„Das ist die einzige Chance für das Ticket“

SemesterticketDas Semesterticket kommt nur, wenn die Mehrheit der Studenten im Januar dafür stimmt. Um offene Fragen vorher zu klären, veranstaltet das Aktionsbündnis, das sich für das Ticket einsetzt, drei Vollversammlung in Erlangen und in Nürnberg.

Seit zwei Jahrzehnten verhandeln der Verkehrsverbund Großraum Nürnberg (VGN), die Städte in der Region und das Studentenwerk über ein Semesterticket. Jetzt liegt ein Angebot auf dem Tisch. Für 65 Euro darf danach jeder Student sechs Monate lang im gesamten VGN-Gebiet unter der Woche von 19 bis 6 Uhr und am Wochenende rund um die Uhr fahren. „Das Sockelticket ist ein Freizeitticket, das muss man ganz klar sagen“, sagt Erlangens Oberbürgermeister Florian Janik im Audimax. Das Studentische Aktionsbündnis hat zu einer Versammlung eingeladen, um Fragen zum Fahrschein vor der Abstimmung zu klären.

Wer rund um die Uhr fahren will, muss ein Zusatzticket für 193 Euro kaufen, so dass er 258 Euro für ein halbes Jahr bezahlt. „Das ist viel zu teuer“, finden viele der rund 120 Leute im Publikum. „Das ist das Günstigste, was wir kriegen können“, sagt Janik. Der VGN will durch das neue Ticket nicht weniger Geld bekommen als mit den bisherigen Semesterwertmarken, die nur vier Monate lang gelten.

Rund 53 000 Studenten gibt es derzeit in Erlangen und Nürnberg. Rund 38 Prozent davon, also 20 140 Personen müssten das Zusatzticket kaufen, damit es sich rechnet. Sind es im ersten Jahr weniger, springen die Städte mit einer Bürgschaft von 1,7 Millionen Euro ein. „Aber Studenten sind nicht per se bedürftig, wir subventionieren sie nicht dauerhaft“, sagt Janik.
Viele Studenten pendeln wegen ihres Stundenplans, weil sie keine Wohnung nahe der Uni gefunden haben oder noch bei ihren Eltern im Umland wohnen. Für sie wäre das neue Ticket viel günstiger als bisher.

Wer stets innerhalb der Stadtgrenzen unterwegs ist und Fahrrad oder Auto fährt, der würde in Zukunft elf Euro im Monat verpflichtend zahlen, ohne dass ihm das Ticket nutzt. „Seien Sie solidarisch, stimmen Sie für das Ticket“, fordert der Geschäftsführer des Studentenwerks Otto de Ponte die Studenten auf. Auch Janik ist davon überzeugt: „Das ist Ihre einzige Chance auf ein Semesterticket, eine bessere wird es Jahrzehnte lang nicht geben.“

Heute Abend gibt es zwei weitere Informationstermine mit Oberbürgermeistern und Studentenwerk: Um 17.30 Uhr in Nürnberg an der WiSo, Lange Gasse 20, Hörsaal H1, und um 18 Uhr an der Technischen Fakultät auf dem Erlanger Südgelände im Hörsaal H11, Erwin-Rommel-Str. 60.

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Studenten erfüllen Weihnachtswünsche für Bedüftige

WeihnachtsbaumBettwäsche, Haarshampoo oder eine Packung Kaffee – das wünschen sich Menschen in Nürnberg, denen es am nötigsten fehlt. Die Evangelische Studierendengemeinde (ESG) und die Katholische Hochschulgemeinde (KHG) in Nürnberg haben diese Wünsche gesammelt, damit sie vor Weihnachten in Erfüllung gehen. Die Weihnachtsbäume stehen an sechs Nürnberger Hochschulstandorten:

– TH Nürnberg, Sozialwissenschaften, Bahnhofstrasse 87
– Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät, Lange Gasse 20
– Wirtschaftwissenschaften, Findelgasse 7/9
– Erziehungswissenschaften, Regensburger Straße 160
– Evangelische Hochschule Nürnberg, Bärenschanzstraße 4
– Mensa Insel Schütt, Andreij-Sacharow-Platz 1

