrscheinlich“. Ein weiteres gutes Drittel aller Studierenden hat sich noch nicht festgelegt. Knapp jeder Vierte aller befragten Bachelor-Studierenden aus dem Medienbereich schließt es aus, direkt nach dem Bachelor einen Master anzuschließen. Statt dessen wollen sie zunächst arbeiten oder ein längeres Praktikum absolvieren.

An der online durchgeführten Umfrage haben sich 623 Studierende verschiedener Bachelor-Studiengänge im Medienbereich an bayerischen Hochschulen und Universitäten beteiligt. 

Überraschendes Ergebnis der MedienCampus-Studie: Ein knappes Drittel hält ein berufsbegleitendes Masterstudium für eine wählbare Option. Fast die Hälfte könnte es sich „vielleicht“ vorstellen. Nur jeder zehnte Bachelor-Student lehnt ein berufsbegleitendes Masterstudium ab.

Knapp jeder zehnte Student kann sich vorstellen, an eine Fernhochschule oder eine private Hochschule zu wechseln. Knapp die Hälfte aller Befragten gab als Möglichkeit an, an der eigenen Institution zu bleiben und dort den Master zu machen. Drei Viertel schließen nicht aus, die Hochschule zu wechseln. Mehrfachnennungen waren möglich. Drei Viertel aller Befragten, die einen Master absolvieren möchten, versprechen sich später bessere Berufs- und Aufstiegschancen. Zwei Drittel wollen einen Master machen, um sich weiter zu qualifizieren. Jeder Vierte plant einen Master nur für den Fall, dass er nach dem Bachelorstudium keine Beschäftigung findet. Immerhin ein knappes Viertel der Befragten gab an, später eventuell noch promovieren zu wollen.

Der Hauptgrund, der gegen einen Master spricht, wäre für zwei Drittel der Befragten, wenn sie nach dem Bachelor-Abschluss eine gute Beschäftigung bekämen. 16,3 Prozent sehen keine besonderen Vorteile im Master für ihre angestrebte Beschäftigung und Karriere. 41,4 Prozent halten ihn für zu teuer. Dass dies aber nicht an den Studienbeiträgen liegt, zeigen die Antworten auf die Frage, in welchem Bundesland die Bachelor-Absolventen ihren Master machen würden: Nur 11,8 Prozent würden sich für den Master nicht in Bayern immatrikulieren.

Was mit Medien (und Technik) gefällig…?

Die Nürnberger Ohm-Hochschule hat noch freie Studienplätze im BA-Studiengang Technikjournalismus. Bis Ende der Woche, genauer gesagt 9. September, kann man sich noch online bewerben. Die kompletten Bewerbungsunterlagen können dann bis Anfang kommender Woche nachgereicht werden. Wer einen guten Eindruck macht, hat gute Chancen, zum Auswahlverfahren am 22. September eingeladen zu werden. Alles Weitere auf den Webseiten der Nürnberger FH.

fbh

Ohm muss nachträglich NC einführen

Damit hatte Christian K. nicht gerechnet: Sein Wunsch-Studiengang – der Bachelor in Bauingenieurwesen an der Nürnberger Georg-Simon-Ohm-Hochschule (GSO) sollte es sein – ist total überlaufen. Vier Tage vor Bewerbungsschluss – der war am vergangenen Freitag – trudelte eine E-Mail vom GSO-Studienbüro ein. Darin teilte man dem Abiturienten mit, dass „in Folge der hohen Bewerberzahlen mit hoher Wahrscheinlichkeit nachträglich“ ein Numerus-clausus-Verfahren (NC) durchgeführt werde. Der junge Mann solle sicherheitshalber Alternativen ausloten.

Inzwischen ist die Bewerbungsfrist verstrichen. Für 131 Studienplätze haben sich mehr als 500 Interessenten gemeldet, wie die Hochschule auf NZ-Anfrage mitteilt. „Wegen der sehr hohen Bewerberzahlen war ein NC-Verfahren unumgänglich, da sonst ein ordnungsgemäßer Lehrbetrieb nicht gewährleistet werden kann“, heißt es in der Stellungnahme. Mit dem sicher geglaubten Studienplatz wird es jetzt für einige Bewerber nichts werden. Jetzt müssen alle erst mal ihre Abiturzeugnisse nachreichen. Bis zu welcher Note zugelassen wird, ist zurzeit noch nicht abzusehen.

Von Engpässen bei den Studienplätzen will man im Wissenschaftsministerium derweil nichts wissen. Minister Wolfgang Heubisch (FDP) teilte heute zum wiederholten Mal mit, Bayern sei „für den doppelten Abiturjahrgang gut gewappnet“. Im Ländervergleich habe der Freistaat überproportional viele Studienplätze geschaffen. Die NC-Quote (35,1 Prozent der Studiengänge) sei im bundesweiten Vergleich sehr niedrig.

fbh/dpa

Infoabend an der KU

Die Katholische Universität Eichstätt-Ingolstadt (KU) lädt an diesem Freitag, 11. Februar, zu einem Studien-Informationsabend ein. Die Veranstaltung richtet sich vor allem an Schüler, die heuer letztmalig nach neun Jahren das Abitur ablegen, aber auch an Eltern und Lehrer. Bei der Veranstaltung in der Eichstätter Aula (Ostenstraße 26-28) geht es um die Möglichkeiten, die die Hochschule den G9-Absolventen bietet, und um das Prozedere der Einschreibung. Anschließend besteht die Möglichkeit, mit den Dozenten und Studenten verschiedener Studiengänge ins Gespräch zu kommen. Beginn ist um 17 Uhr.

fbh

Studienplätze frisch von der Resterampe

Leer ausgegangene Studienbewerber können im Internet jetzt wieder nach freien Restplätzen an den Hochschulen suchen. Am 15. Januar startet die kostenlose Studienplatzbörse der Seite studieren.de erneut, wie die Betreiber in München mitteilen.

Am 15. Januar endet an vielen Unis, etwa an der Uni Erlangen-Nürnberg, die Bewerbungsfrist für das Sommersemester. Bis zum 15. März können Hochschulen auf der Plattform freie Plätze für Bewerber melden, die im ersten Anlauf nicht angenommen worden sind. Im vergangenen Wintersemester haben den Angaben zufolge 211 Hochschulen an dem Verfahren teilgenommen und dabei mehr als 22.000 Restplätze veröffentlicht. Das Angebot umfasst zulassungsfreie und zulassungsbeschränkte Studienangebote und wird laut den Betreibern täglich aktualisiert.

Bewerber können sich direkt über die Seite bewerben, indem sie per Mausklick eine Anfrage an die Hochschule abschicken. Diese wird dann an den zuständigen Ansprechpartner der Hochschule weitergeleitet. Bei zulassungsbeschränkten Fächern müssen Bewerber beachten, dass übrige Studienplätze zunächst in mehreren Nachrückverfahren vergeben werden. Die danach noch freien Plätze werden daher meist erst ab Ende Februar veröffentlicht.

Die Seite ist ein Alternativangebot zur Restplatzbörse, die von der Hochschulrektorenkonferenz (HRK) ins Leben gerufen wurde. Diese wird voraussichtlich ab dem 1. März unter www.freie-studienplaetze.de erneut eröffnet. Die Seite wird gemeinsam mit der Stiftung für Hochschulzulassung in Dortmund betrieben, der Nachfolgeeinrichtung der Zentralstelle für die Vergabe von Studienplätzen (ZVS).

dpa