Feierliche Amtseinführung der neuen Kanzlerin

Amtseinführung FAU-KanzlerinAnderthalb Jahre musste sie auf diesen Tag warten. Wegen der Klage eines unterlegenen Mitbewerbers verschob sich der Dienstantritt der neuen Kanzlerin an der Universität Erlangen-Nürnberg immer wieder. Seit 40 Tagen ist sie nun im Amt. Heute wurde Sybille Reichert nun auch feierlich in ihrem Amt begrüßt.“Was lange währt, wird endlich gut“, sagte Universitätspräsident Karl-Dieter Grüske in seiner Rede. „Wir haben nicht damit gerechnet, dass es plötzlich so schnell geht, deswegen haben wir noch etwas Zeit für die Festvorbereitung gebraucht.“

Die Einladungsliste war lang, schließlich bekommt die Friedrich-Alexander-Universität (FAU) nicht oft ein neues Verwaltungsoberhaupt. Kanzler Thomas A. Schöck war 25 Jahre im Amt,  sein Vorgänger 14 Jahre lang. Außerdem ist Sybille Reichert die erste Frau an der Spitze. Als Festgäste gratulierten unter anderem Bayerns Innenminister Joachim Herrmann, Ministerpräsident a.D. Günther Beckstein, Wolfgang Strietzel, als Ministerialrat im Kultusministerium zuständiger Ansprechpartner der FAU, Erlangens aktueller Oberbürgermeister Florian Janik, sowie zahlreiche weitere Vertreter aus Politik, Justiz, Wirtschaft und der Universität.

„Sie ist die am besten geeignete Person auf dieser Position“, lobte Grüske die neue Kanzerlin. Moderne Universitäts-Verwaltungen müssten heutzutage weniger Behörden als Serviceeinrichtungen für Forschung und Lehre sein. Zur Unterstützung bot Innenminister Herrmann der Kanzlerin gleich seine Handynummer an, „damit wir vieles auf dem kurzen Dienstweg klären können“. In seiner Funktion als Bauminister wird Reichert noch oft mit ihm zu tun haben.

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Was war nochmal heute um 18 Uhr?

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Psst, heute spielt Deutschland…

Einladung zum Pressetermin: Siemens und FAU erforschen Energieversorgung der Zukunft
Termin: 26. Juni 2014, 18.00 Uhr
Ort: Senatssaal im Schloss (1. OG), Schlossplatz 4, Erlangen

Im Dezember haben Siemens und die Uni Erlangen-Nürnberg einen Verbund gegründet. Sie wollen zusammen erforschen, wie Energie in Zukunft bezahlbar und zuverlässig bereitgestellt werden kann. Campus Future Energy Systems (FES) heißt das Projekt, in das Siemens einen zweistelligen Millionenbetrag investiert. So viel Geld ist auf jeden Fall eine Nachricht wert. Aber ausgerechnet heute? Sie hatten doch ein halbes Jahr lang Zeit.

Für 18 Uhr haben die Projektpartner zum Pressetermin geladen. Sie unterschreiben heute den Vertrag für die Zusammenarbeit. Karl-Dieter Grüske wird da sein, der Präsident der FAU, der Vizepräsident für Forschung, Joachim Hornegger, und auch Klaus Helmrich, Technik- und Personalvorstand der Siemens AG. Offenbar alles keine Fußballfans.

Denn heute um 18 Uhr spielt Deutschland gegen die USA und in unserer Redaktion steht ein großer Fernseher.

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Uni-Tomaten reisen ins Weltall

Forscher der Universität Erlangen-Nürnberg und des Instituts für Luft- und Raumfahrtmedizin in Köln wollen ein Gewächshaus ins All schießen. Mit an Bord des Satelliten sind Tomatensamen, aus denen im Laufe der einjährigen Reise eine reife Frucht wachsen soll. Die Wissenschaftler untersuchen, wie sich die Pflanzen in der Schwerelosigkeit entwickeln.

Die Zwergtomatensorte „MicroTina“ haben die Zellbiologen der Uni Erlangen-Nürnberg extra für ihre Mission im All gezüchtet. Im Satelliten befindet sich dazu ein Wassertank, ein Algen-Aquarium und ein Urinfilter – denn ein künstlich hergestellter Urin, den Bakterien im Filter zu Nitrat umwandeln, dient den Tomaten als Dünger. Die Algen helfen dabei, Ammoniak abzubauen, das bei dieser Reaktion als Zwischenschritt entsteht und giftig für die Pflanzen ist.

