Olga macht an Bord alle fertig – nur einen nicht

Olga braucht viel Zuwendung. Jede Stunde muss jemand nach ihr sehen und alle drei Stunden braucht sie besondere Aufmerksamkeit. Tag und Nacht. Das geht sogar soweit, dass die Menschen ihren Magen für sie riskieren. Denn in Gegenwart von Olga wird vielen schlecht. Bei ihr im Heck ist es heiß, stickig und laut. Hier stampft das Schiff besonders stark. Das hält nicht jeder aus. weiter lesen

Donnerstags ist Seemannssonntag

Donnerstag ist Seemannssonntag. Dieser Brauch ist mehrere hundert Jahre alt. Weil es an Bord eines Schiffs kein Wochenende gibt, sondern sieben Tage durchgeschuftet wird, soll die Mannschaft wenigstens an einem zweiten Tag in der Woche etwas Besonderes zu essen bekommen. Wie sonst eben nur sonntags. weiter lesen

Kurswechsel: Unterwegs zu neuen Horizonten

Planänderung. Wir fahren nicht nach Danzig. Der Wind ist einfach gegen uns und weitere Tage mit Motor gegen die Wellen anzukämpfen, halten weder Menschen noch Maschine aus. Kapitän und Organisatoren entscheiden einen Kurswechsel. weiter lesen

Gut zu wissen, wo der Wind herkommt

Noch so eine Regel, die wir schnell lernen: Gekotzt wird immer mit dem Wind, also über die Lee-Seite des Schiffes. Wer es einmal falsch macht, weiß warum. Am zweiten Tag an Bord sind fast alle seekrank. Es stürmt und regnet, die Wellen schlagen über das Deck. Die Thor schaukelt bei jeder Welle mehrere Meter hoch und runter und rollt nach links und rechts. weiter lesen

Die Reise auf der Thor Heyerdahl in eine neue Welt

Der Daumen ist wichtiger als der kleine Finger. Das ist eine der ersten Regeln, die Seefahrer lernen. Ohne Daumen können sie nicht greifen und deshalb nicht mehr arbeiten. Ohne kleinen Finger schon. Deshalb lernen wir, die Seile so zu halten, dass der kleine Finger nach vorne zeigt. Wenn wir abrutschen oder uns der Wind das Seil aus den Händen reißt, wird nur der kleine Finger zerquetscht. Und der ist, wie gesagt, verschmerzbar. weiter lesen

Rückwärts einparken mit einem Segelschiff

Das Rückwärtseinparken hat nicht geklappt. Mit einem 50 Meter langen Schiff ist das auch schwieriger als mit einem Auto. Die Thor Heyerdahl kam vorwärts durch die Hafeneinfahrt gefahren, ließ sich dann von ihrem Beiboot Stück für Stück wenden und versuchte rückwärts am Steg anzulegen. Aber der Wind war zu stark. Das Schiff trieb ab und hätte im schlimmsten Fall die kleineren Boote am Nachbarsteg zerquetscht. Also gab Kapitän Johannes das Kommando zum Gasgeben und dirigierte die Thor zurück hinaus aufs freie Wasser. weiter lesen

Von München nach Tallinn: Die Reise beginnt

München – Tallinn. 1500 Kilometer entfernt, zwei Stunden Flugzeit. Die Reise beginnt.

Ich habe Angst, dass ich rückwärts umkippe als ich meinen Rucksack aufsetze. Er wiegt 20 Kilo. 23 Kilo dürfen mit ins Flugzeug. Ich packe ihn in eine Reisehülle, damit die vielen Bänder nirgendwo hängen bleiben. Hoffentlich kommt er an.  weiter lesen

Ich packe meinen Seesack…

Gummistiefel, Wanderschuhe, Bikini. Zwei lange Hosen, zwei kurze Hosen und sechs T-Shirts. Wer auf der „Thor Heyerdahl“ mitfährt, bekommt eine genaue Packliste. An Bord eines Segelschiffs ist wenig Platz. 30 Wissenschaftler, 17 Crewmitglieder und drei Gäste fahren mit. Zehn Tage lang sollen sie für alle Wetterlagen und Windstärken gerüstet sein. weiter lesen