Was vom Arabischen Frühling übrig blieb

Mit einem Vortrag des bekannten Göttinger Politikwissenschaftlers Professor Bassam Tibi startet am morgigen Donnerstag das diesjährige Bayerische Orientkolloquium an der Universität Erlangen-Nürnberg. In neun Vorträgen geben Wissenschaftler aus verschiedenen Disziplinen einen Einblick in aktuelle Entwicklungen im Nahen Osten. Die Vorträge finden zweiwöchentlich um 18.15 Uhr im Erlanger Kollegienhaus (Raum 1.011) statt.

Das Streben nach Demokratie, das mit dem Arabischen Frühling begann, endete in der Herrschaft der Islamisten: Die Revolution in den nordafrikanischen Staaten hat die an sie geknüpften Erwartungen nicht erfüllt. Im Auftakt-Vortrag erklärt Professor Tibi, warum es den Rebellen nicht gelungen ist, ihre Forderungen nach Freiheit und besseren ökonomischen Verhältnissen durchzusetzen.

Hier alle Termine im Überblick:

Donnerstag, 24. Oktober 2013: Der arabische Frühling, die erhoffte Demokratisierung und der Islamismus (Bassam Tibi, Göttingen)

Donnerstag, 7. November 2013: Oil for Food (Eckart Wörtz, Barcelona)
Achtung: Dieser Vortrag findet in KH 1.020 statt

Donnerstag, 21. November 2013: „High Heels” and „Tesettür”: Veiled Women as a Market in Turkey (Elif Kocagöz, Erlangen)

Donnerstag, 5. Dezember 2013: Vorboten der Revolution: Arabische Romane und die Kunst des Widerstands (Friederike Pannewick, Marburg)

Donnerstag, 19. Dezember 2013: Die offene soziale Frage: Sozioökonomische Proteste und der politische Transformationsprozess in Ägypten (Irene Weipert-Fenner, Marburg)

Donnerstag, 9. Januar 2014: Economic and Social Developments in the Arab World (Ahmed Farouk Ghoneim, Kairo)

Donnerstag, 16. Januar 2014: Beyond Rapprochement? Postsecular Ethics of the City* (Justin Beaumont, Groningen)

Donnerstag, 23. Januar 2014: The Genesis of Allah (Aziz Al-Azmeh, Budapest)

Donnerstag, 6. Februar 2014: Feeling at Home in the West Bank: Die Bedeutung von Haus und Heimat unter nationalreligiösen Siedlern (Steffen Hagemann, Kaiserslautern)