Fränkischer Veggie-Day: Schäuferla und Currywurst

Veggie-Day? Seit der Bauchlandung der Grünen bei der Bundestagswahl ist das kein Thema mehr. Außer in den Mensen der Region – da gibt es den Gemüsetag nämlich schon seit 2011, allerdings ohne Gemüsepflicht: Es gibt neben einem vegetarischen und einem veganen Gericht auch immer eines mit Fleisch.

Deswegen stehen am Veggie-Day regelmäßig Schäuferla, Currywurst oder Schnitzel auf dem Programm. Und der Gemüsetag findet auch nicht wöchentlich statt, sondern nur einmal im Monat. Am Donnerstag nächster Woche (17.10.2013) steht also neben Vollkornnudeln mit Soja-Bolognesesoße (1,65 Euro für Studenten) und Kartoffelgulasch mit Peperoni (vegan, 1,49 Euro) auch ein Pfeffersteak vom Schweinehals mit Bio-Karottengemüse und Kartoffelpüree für 2,98 Euro auf dem Speiseplan.

Der Grund: „Wir wollen unsere Studierenden nicht erziehen“, sagt Mathias Meyer, der für die Verpflegung in 23 Mensen und Cafeterien des Studentenwerkes Erlangen-Nürnberg zuständig ist. „Wir haben dazu auch keinen Auftrag.“ Deswegen bleibe es der Kundschaft überlassen, die Wahl zwischen Tier und Gemüse zu treffen.

Einen besonderen Versuch unternimmt das Studentenwerk derzeit aber in seiner Zweigstelle im ehemaligen Seminar St. Paul an der Nürnberger Dutzendteichstraße. Hier wird tatsächlich nur Fleischloses serviert – während des Semesterbetriebes täglich drei verschiedene Gerichte. Um die 150 fleischlose Portionen werden pro Tag verkauft. Die Mensa in der Regensburger Straße liegt gleich ums Eck, so dass auch hier niemand zum Fleischverzicht gezwungen wird.

Grundsätzlich hält Meyer viel von gesunder Ernährung. Sie passe – genauso wie der Gemüsetag mit Wahlfreiheit – „hundertprozentig“ ins Konzept des Studentenwerkes. Dort versucht man darüber hinaus, durch Kauf von regionalen Produkten den CO2-Ausstoß zu minimieren. Außerdem werden, soweit es wirtschaftlich vertretbar ist, Produkte in Bio-Qualität verarbeitet. Und Eier kommen von freilaufenden Hühnern.

fbh

Und wieder wird gewählt

Gr_ne.JPGAm Dienstag, 24. Juni, sind Hochschulwahlen. Und keiner wird hingehen, soviel ist klar. Die Wahlbeteiligung liegt im Schnitt bei 13 Prozent. Da es nur um die kleine Variante des Kreuzchen-Machens geht, ist der Termin allgemein unbekannt und schlecht beworben. Einzig die Grüne Hochschulgruppe buhlt zurzeit mächtig um Aufmerksamkeit. Mit Plakaten in der Erlanger Innenstadt und dem Spruch „Hirn einschalten GHG wählen!“ wird auf die kommende Wahl hingewiesen. Darunter ist ein Gehirn abgebildet, das einen Schaltknopf, wie man ihn von Kaffeemaschinen kennt, besitzt. Wahlplakate an sich werden wohl eher selten einen Wettbewerb in Sachen Kreativität gewinnen, aber immerhin gibt dies Anlass, sich über die anstehende Wahl zu informieren.

So bestimmt jeder, der sich am 24. aufraffen kann darüber, wer im Senat, in den Fakultätsräten und im Studentischen Konvent sitzen wird. Die Wahllokale – von 9 bis 18 Uhr geöffnet – sind zum Beispiel im Kollegienhaus, der Philosophischen Fakultät, im Hörsaalgebäude der Physik, der Cafeteria der WiWi in Nürnberg, sowie an der ehemaligen Erziehungswissenschaftlichen Fakultät. Es dürfte also nicht zu schwierig sein, dort kurz vorbei zu schauen und seinen Stimmzettel abzugeben.

Wer sich im Vorfeld über die Kandidaten schlau machen will, der kann dies hier tun.