Masterbewerbung am Ohm noch bis 15. Juni möglich

Derzeit laufen auch an der Georg-Simon-Ohm-Hochschule in Nürnberg die Bewerbungsfristen für das kommende Wintersemester 2012/2013. Noch bis zum 15. Juni können sich Studierende, die bereits einen Bachelor abgeschlossen haben, für einen entsprechenden Masterstudiengang bewerben. Auch für die Bachelorstudiengänge Architektur, Media-Engineering und International Business and Technology bleibt nur noch bis zum 15. Juni Zeit sich online anzumelden. Neu ist der zulassungsfreie Bachelorstudiengang Angewandte Mathematik und Physik.

Alle anderen haben noch vier Wochen länger, bis 15. Juli, Zeit sich für einen Studienrichtung zu entscheiden. Die Online-Registrierung ist die Voraussetzung für die spätere persönliche Einschreibung. Die Zulassungsbescheide werden bis Mitte August verschickt, die Immatrikulation findet voraussichtlich in der zweiten Septemberhälfte statt. Das Semester beginnt am 1. Oktober.

Studieninteressierte erhalten weitere Informationen online unter www.ohm-hochschule.de, per Mail an studienstart@ohm-hochschule.de oder 0911/58804114.

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Vorverkauf für die Ohmrolle startet wieder

Am 19. April findet im Cinecittà wieder die Ohmrolle statt, die Leistungsschau der Design-Studenten der Ohm-Hochschule. Dort wird auch „Rosalie“ (Szenenfoto) zu sehen sein. Die Semesterarbeit von Jan Jungbluth ist ein fiktiver Titel-Vorspann für eine schwarze Komödie. Darin schafft die Titelheldin potenzielle Nebenbuhlerinnen aus dem Weg. Rosalie hat sich nämlich unsterblich in ihren Chef verliebt, doch der beachtet sie kaum…
Das kleine Filmfest der Ohm-Studenten findet wie immer im größten Saal des Kinos statt. Parallel wird es heuer erstmalig sogar in zwei weitere Kinosäle übertragen. Damit reagieren die Veranstalter auf die in den vergangenen Jahren stets sehr große Nachfrage nach den Karten. Diese werden am kommenden Montag, 2. April, im Cinecittà verkauft. Die Ohmrolle geht dann gute zwei Wochen später, am 19. April ab 19.30 Uhr über die Bühne. Ob Realfilm, Computeranimation oder Zeichentrick – auch diesmal kann sich das Publikum auf die neuesten Produktionen im Studienfach Film und Animation freuen. „Neben vielen originellen Ideen sind es diesmal auch die leisen und nachdenklichen Filme, die besonders gelungen sind“, sagt Organisator Professor Jürgen Schopper.

fbh

Das Ohm residiert direkt neben dem Schloss

Die Ohm-Apotheke direkt neben dem Erlanger Schloss. In letzter Zeit zeigen sich die Präsidenten der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg und der Ohm-Hochschule für Angewandte Wissenschaften Nürnberg gerne gemeinsam: Sie haben den EnergieCampus in Nürnberg gemeinsam eingeweiht und den Nuremberg Campus of Technology gegründet. Immer musste der Erlanger Präsident Professor Karl-Dieter Grüske dazu nach Nürnberg reisen

Witzig: Seit eine Buchhandlung in Erlangen am Schlossplatz gewichen ist, residiert ausgerechnet die Ohm-Apotheke direkt in Schlossnähe. Das heißt, während die Uni mit einigen Professoren (neben der ehemaligen WiSo- und der EWF-Fakultät) nach Nürnberg kommt, kommt auch das Ohm nach Erlangen. Auch hier sind die FAU und das Ohm also direkt benachbart. Dass es eine Friedrich-Alexander-Apotheke demnächst direkt neben dem Keßlerplatz in Nürnberg geben wird – davon mag so mancher Erlanger Uni-Prof vielleicht zwar träumen. Realität wird dies aber wohl in absehbarer Zeit nicht werden. mk

