Das Ende der Reise nach 652 Seemeilen

Und plötzlich sind da andere Schiffe. Viele andere Schiffe. Große Traditionssegler wie auch die Thor einer ist, mit hohen Masten und vielen Segeln. Zahlreiche kleine Boote, eine Autofähre und ein Feuerwehrschiff, das uns mit einer Wasserfontäne begrüßt. Alle Schiffe hupen und die Thor hupt zurück. Es ist ein Spektakel. weiter lesen

Olga macht an Bord alle fertig – nur einen nicht

Olga braucht viel Zuwendung. Jede Stunde muss jemand nach ihr sehen und alle drei Stunden braucht sie besondere Aufmerksamkeit. Tag und Nacht. Das geht sogar soweit, dass die Menschen ihren Magen für sie riskieren. Denn in Gegenwart von Olga wird vielen schlecht. Bei ihr im Heck ist es heiß, stickig und laut. Hier stampft das Schiff besonders stark. Das hält nicht jeder aus. weiter lesen

Gut zu wissen, wo der Wind herkommt

Noch so eine Regel, die wir schnell lernen: Gekotzt wird immer mit dem Wind, also über die Lee-Seite des Schiffes. Wer es einmal falsch macht, weiß warum. Am zweiten Tag an Bord sind fast alle seekrank. Es stürmt und regnet, die Wellen schlagen über das Deck. Die Thor schaukelt bei jeder Welle mehrere Meter hoch und runter und rollt nach links und rechts. weiter lesen

Rückwärts einparken mit einem Segelschiff

Das Rückwärtseinparken hat nicht geklappt. Mit einem 50 Meter langen Schiff ist das auch schwieriger als mit einem Auto. Die Thor Heyerdahl kam vorwärts durch die Hafeneinfahrt gefahren, ließ sich dann von ihrem Beiboot Stück für Stück wenden und versuchte rückwärts am Steg anzulegen. Aber der Wind war zu stark. Das Schiff trieb ab und hätte im schlimmsten Fall die kleineren Boote am Nachbarsteg zerquetscht. Also gab Kapitän Johannes das Kommando zum Gasgeben und dirigierte die Thor zurück hinaus aufs freie Wasser. weiter lesen

Von München nach Tallinn: Die Reise beginnt

München – Tallinn. 1500 Kilometer entfernt, zwei Stunden Flugzeit. Die Reise beginnt.

Ich habe Angst, dass ich rückwärts umkippe als ich meinen Rucksack aufsetze. Er wiegt 20 Kilo. 23 Kilo dürfen mit ins Flugzeug. Ich packe ihn in eine Reisehülle, damit die vielen Bänder nirgendwo hängen bleiben. Hoffentlich kommt er an.  weiter lesen

Game of Thrones: Nichts wissen macht mehr Spaß

Achtung Spoiler Alert! Denn die Wissenschaft ist ein Spielverderber. Sie sagt uns, dass Rauchen krank macht, Smartphones dumm und Kaffee alt. Und jetzt auch noch das: Daenerys Targaryen wird sterben! Die sexy Drachenlady aus der TV-Hitserie „Game of Thrones“! Mit einer Wahrscheinlichkeit von 95 Prozent überlebt sie die gerade gestartete, sechste Staffel nicht. 50 Tage lang haben 40 Informatik-Studenten der TU München vor ihrem Computern gesessen, um das herauszufinden. Na toll.

Doch damit nicht genug: Bei Tommen Baratheon, dem schüchternen Prinzen der Sieben Königreiche, liegt die Sterbewahrscheinlichkeit sogar bei 97 Prozent. Nur eine gute Nachricht gibt es: Jon Snow, der eigentlich am Ende von Staffel fünf heldenhaft ins Jenseits ging, wird wohl doch ein Hintertürchen finden – bei ihm kamen die Algorithmen nur auf elf Prozent.

Natürlich wollen alle wissen, wer wann wie als nächstes stirbt in einer Serie, die dafür bekannt ist, dass ständig ein Hauptcharakter nach dem anderen drauf geht. Zwölf Millionen Menschen sahen sich in der Nacht von Sonntag auf Montag die heißersehnte erste Folge der sechsten Staffel an. Aber wer will schon WIRKLICH vorher wissen, wie es weitergeht? Wo bleibt da noch die Spannung?

Angeblich ist der, der uns das eingebrockt hat, sogar selbst Hardcore-Fan der Serie. Doktorand Guy Yachdav hat sich die Studie ausgedacht und verwirklicht. Sie wollten mal etwas anderes berechnen als immer nur Finanzen, sagt er. Die Nachwuchsforscher gingen streng wissenschaftlich vor.  Ihr Computerprogramm durchsuchte die Online-Datenbank „Game of Thrones Wiki“ und testete 24 Eigenschaften der Figuren. Das Ergebnis: Männer sterben früher als Frauen. Bekannte eher als unbekannte Leute. Und wenn die Mutter schon tot ist, steigt auch die Wahrscheinlichkeit, dass der Charakter selbst stirbt.

Die Wissenschaft nimmt einem mit solchen Informationen die ganze Unbeschwertheit und den Spaß. Lieber sitzen wir mit einer Tasse Kaffee und Zigarette in der Hand vor unserem Smartphone und schauen unwissend aber glücklich Game of Thrones.

Wer es trotzdem nicht lassen kann… Die Studenten haben alle ihre Ergebnisse ins Netz gestellt: https://got.show/statistics

Christina Merkel