Ein Roadtrip durch Andalusien

Die Plaza de Espana in Sevilla.

Immer nur Lernen geht ja auch nicht im Erasmus-Semester in Valencia. Deswegen hat sich unsere Autorin Isabelle auf einen Roadtrip durch Andalusien gemacht. Im Mietwagen sind sie und ihre Freunde insgesamt 2135 Kilometer durch die Region im Süden Spaniens gefahren. Ein paar Reiseziele und Tipps teilt sie hier mit euch. weiter lesen

Es gibt auch dunkelhäutige Österreicher

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Unis werben gerne mit ihrer Internationalität. An der Uni Erlangen-Nürnberg sind Studenten aus 112 Ländern eingeschrieben. Die meisten aus China, der Türkei und Ukraine. Die Homepage preist die Anziehungskraft und Ausstrahlung die die Friedrich-Alexander-Universität auf der ganzen Welt hat. Ziel sei die „Gewinnung von hochqualifiziertem wissenschaftlichem Nachwuchs aus dem Ausland“. Trotzdem gibt es die Internetseite „Aus dem Ausland an die FAU“, die „Welcome-Broschüre“ und den Facebook-Auftritt des Referats für Internationale Angelegenheiten allen Ernstes nur in deutscher Sprache.

Der Universität Wien wurde ihre Werbung für Internationalität jetzt zum Verhängnis. Um Weltoffenheit zu symbolisieren, zeigte sie auf der Startseite ihrer neuen Website einen dunkelhäutigen, schwarzhaarigen Studenten, der neben zwei hellhäutigen, blonden Studentinnen auf einer Uni-Treppe sitzt. Doch der junge Mann hat sich jetzt beschwert. „Das einzige an mir, das exotisch ist, ist mein ausgeprägter Flachgauer Dialekt“, schreibt Tori Reichel. Der 23 -Jährige ist nicht von auswärts, kein Erasmus-Student – sondern kommt aus dem Salzburger Land. Seine Mutter ist Österreicherin, sein Vater Nigerianer.

Etwas mehr Fingerspitzengefühl bitte

Reichel studiert an der Uni Wien Publizistik, er kann gut formulieren und hat nun auf der Seite des österreichischen Magazins „Vice“ einen offenen Brief an seine Uni veröffentlicht. „Liebe Uni Wien, wir müssen reden“, schreibt er. „Mit ein bisschen Mühe versteh ich euch Wiener schon – und ihr mich hoffentlich auch – also müsstet ihr euch eigentlich gar nicht so rührend um mich kümmern.“ Das Foto war ursprünglich als Werbung für das neue Publizistik-Gebäude gedacht, doch die Uni verwendete es anschließend gerne für alle möglichen internationalen Themen. Als die Uni das Bild dann auch noch auf Facebook postete, wurde es dem Studenten zu viel.

„Ich habe mir von dir einfach ein bisschen mehr Fingerspitzengefühl erwartet“, schreibt Reichel an seine Uni. „Mir ist es persönlich echt unangenehm, meine Hautfarbe zum Thema zu machen. Aber irgendwie habe ich einfach keine Lust mehr, dein ungefragtes Aushängeschild für Internationalität zu sein. Ich hoffe du verstehst das.“

Die Uni Wien hat das Foto noch am selben Tag entfernt und sich in den Kommentaren des offenen Briefs entschuldigt: „Wir werden uns zukünftig bemühen, bei der Fotoauswahl sensibler zu sein.“

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Wie wär's mal mit einem anderen Campus?

Wer dringend einen Tapeten-… ääähh… Campuswechsel braucht, bekommt am 5. November (Dienstag) ausreichend Anregungen. Dann findet an der Nürnberger Ex-Wiso der International Day statt. Am Fachbereich Wirtschaftswissenschaften erfahren Studenten alles, was sie zur Vorbereitung auf ein Semester oder ein Praktikum im Ausland wissen müssen.

Den ganzen Tag über sind in der Langen Gasse 20 in Nürnberg Vorträge zu Hochschulen in Europa und auf anderen Kontinenten zu hören. In den großen Hörsälen finden Überblicksvorträge statt, in kleineren Seminarräumen gibt es Informationen zu einzelnen Ländern und Regionen, sowohl von Uni-Dozenten als auch von externen Beratern.

So informiert etwa College Contact zu „Studieren in den USA und Kanada: Auslandssemester und summer sessions“. An der University of Michigan – unser Foto zeigt den Campus der Law School in Ann Arbor – sind die Sommerseminare freilich längst vorbei, der Herbst hält Einzug. Das gesamte Programm des „International Day“ findet Ihr hier.

fbh