Ohm: Nürnberger Technik lässt Kylie strahlen

Nürnberger Technik lässt Kylie strahlenEine Frau liegt auf dem Boden, den Körper auf die Seite gedreht, die Hände vor dem Gesicht. Um sie herum liegen halbnackte Männer in seltsamen Posen. Keiner rührt sich. Um die liegenden menschlichen Körper sind weiße Umrisse gemalt, die denen ähneln, die Ermittler am Tatort um eine Leiche ziehen. Doch diese Konturen leuchten grell und bewegen sich. Sie flackern im Takt von elektronisch anmutender Musik, die von Sekunde zu Sekunde lauter wird.

Diese Szene ist nicht etwa der Beginn eines spannenden Science-Fiction-Krimis, sondern der Anfang des neuen Musikvideos „Get outta my way“ („Geh mir aus dem Weg“) der australischen Sängerin Kylie Minogue. Produziert wurde es Ende August in der Nähe von London. Die aufwändigen Echtzeit-Lichteffekte für das fast vier Minuten lange Filmchen stammen von Frieder Weiss, der seit knapp zehn Jahren als Lehrbeauftragter „Media Engineering“, also Medien-Ingenieurwesen, an der Georg-Simon-Ohm-Hochschule lehrt.

Weiss hat Mitte der 1990er Jahre ein Verfahren für Projektionen entwickelt. Dabei nimmt eine Infrarot-Kamera ein Bild auf, etwa von der liegenden Kylie Minogue. Dieses Bild wird dann in Sekundenbruchteilen an einen Computer geschickt, wo eine Software das Bild mit einem gewünschten Effekt verfremdet. In diesem Fall werden hell leuchtende Konturen errechnet.

Ein Projektor wirft diese Umrisse dann zurück auf die Projektionsfläche, im Video ist das die Tanzfläche auf der Bühne. Und wenn Kylie sich bewegt, dann tun ihre blitzenden Konturen das auch, weil die Infrarot-Kamera ja stets die Bewegungen filmt. Das alles passiert in der Dunkelheit, damit die Infrarot-Kamera nur das eigentliche Geschehen erfasst, nicht aber die Projektion mit einfängt. „Sonst würde es eine Rückkopplung geben“, erklärt Frieder Weiss.

Auf die Idee mit den interaktiven Projektionen kam der Diplom-Ingenieur, der einst am Ohm Nachrichtentechnik studierte, als er mit den Mitteln der industriellen Bildbearbeitung experimentierte. In den Neunzigern war er Mitglied einer Band. Irgendwann hatte er den Einfall, den Synthesizer an einen Bildbearbeitungsautomaten anzuschließen. Er tüftelte mit der Musik, die so entstand. Später ließ er nicht mehr eine Melodie erzeugen, sondern bewegte Bilder.

Diesen bewegten Bildern hat Weiss nun die Kooperation mit Kylie Minogue zu verdanken. Ein befreundetes Regisseur-Paar schlug dem Management der Sängerin vor, Weiss’ interaktive Projektionen in dem Video einzusetzen. „Es war total spannend, an dem Musikvideo mitzuarbeiten“, erinnert sich Weiss. „Ich kenne diese Welt ja kaum.“ Mit Video-Installationen, etwa bei der Blauen Nacht oder bei künstlerischen Aufführungen, hat er viel Erfahrung. Musikvideos machte Weiss aber noch nie.

Innerhalb von drei Tagen ging in den berühmten Pinewood-Studios, wo viele James-Bond-Streifen entstanden, alles über die Bühne: Zwei Tage Aufbau, ein Tag Dreh. „Am Drehtag haben wir von früh um acht Uhr bis weit nach Mitternacht gearbeitet“, erinnert sich Weiss.

