Winterball der Hochschulen: Vorverkauf startet

Für den Winterball der Nürnberger Hochschulen am 1. Februar 2014 (Meistersingerhalle, 20 Uhr) hat jetzt der Vorverkauf begonnen. Mitglieder und Freunde von Universität und Fachhochschulen können sich laut Veranstalter auf ein abwechslungsreiches Showprogramm mit Luftakrobatik und Showtanz sowie eine Mitternachtstombola freuen. Die Karten kosten ab 30 Euro, für Studenten 15 Euro. Erhältlich sind sie bei den beteiligten Hochschulen in Nürnberg und Erlangen, beim Studentenwerk und den Geschäftsstellen der NZ. Das ganze Programm sowie alle Vorverkaufsstellen finden sich hier.

Nur noch eine Stunde: Wie wird das Wetter nun beim Schlossgartenfest?

Also im Bereich Meterologie besteht nun wirklich dringender Forschungsbedarf. Den ganzen Tag über surfe ich nun schon im Netz bei wetter.de oder wetter.com, höre halbstündlich die Wettervorhersage auf Bayern3 und Antenne Bayern, schaue auf den Homepages dieser Sender nach – und weiß immer noch nicht, ob es heute Abend beim Schlossgartenfest nun regnen, gewittern, schauern oder schön wird. Und das eine Dreiviertelstunde vor dem Einlass und gut zwei Stunden vor der Rede Grüskes, die – darauf wette ich – sich zum Großteil um die Wetterkapriolen drehen wird.

Klar, Uni-Rektor Grüske muss das Fest um alles in der Welt stattfinden lassen, sonst ist der finanzielle Schaden zu groß, und die Leute würden sich tierisch ärgern, wenn es dann doch schönes Wetter geben würde. Viele waren vergangene Woche über die ihrer Ansicht nach viel zu späte Absage verärgert. Andererseits ist es eben keine Grillfeier oder das Rommel-Sommerfest, wo man sich mit Jeans und T-Shirt nicht so die Klamotten versauen kann wie beim Sommerball in Anzug und Abendkleid. Ist die Entscheidung nun vernünftig, das Fest stattfinden zu lassen, wo doch wetter.de schon seit Tagen für den Samstagabend Gewitter meldet?

Die Wettermeldungen sind kurios: Okay, wetter.de scheint nicht so oft zu aktualisieren, da steht seit Tagen (und heute auch den ganzen Tag auf der Homepage unter Erlangen), dass es ein Gewitter abends gibt. Die Seite wetter.com hat heute Mittag noch Hoffnung gemacht, nur für Nachmittag einen Schauer angekündigt, für abends aber nur „wolkig“. Auf der Seite passiert heute den ganzen Tag schon am meisten: Erst hat der Deutsche Wetterdienst in München für die Zeit von 13 bis 15 Uhr eine Unwetterwarnung mit Starkregen mit bis zu 40 Liter pro Meter ausgegeben, mit Überflutungen von Kellern und Straßen usw. Das volle Programm! So schlimm kams aber nicht: Wenn man sich vor Ort in Erlangen umgesehen hat, wars dann doch nur eher ein kleinerer Schauer statt der angekündigten Weltuntergangsstimmung.

Dann auf einmal schwenkte wetter.com um: Auf einmal sollte es abends statt „wolkig“ doch gewittern (seit zirka 15.30 Uhr bleibt diese Meldung stabil erhalten). Und es gab eine neue Unwetterwarnung: diesmal für den ganzen Landkreis Erlangen-Höchstadt, in den Erlangen eingeschlossen ist. Es sollte zwischen 17 und 21 Uhr gewittern, so zwischen 15 und 25 Liter pro Meter diesmal. Um 16:56 Uhr dann die nächste Meldung: diesmal gleich 40 Liter pro Meter „innerhalb kurzer Zeit“. Und jetzt von 16.56 bis 19.00 Uhr. Bliebe also genug Zeit, um die Tische und Bierbänke mit Handtüchern abzutrocknen und die Wege vom Wasser zu befreien.

Das hat Rektor Grüske auch auf der Homepage versprochen: „Falls es nachmittags einmal regnen sollte, werden wir alles tun, um die Wege und die Rasenflächen in einen ordentlichen Zustand zu bringen.“ Zudem hat Grüske auf der Homepage (aufgerufen um 17:43 Uhr) noch eine eigene Wetterprognose, die mit der von wetter.de und der von wetter.com nichts zu tun hat: „Nach den übereinstimmenden Prognosen wird sich das Wetter nach Durchzug einer Zone mit Schauern und Gewittern nach 17 Uhr beruhigen. Für den Abend wird dann nur noch eine recht geringe Schauerwahrscheinlichkeit vorhergesagt.“

Wie gesagt, ich bin gespannt, wie der Abend wird…

Zweiter Anlauf: Schlossgartenfest findet statt

Der Rektor hat entschieden: Das Schlossgartenfest soll heute Abend stattfinden, auch wenn wetter.de mit einem Gewitter rechnet, wetter.com nur nachmittags von Regenschauern und abends von „wolkig“ ausgeht. Riskant ist die Entscheidung allemal. Organisatorin Ursula Ertl rät deshalb auch den Besuchern, für alle Fälle einen Schirm mitzunehmen. Es sei mit einer geringen Schauerwahrscheinlichkeit zu rechnen.

In der vergangenen Woche gab es teilweise massiven Ärger, weil die Absage so spät erfolgt ist (erst nach 17 Uhr, um 12 Uhr war noch davon ausgegangen worden, es kann stattfinden). In der NZ hat sich Grüske daher bei den Besuchern entschuldigt, die trotzdem kamen. Im „Campus-Blog“ war die Mehrheit verärgert – nicht wegen der Absage, sondern weil sie so spät erfolgt ist. Einer sprach davon, er habe sich geärgert, weil er schließlich 100 Kilometer nach Erlangen gefahren sei.

