Studieren auf der Baustelle

Studieren an Baustelle AufmacherWenn Studenten das A-Gebäude der Ohm-Hochschule Nürnberg betreten, begrüßt sie ein weiß-rotes Absperrband. Ein Arbeiter auf einer Leiter verlegt Kabel in der Decke, ein anderer poliert den Boden. „Man kommt sich vor als würde man eine Baustelle betreten“, meint Lukas Dehling, 22-Jähriger Student im Studiengang Technikjournalismus. Der „Service-Point“, erkennbar durch einen provisorischen Ausdruck an der Glastür, ist mit drei Stühlen besetzt. Personal, Tische und Ausrüstung: nicht vorhanden.

Einige Studenten warten vor dem Aufzug, der sie mit einem „Türe offen“ aus den Lautsprechern begrüßt und sein teilweise mit Spanplatten verdecktes Inneres preisgibt. Nachdem die Wartenden in dem Aufzug Platz gefunden haben und die Tür schließt, ertönt ein „Türe geschlossen“. „Da muss man jeden Morgen Stöpsel in die Ohren stecken“, belustigt sich einer der Professoren.

„Chaotische Organisation“

Doch die Stimmung ist nicht bei allen Mitarbeitern so positiv. Der „viel zu kurz angesetzte Umzug“ sowie die „chaotische Organisation“ sind Hauptkritikpunkte seitens der Mitarbeiter der Hochschule. Auch die Vorlesungen der Studierenden sind von den noch nicht abgeschlossenen Bauarbeiten beeinflusst. Noch sind nicht alle Vorlesungsräume mit der benötigten Technik ausgestattet, zum Beispiel fehlen Beamer. Steckdosen sind noch nicht verbaut. „Wir haben auch noch kein W-Lan“, empört sich die 21-Jährige Kristina Emilius, Studentin im Studiengang Technikjournalismus.

Das aktuelle Semester läuft bereits seit Montag, dem 15.03.2010.

Meinungen Betroffener:

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„Die Tische sind zu klein, das war

auf jeden Fall ein Fehlkauf.“ – Student

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„Die Decke ist hässlich

und wirkt unfertig.“ – Studentin
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„Die Räume sind relativ

groß und geräumig.“ – Student

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„Der Kopierraum war nicht auffindbar, aber

das Personal war nett und hilfsbereit.“ – Dozent

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Daniel Esser und Engin Aydin