Die populäre Sängerin zu treffen, war für ihn etwas Besonderes. Sehr locker sei sie gewesen. „Außerdem hat sie sich sehr für die Technik interessiert“, sagt der 50-Jährige. Das habe ihm geschmeichelt. „Sie hat mir auch noch den Ratschlag gegeben, ich solle mir das Verfahren unbedingt schützen lassen. Aber ich bin ja eigentlich gegen Patente.“

Außer mit den Umrissen hat Weiss für das Kylie-Video mit hellen Strahlen gearbeitet, die aus der Mitte der Körper zu wachsen scheinen. Weil er für einen Star, einen Stern also, arbeiten sollte, kamen ihm diese Assoziationen: strahlen, leuchten, scheinen. Die Projektionstechnik kam so gut an, dass eine weitere Kooperation mit Kylie Minogue nicht ausgeschlossen ist: Vielleicht engagiert sie den Nürnberger für ihre nächste Tour.

Für den Moment muss Weiss aber noch seinen Pflichten als Lehrbeauftragter am Ohm nachkommen. Vergangene Woche hielt er seine erste Vorlesung dieses Wintersemesters. Vor den Studenten konnte er mit der „Kylie-Geschichte“ ordentlich punkten. „Das hatte einen ganz guten Attraktionswert“, sagt er schmunzelnd.

Professor Heinz Brünig, mit dem Weiss gemeinsam an der Fakultät Elektrotechnik–Feinwerktechnik–Informationstechnik (Efi) lehrt, ist stolz, dass er seinen Studenten „einen so hochkarätigen, international tätigen Experten“ bieten kann – noch dazu einen, der selbst einmal an der Ohm-Hochschule studiert hat. Und der Kylie kennt.

Florian Heider

Und hier kann man Kylie Minogues neues Video „Get outta my way“ sehen (externer Link!)

Ohm-Film schaffte es bis nach Cannes

wehe2Großer Erfolg für Sermin Kaynak, die vergangenes Jahr ihr Design-Studium an der Nürnberger Georg-Simon-Ohm-Hochschule abgeschlossen hat: Ihre Diplomarbeit wurde als einer von zehn vielversprechenden deutschen Nachwuchsfilmen auf den Internationalen Filmfestspielen in Cannes gezeigt. Wie es dazu kam, steht am Montag (7. Juni 2010) in der Stadtausgabe der Nürnberger Zeitung (Seite +3).

Zu sehen ist der fünfminütige Kurzfilm „Oh wehe mir“ unter diesem Link.

fh

Der kleine Unterschied

VerhandeBarbie, Ken und was sonst noch geht“, lautet der Titel einer ihrer Vorlesungen. Eine zweite heißt: „Ohne Angst ver­schieden sein.“ Heute beginnt das Sommersemester an der Nürnber­ger Ohm-Hochschule und Renate Bitzan tritt dort ihre neue Arbeits­stelle an – als Professorin für „Gender und Diversity“.

„Ich hoffe, die Studenten ler­nen bei mir, sensibel zu sein gegenüber Benachteiligungen in unserer Gesellschaft“, sagt Bit­zan. Sie sollen erkennen, wenn Menschen aufgrund ihres Ge­schlechts oder Alters, ihrer Natio­nalität, Religion oder einer Be­hinderung benachteiligt werden. „Und dem im besten Fall entge­genwirken.“

19 Professoren, 2 Professorinnen

Die Ohm-Hochschule hat Bit­zans Professur im Rahmen ihres Gleichstellungskonzepts geschaf­fen und an der Fakultät für Allge­meinwissenschaften angesiedelt. Dort standen auf der Professoren­liste bislang lediglich 2 Frauen gegenüber 19 männlichen Lehren­den. „Gerade in den technischen Fächern sind immer noch deut­lich mehr Männer eingeschrie­ben“, sagt Bitzan. „Auch ihnen möchte ich einen Einblick in die sozialwissenschaftliche Geschlechterforschung geben.“

Denn da hat sich einiges getan. „Vor hundert Jahren durften die ersten Frauen studieren“, sagt Bit­zan. „Barbie und Ken“ können Studierende aller Studiengänge als Wahlpflichtfach belegen. Die Anmeldungen laufen derzeit zwar noch, „aber bislang haben sich tat­sächlich mehr Männer als Frauen eingeschrieben“.