Ob Grüskes Entscheidung richtig ist, dass heute das Fest stattfindet, wird man wohl erst heute Abend oder Nacht beantworten können. Natürlich steht der Rektor unter großem Druck: Regnet es heute Nachmittag und Abend wieder wie verrückt, kritisieren alle: Warum hat er nicht gleich abgesagt? Hätte er mittags abgesagt und es wäre schön geworden, dann wäre er auch belämmert dagestanden. Und einen weiteren Nachholtermin hätte es sowieso nicht gegeben.

Neuer Versuch fürs Schlossgartenfest: Und wieder solls gewittern…

Ach nein! Auch für den kommenden Samstag ist nach heutigem Stand ein Gewitter mit viel Regen vorhergesagt. Wenn das Schlossgartenfest wieder nicht stattfinden kann, fällt es ersatzlos aus. Das gabs bisher in der Geschichte des größten Gartenfests Europas nur einmal. In der NZ hat sich Rektor Grüske entschuldigt für die späte Absage am vergangenen Samstag.

Schlossgartenfest doch abgesagt

Es wird sicherlich nicht am Eintrag im Campus-Blog und an den kritischen Kommentaren gelegen haben: Das Erlanger Schlossgartenfest für heute Abend wurde aber ganz kurzfristig heute um 17 Uhr doch abgesagt. In Erlangen schüttet es aus Kübeln. Spaß hätte bei diesem Sauwetter sicherlich niemand an dem Ball gehabt. Nächste Woche soll es nachgeholt werden.

Schlossgartenfest findet statt – trotz Gewitter am Nachmittag

Die Entscheidung hat spätestens heute Mittag fallen müssen (wegen des Catering und der Vorbereitungen). Das Schlossgartenfest findet heute statt, hat Organisatorin Ursula Ertl mitgeteilt (und wird nicht – wie schon mehrfach geschehen – um eine Woche verschoben). Und gerade gewittert es in Franken und um 15.06 Uhr regnet es in Nürnberg (auch am Norisring) ohne Ende. Ist diese Entscheidung richtig oder hätte Rektor Grüske das Fest nicht doch lieber um eine Woche verschieben sollen?

Ach ja, heute Vormittag war im Internet wirklich noch die Wettervorhersage von nur bewölkt ausgegangen (in den Tagen vorher war auch für Samstag stets von einem Gewitter die Rede). Jetzt kündigt der Wetterdienst auch für Abend Gewitter und Regen in Erlangen an. Das wird die Besucher freuen, wenn ihre teuren und schönen Ballkleider alle schmutzig werden…

Unter der Rufnummer 09131/85-22099 verkündet Frau Ertl immer noch, dass ein „kleiner Schauer“ nicht völlig auszuschließen sei, und bittet darum, „dafür Vorsorge zu treffen“ und freut sich auf „ein schönes Fest“, das – wie geplant – eben stattfindet. Woher hätten die Organisatoren mittags auch wissen sollen, dass es aus allen Kübeln schüttet?

Studentenstadt Erlangen

Von Julius Brockmann

Kollegien.jpgEgal, ob das Schlossgartenfest, Public Viewing zur Fußball-EM, oder einfach nur gemütliches Grillen. Für Studenten in Erlangen spielt sich fast alles in oder um den Schlossgarten herum ab. Auch viele Institute sind hier beheimatet. Besonders kleine Studiengänge, wie Medienwissenschaft oder Christliche Publizistik, ermöglichen schnell Kontakt zu Mitstudenten. Im Gegensatz dazu stehen Massenstudiengänge wie Germanistik oder Ökonomie. Hier pflegen viele Kommilitonen flüchtigen Kontakt.

Wer der räumlichen Enge entkommen will, wohnt in Nürnberg oder gar Fürth. Und so haben wenige Studenten, die in Nürnberg arbeiten und leben, enge Freundschaften zu Personen nach Erlangen, die in ihrem eigenen Mikrokosmos rund um den Schlossgarten leben. Zum Feiern geht man ins E-Werk oder in den Hirschen. Der Nachtbus mit seiner gut einstündigen Fahrt über Thon und die umliegenden Dörfer scheint wenig attraktiv für beide Seiten: Man bleibt lieber unter sich.

Kein Semesterticket

Unterstützende Faktoren sind da das Fehlen eines günstigen Semestertickets, so dass viele sich den Nahverkehrpass sparen. Hinzu kommt die strikte Trennung von vielen Studiengängen: Entweder man studiert in Erlangen oder in Nürnberg. Dies drückt sich schon im Namen aus. Schließlich ist man nicht an der Universität Mittelfranken, der Metropolregion Uni Nürnberg, oder gar der Norisuniversität. Ähnlich ergeht es da Studenten an der Uni Duisburg-Essen. Auch hier wird gependelt.Liegewiese_1.jpg

Gerade in kleineren Städten mit hohem Studentenanteil wie in Münster, Gießen, oder eben Erlangen beobachtet man das Phänomen der Rudelbildung. Diese Städte bieten die Infrastruktur und das Kulturangebot, das dem gemeinen Studi ausreicht, um seine Bedürfnisse zu befriedigen. Und gerade weil man sich immer wieder über den Weg läuft, entstehen mit der Zeit enge Freundschaften.

So verwundert es dann nicht, dass eine Studentin aus Berlin, die zu Gast in Erlangen ist, feststellt: „Krass, wie viele nette Leute du hier kennengelernt hast, bei uns an der Uni ist das ganz anders, irgendwie anonymer.“