Handtücher, warme Strümpfe, Medikamente, ein Wörterbuch oder eine Streifenkarte für die U-Bahn stehen auf den Wunschzetteln. Jeder kann sich eine der mehr als 3000 Kärtchen herunternehmen und eines der Geschenke kaufen. Sie kosten zwischen 5 und 15 Euro. Jede Farbe steht für eine Institution, der die Geschenke zu Gute kommt:

– Rot:  Ökumenische Wärmestube Nürnberg
– Gelb: Straßenambulanz Franz von Assisi
– Blau: Obdachlosenpensionen des Caritasverbands
– Grün: Erstaufnahmeeinrichtung für minderjährige unbegleitete Flüchtlinge
– Orange: Flüchtlingsberatung der Evangelischen Kirche

Bereits zum fünften Mal haben die Studenten ihre ökumenische Weihnachtsbaum-Aktion für Bedürftige gestartet. Im vergangenen Jahr kamen mehr als 1500 Päckchen zusammen. Wer einen der Wünsche erfüllen will, gibt das gekaufte Geschenk bis Freitag, 12. Dezember, bei einer der auf der Rückseite der Kärtchen genannten Stellen in Nürnberg ab:

– die Fachschaft der Sozialwissenschaften an der TH Nürnberg, Bahnhofstrasse 87
– die Poststelle an der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät der FAU, Lange Gasse 20
– das Dekanat des Fachbereichs Wirtschaftwissenschaften, Findelgasse 7/9
– die Fachschaft der Erziehungswissenschaften, Regensburger Straße 160,
– die Lehrstühle für katholische und evangelische Religion, St. Paul, Dutzendteichstraße 24
– die Bibliothek an der Evangelischen Hochschule, Bärenschanzstraße 4
– die Katholische Hochschulgemeinde, Königstr 64
– die Evangelische Studierendengemeinde,  Laufertorgraben 8

Die Wunschkarte sollte gut sichtbar auf dem Paket angebracht werden, damit die Studenten der beiden Hochschulgemeinden die Geschenke dann kurz vor Weihnachten zu ihren Adressaten bringen können.

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Studenten dürfen online über Semesterticket abstimmen

cropped-semesterticket_headerBLOG_layDie Studentenvertreter in Erlangen und Nürnberg haben diskutiert und sich entschieden: Das Angebot des Verkehrsverbundes Großraum Nürnberg (VGN) für ein Semesterticket wird an alle Studenten weitergegeben. Sie sollen per Onlinewahl im Januar über das Ticket abstimmen.

Im Vergleich zur gegenwärtigen Situation, in der es überhaupt kein Semesterticket gebe, sei das Angebot des VGN ein „Fortschritt“, erklärte Benedikt Kopera vom Aktionsbündnis Semesterticket heute gegenüber der NZ. Ein besserer Vorschlag sei derzeit nicht zu erreichen. Wann genau die Onlineabstimmung im Januar stattfinden soll, steht noch nicht fest. Das Semesterticket kann kommen, wenn sowohl die Studenten der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg als auch die der Technischen Hochschule Nürnberg mehrheitlich zustimmen. Vor zwei Wochen hatte der VGN der Studierendenvertretung ein neues Ticket-Angebot unterbreitet. Die zuvor heftig kritisierte Altersgrenze von 26 Jahren wurde dabei abgeschafft.

Nach dem neuen Entwurf – einem Sockelmodell – zahlen alle Studenten einen verpflichtenden Solidarbeitrag in Höhe von 65,70 Euro. Das Semesterticket gilt dann jedoch nur montags bis freitags von 19 bis 6 Uhr am Folgetag sowie samstags, sonntags und an Feiertagen. Erst mit einem Zusatzticket für 195,30 Euro und damit einem Gesamtticketpreis von 261 Euro werden die zeitlichen Einschränkungen aufgehoben.

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Fast Fußball-Weltmeister

Fussballmeisterschaft_Schweinfurt-_67_ Immerhin Bayerischer Meister darf sich die TH Nürnberg neuerdings nennen. Doch darauf musste sie noch länger warten als die  Nationalmannschaft. Erst nach 26 Jahren gelang es den Fußballern der Technischen Hochschule wieder den Titel zu holen – bei den Fußballmeisterschaften der bayerischen Hochschulen für angewandte Wissenschaften. Insgesamt traten zwölf Teams gegeneinander an. Die Nürnberger gewannen nach einem spannenden Endspiel im Acht-Meter-Schießen gegen den Vorjahressieger, das Team der Hochschule Rosenheim.