Auch die Wirtschaft entdeckt Diversitätsstudien für sich. „Es hat Vorteile, wenn eine Beleg­schaft divers, also vielfältig zusammengesetzt ist“, erklärt Bit­zan. Menschen mit unterschiedli­chen Hintergründen sind dem­nach im Team besonders kreativ und produktiv. „Bisher habe ich Politik- und Sozialwissenschaft­ler unterrichtet, jetzt kommen Ingenieure dazu“, sagt Bitzan. „Ich bin sehr gespannt.“

Christina Merkel

Hörsaal als Schlafzimmer

Hörsaal_OhmDie Studenten haben es sich gemütlich gemacht: Einen Adventskranz haben sie im Foyer der Ohm-Hochschule an der Bahn­hofstraße in Nürnberg stehen, und einen Weihnachtsbaum. Die Hörsaal-Besetzer haben bereits einen Schichtplan entworfen, damit auch über Weihnachten immer jemand das Audimax besetzt hält und die Hochschule nicht einfach über die Feiertage die Türen schließen kann.

Der Hochschulleitung geht die Besetzung schon länger auf die Nerven, auch Prof. Roland Geg­ner, Dekan der Fakultät Betriebs­wirtschaft, hat die Studenten bei einer Podiumsdiskussion vor einer Woche aufgefordert, den Hörsaal wieder für Lehrveranstal­tungen freizugeben: „Am besten schon morgen Früh um 8 Uhr.“ Es grummelt auch unter den Studen­ten: Nicht alle stehen geschlossen hinter dieser Form des Protestes, und nicht alle Kommilitonen ste­hen hinter den Forderungen.

„Das ist eine Unverschämtheit“

Vor allem Studenten der Betriebswirtschaftslehre stört es, dass sie für ihre Pflichtveranstal­tungen aus dem Audimax in klei­nere Räume und teilweise ganz andere Gebäude ausweichen müs­sen – während im Hörsaal sogar unter tags manchmal mehr geschlafen als gestreikt wird. Am Mittwoch gegen 10 Uhr waren im größten Vorlesungsraum an der Bahnhofstraße gerade einmal drei Streikende, alle in ihre Schlafsä­cke eingelümmelt. Die Luft roch verbraucht.

„Das ist eine Unver­schämtheit“, beklagt sich ein Fünftsemestler, und eine Kommi­litonin ergänzt: „Wenn sie wenigs­tens unter tags in einen anderen Raum gehen würden, könnte ich ja noch damit leben.“ Dann würde – argumentieren Befürworter der Besetzung – die Aktion aber deutlich an Gewicht verlieren, der Druck auf die Poli­tik geringer werden. Zum Streik gehört bewusst die Provokation, auch mit geringem Personal – und sogar schlafend – ganze Massen­veranstaltungen lahmzulegen.

Markus Kaiser

Protest im Internet

InternetProgramm für Montag, 22.11.: 10-13 Uhr Lernphase (Abso­lute Ruhe!), 13 Uhr Infoplenum. Ab 20 Uhr spielt Live-Musik und eine Stunde später beginnt der Karaoke-Wettbewerb auf der gro­ßen Bühne. Wer nicht vor Ort im besetzten Audimax in Erlangen sein kann, der erfährt im Internet genau was passiert.

Die Polizei war noch nicht ganz abgerückt, die Menge im Audi­max gerade dabei ihre Abstim­mungsregeln zu klären, da stand auch von den Nürnberger Beset­zern bereits eine Streik-Home­page im Netz.Auf beiden Internetseiten erfährt der unerfahrene Strei­kende den Tagesablauf, kann sich Infoflyer und Plakate herunterla­den und per Kommentarfunktion über die Forderungen mitdiskutie­ren. Wem Lesen noch nicht genug ist, der kann die Geschehnisse sogar per Live-Video-Stream mit verfolgen. Interviews mit Profes­soren haben die Streikenden auf­gezeichnet und ins Netz gestellt. Natürlich gibt es jede Menge Fotos.

