Auch das noch: Bibliothekarin wegen Harlem Shake gefeuert

In Oxford tanzten Studenten in der Bibliothek den Harlem Shake, wie Spiegel online berichtet. Die Uni feuerte die Bibliothekarin, weil sie die Aktion nicht verhindert hatte. Was in der Anfangsszene des Videos noch nach einem „Einzelkämpfer“ aussieht, entwickelt sich später weiter zu einer Massenparty.

Harlem Shake

Breit gefächertes Wissen – Im Studium naturale

FrankfurKunst, Theologie, Rechtslehre – diese Fächer zählten für Adelssöhne im Mittelalter zur guten Schule. Eine breite Allge­meinbildung war wichtig für die, die später Städte und Länder regieren sollten.

Heute dürfen auch Töchter studieren und Studi­engänge, die „Biomedical Compu­ting“ und „Aerospace Enginee­ring“ heißen, legen besonderen Wert auf Spezialisierung.

„Studia generalia“ hießen die ersten Universitäten in Europa. Im 13. Jahrhundert verlieh das Heilige Römische Reich diesen Titel ausschließlich an exzellente Bildungsstätten; die Pariser Sor­bonne gehörte bereits dazu, sowie die britischen Universitäten Oxford und Cambridge. „Stu­dium Generale“ war auch das Schlagwort des humanistischen Bildungsideals nach Humboldt. Geistes-, Sozial-, Rechts- und Naturwissenschaften – alles soll­ten die Studenten lernen.

Zurück zu den Wurzeln

Die Technische Universität München geht nun einen Schritt zurück zu den Wurzeln. In einem „Studium naturale“ sollen sich die Studenten breites Basiswissen aneignen, um sich anschließend besser für eine Fachrichtung ent­scheiden zu können. Das einjäh­rige Studienprogramm können Studenten freiwillig vor Beginn eines Bachelor-Studiengangs absolvieren. Sie lernen Grundla­gen der Physik, Mathematik, Bio­logie und Chemie. Eine erfolgrei­che Teilnahme erkennt die TUM dann bei der Zulassung zum Bachelorstudium an; einzelne Ver­anstaltungen können angerechnet werden.

„Das Studium naturale wird unsere Studierenden zu individu­eller Studiengestaltung erziehen. Wer es bestanden hat, wird später kaum zu den Abbrechern des nachfolgenden Studiums gehö­ren“, sagt TUM-Präsident Wolf­gang Herrmann. Das Studium naturale wird am Wissenschafts­zentrum Weihenstephan der TUM zunächst für drei Jahre erprobt und soll jährlich bis zu 100 Studie­rende aufnehmen.

Christina Merkel