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Außerdem gab es ein Damen-Programm für die Gäste. Beim Torwand-Schießen zeigten die drei Frauen-Mannschaften der TH Nürnberg immerhin gutes Ballgefühl.

Freibier und erste Liga – Was sich Nürnberg wünscht

Liebe, Urlaub, Freibier, erste Liga und Elefanten – danach sehnen sich die Nürnberger. Bei der Blauen Nacht konnten sie diese Sehnsüchte zum Leben erwecken – dank der Studenten des Bachelorstudiengangs Media Engineering an der Technischen Hochschule Nürnberg. Als Neueinsteiger bei der Blauen Nacht präsentierte die TH Nürnberg eine interaktive Großprojektion in der Katharinenruine. Im Inneren des Kirchenbaus zeigten die Studierenden, wie sie den Sehnsüchten der Besucher Flügel verleihen konnten. Etwa zwei Semester Arbeit steckten die neun Studierenden in die Umsetzung und Gestaltung ihres Projekts „OHMinteractive“. Die Nürnberger Firma Billmann Event GmbH unterstützte sie dafür mit der nötigen Veranstaltungstechnik.

Auf der rechten Seite der Ruine standen fünf Bildschirme bereit, in die die Besucher ihre Sehnsüchte eintippen konnten, um anschließend zu beobachten, wie ihre Texte und Zeichnungen in Form von Seifenblasen an der Wand entlang zum Altarraum der Ruine in Richtung eines großen Herzens schwebten. Das 3D-modellierte Herz wurde dafür an eine sechs mal vier Meter große Leinwand projiziert.Dort angekommen, brachte jede eingesogene Blase das Herz zum Schlagen und bot den Anwesenden ein optisches und akustisches Schauspiel. Nach der „Bearbeitung“ entließ das Herz die Sehnsüchte als Vogelschwarm zur linken Wand hin. Das sollte symbolisieren, dass die Eingaben der Besucher frei – und womöglich auch wahr – werden können.

„Alle Welt sehnt sich nach Freiheit“

Dazu konnten die Nachtschwärmer mit Hilfe sogenannter Kinect-Kameras mit den virtuellen Vögeln interagieren. Die Kameras registrierten ihre Bewegungen und projizierten sie als abstrakte Silhouette an die Wand. Die Studenten ließen sich durch ein Zitat des indischen Gurus Sri Aurobindo zu ihrer Installation inspirieren: „Alle Welt sehnt sich nach Freiheit, und doch ist jedes Geschöpf in seine Ketten verliebt.“

„Absolut beeindruckend!“, sagte Marc Hermanns, Elektrotechnik-Student aus Fürth. „Wie haben die das bloß gemacht?“, fragte sich die 26-jährige Lisa Baier aus Erlangen. Rund 4000 Menschen besuchten das Projekt in der Blauen Nacht, schätzen die Veranstalter. „Wir sind überwältigt von der Resonanz der Leute und hoffen auch in den nächsten Jahren Ähnliches auf die Beine stellen zu können“ sagte Heinz Brünig, Professor und Projektleiter an der TH. Die 19-jährige Maria Stutz aus Neumarkt begeisterten vor allem die Vögel: „Dass man ihre Bewegungen beeinflussen kann, macht das Ganze noch spannender.“

Tolle Bilder der Blauen Nacht findet ihr hier und auf www.nz.de

Santiago Reinbold

Uschi fährt in Erlangen um den Sieg

Mehr als 100 Hochschulteams starten beim „Freescale Cup EMEA“ aus Europa, dem Mittleren Osten und Afrika . Sie bauen ein Elektroauto, das ganz allein eine unbekannte Rennstrecke bewältigen kann – in möglichst kurzer Zeit. Zum ersten Mal findet das Finale in Deutschland statt, am Fraunhofer Institut IIS in Erlangen. Unter den besten 25 Mannschaften, die heute an den Start gehen, ist auch die Technische Hochschule (TH) Nürnberg vertreten.

Ob „Uschi“, das Auto der Informatik-Studenten Stefan Müller, Carsten Ebert, Markus Zoppelt und Marc Rudolf (v.l.) heute der Konkurrenz davon fahren kann, sehen Sie von 14-16 Uhr im Livestream.

Die Siegerehrung läuft von 16 bis 17 Uhr.