Online statt persönliche Treffen


Als sie Ohm-Hochschulleitung gestern die Studierenden auffor­derte, die besetzten Räume wie­der freizugeben, stand das Schrei­ben sofort im Netz. Die Gegendar­stellung der Besetzer folgte kurze Zeit später. Beide Seiten können ihre verschiedenen Standpunkte nun online nachlesen. Zu Gesprä­chen haben sich die Fronten noch nicht getroffen.

Auf die Vorwürfe, die Besetzter zerstörten das Gebäude, folgte gestern Abend der Online-Gegen­beweis. Fotos von Studenten, die die Toiletten der Ohm-Hoch­schule putzen. „Unter dem Motto ,sauberer Protest’ fand eine gemeinsame Putzstunde der Strei­kenden statt. Vom Fussboden bis zu den Toiletten wird gewischt und geputzt.“ Die „Zuschauer“ zu Hause am Computer applaudieren per Kom­mentarfunktion virtuell Applaus. Immer wieder ist auf beiden Streik-Seiten zu lesen: „Komm vorbei, macht mit!“

Christina Merkel

Das Ohm einmal anders

OhmDas Ohm macht… klüger“, lautet seit etwa einem Jahr der Leitspruch der Georg-Simon­Ohm Hochschule Nürnberg. Mit weißer Schrift auf blauem Grund ziert das Motto seither werbewirk­sam Plakate, Broschüren und T-Shirts. Im „Ohm-Shop“ gibt es Kulis, Taschen und Armbanduh­ren mit dem großen griechischen Omega – dem Zeichen für den elektrischen Widerstand, den der deutsche Physiker Georg Simon Ohm beschrieben hat.

Für den Ohm-Carrier-Service macht das Ohm „Karrieren“. Für die Lange Nacht der Wissenschaf­ten Ende Oktober wurde es vorü­bergehend sogar „nachtaktiv“. „Das Ohm macht“ viele unter­schiedliche Dinge. Auf dem Hoch­schulgelände sind auch weiß­blaue Plakate mit dem Spruch zu entdecken: „Das Ohm macht … arm.“

„Als wir von der neuen Ohm­Kampagne erfahren haben, haben wir uns diesen Gegenentwurf aus­gedacht“, sagt Lorenz Hartung, Vorsitzender des Allgemeinen Stu­dierenden Ausschusses (ASt A) der Hochschule Nürnberg. „Wir haben die Glühbirne mit dem Ohm-Symbol nachgezeichnet, die Plakate mit unserem Spruch dru­cken lassen und auf dem Campus aufgehangen.“

Gemeinsam hatten die Mitglie­der des AStA überlegt, wie sie zu dem Hochschulmotto stehen. „Für die Außenwirkung mag es gut sein und den Absolventen etwas bringen, wenn die Hoch­schule dadurch bekannt wird“, sagt Hartung. „Doch das ist nur eine Blase nach außen. Man sollte den Studierenden nicht einreden, dass die Ohm-Hochschule sie klü­ger macht, sondern die Studienbe­dingungen wirklich verbessern.“

Die Aktion hätte rechtliche Kon­sequenzen haben können. Darauf wies die Hochschulleitung den ASA hin. „Die Hochschulleitung hält die Rechte an dem Design. Wir haben es zusammen mit einer Agentur entwickelt und bezahlt“, sagt Achim Hoffmann, Kanzler der Hochschule. Nur die Hoch­schulleitung kann daher anderen gestatten, die Gestaltung zu über­nehmen.
Einzelne Fakultäten haben bereits ihre eigenen „Das Ohmmacht…“-Versionen.

„Der Spruch des ASt A ist von einer Fantasielosigkeit, die nur schwer zu unterbieten ist“, sagt Hoffmann. Die Aussage sei platt und ohne Inhalt.„Geradean unse­rer Hochschule gibt es eine Viel­zahl von Befreiungsmöglichkei­ten“, sagt Hoffmann. Damit sozial Benachteiligte keine Studienbei­träge zahlen müssen. „Wir konn­ten noch nicht feststellen, dass jemand aus finanziellen Gründen das Studium abbrechen musste.“

„Für Werbung gibt die Hoch­schule Geld aus“, beklagt sich Lorenz Hartung. „Für Qualitäts­management gibt es dagegen noch kein vernüftiges Konzept.“ Der Hausmeister hat die ASt A-Pla­kate abgehängt. „Nur in ein paar Nischen, in denen sie noch nie­mand entdeckt hat, hängen sie noch“,sagt Hartung.

Christina Merkel

Matthias Steiner stemmt 150 Kilo für die Uni

 

Die drei Gewichtheber Jürgen Spieß (Europameister), Matthias Steiner (Olympia-Sieger) und Oliver Caruso (ehem. Weltmeister) widmen ihre Kraft "dem lebendigen Geiste"

Die drei Gewichtheber Jürgen Spieß (Europameister), Matthias Steiner (Olympia-Sieger) und Oliver Caruso (ehem. Weltmeister) widmen ihre Kraft "dem lebendigen Geiste" der Uni Heidelberg

Zwei Meter hoch, mehr als 150 Kilogramm schwer und knall­rot ist der Buchstabe „S“, den Gewichtheber Matthias Steiner zusammen mit zwei Kollegen vom Boden in die Senkrechte hebt. Die restlichen 17 Buchstaben hat bereits ein Kran aufgestellt. Zusammen bilden sie den Schrift­zug „Dem lebendigen Geiste“ und zieren nun den Vorplatz der Hei­delberger Universität.

Steiner gewann im vergange­nen Jahr Gold bei den Olympi­schen Spielen in Peking. Doch berühmt wurde der 26-Jährige vor allem durch das Foto seiner verstorbenen Frau, das er bei der Siegerehrung in die Kameras hielt. Nun wird er ab Ende Juli in Heidelberg wohnen und wirbt mit seiner Kraft schon jetzt um Spen­dengelder für die Universität.

Statt kräftiger Gewichtheber hat sich die FH Nürnberg ein schwergewichtiges Fahrzeug als Werbeträger ausgesucht. Bis Juni fuhr ein Bus durch Nürnberg, auf dem das neue Motto der Georg-Si­mon- Ohm-Hochschule zu lesen war: „Das Ohm macht klüger!“

Wir haben viele tolle Studien­gänge, doch zu wenige Leute wis­sen davon“, sagt Wolfgang Feige vom Büro für Öffentlichkeitsar­beit der Fachhochschule. Die im vergangenen Oktober gestartete Kampagne soll das ändern. „Wir wollen das Ohm zu einer richti­gen Marke machen, um unseren Bekanntheitsgrad zu steigern und die besten Studenten nach Nürn­berg zu holen“, sagt Feige. Inzwi­schen gibt es Kullis, Taschen und Armbanduhren mit dem Ohm-Zei­chen für elektrischen Widerstand.

Bekannt ist die Uni Heidelberg. Sie feiert im Jahr 2011 bereits ihr 625-jähriges Bestehen. Pünktlich zu diesem Jubiläum sollen die Gebäude renoviert werden. Statt um Studenten soll „der lebendige Geist“ also um Spendengelder werben. Die Hälfte der nötigen fünf Millionen Euro sind bereits von Sponsoren zugesagt worden. Ob das Ohm ebenfalls so durch­schlagenden Erfolg hat, werden erst die Studentenzahlen des kom­menden Wintersemesters zeigen.

Christina Merkel