Algen bauen Gift ab

Das Ökosystem im All könnte nach der Testphase auch auf der Erde nützlich sein: „Gülle, die auf Feldern ausgefahren wird, enthält auch Ammoniak und die Bakterien in der Erde brauchen einige Zeit, bis sie den giftigen Stoff abgebaut haben“, erklärt Jens Hauslage vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR). „Ein Filter wie unserer könnte helfen, die Belastung der Böden zu reduzieren und mehr hochwertiges Nitrat zur Verfügung stellen.“

Das DLR in Köln hat den Satelliten gebaut, in dem die Tomaten in den Weltraum fliegen sollen. Den Zellbiologen um Michael Lebert von der Uni Erlangen bleiben jetzt noch zwei Jahre Vorbereitungszeit bis die Rakete im Frühjahr 2016 von der Vandenberg Air Force Base in Kalifornien in die Erdumlaufbahn startet.

Da scheißt einer die Wand an

Widerliche Schmierereien an der WiSoSchon mehr als zehn Mal ist es passiert. Und das nur in diesem Jahr. Morgens vor acht Uhr waren die Toiletten beschmiert. Mit Dingen, die normalerweise ins Klo gehören, statt an die Wände.
Keiner weiß, wer es gewesen ist. Die Ermittlungen laufen. Deshalb kontrollieren zurzeit Sicherheitsleute die Eingänge zur „WiSo“ in der Langen Gasse in Nürnberg. Stichprobenartig lassen sie sich die Studentenausweise zeigen, wenn jemand ins Gebäude will. Man geht davon aus, dass Studierende keine Fäkalien an Wände schmieren. Zumindest nicht in ihrer eigenen Uni.
Seit 2012 hat es solche Vorfälle im Fachbereich Wirtschaftswissenschaften der Universität Erlangen-Nürnberg immer wieder gegeben. Verteilt im ganzen Gebäude, sowohl in den Frauen- als auch Männertoiletten. Seit diesem Jahr häuft es sich. Doch diesmal nur in den Herrenklos und immer vor Vorlesungsbeginn um acht Uhr.
Alle Mitarbeiter und Studenten haben eine E-Mail bekommen, in denen die Uni erklärt, warum die Kontrollen nötig sind. Außerdem hängen Zettel an den Klotüren, die auf die Strafanzeige gegen Unbekannt aufmerksam machen. Denn nicht nur, dass das Ganze widerlich ist, es ist auch teuer. Das Wachpersonal patrouilliert Tag und Nacht, und die Putzkräfte schieben Sonderschichten.

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Gift lagert auf den Büchern

Bibliothek

Nur in Teil-Bibliotheken, wie hier im vierten Stock in Turm B der Philosophischen Fakultät, und in einigen Seminarräumen lag der PCB-Wert über der „Vorsorgegrenze“. Foto: Harald Sippel

Seit 1989 sind Baustoffe, die PCB enthalten, in Deutschland verboten. Die drei Hochhäuser der Philosophischen Fakultät in der Bismarckstraße in Erlangen stehen allerdings schon seit Anfang der 70er Jahre – als weltweit die größte Menge der chlorhaltigen Öle produziert wurde.

PCB galten lange als idealer Baustoff. Sie isolieren gut, sind wärmeleitfähig und verbrennen erst bei 1000 Grad Celsius. Darum kamen polychlorierte Biphenyle als Dichtungsmaterial zum Einsatz, als Fugenmasse um Fenster, sowie in feuerfesten Farben. Bis Wissenschaftler entdeckten, dass die chlorhaltigen Öle Krebs auslösen können.
„PCB sind nicht akut toxisch, sondern chronisch, wenn man sie über einen langen Zeitraum immer wieder aufnimmt und im Körper anreichert“, sagt Hannes Strebl, Betriebsarzt an der Universität Erlangen-Nürnberg. „Darum muss man die lebenslange Belastung möglichst gering halten.“

„Häufiger lüften“

Bei einer Routineüberprüfung im Sommer waren in den Bibliotheken der Philosophischen Fakultät in Erlangen Werte über 3000 Nanogramm (ng) pro Kubikmeter Luft gemessen worden. Eine Grenze, die als „Interventionswert“ gilt – die Uni musste handeln und gab ein Gutachten in Auftrag, das jetzt vorliegt. „Erhöhte Werte im Sommer sind normal“, sagt Strebl. Ab 9000 ng/m3 hätte niemand mehr das Gebäude betreten dürfen. Bei weiteren Messungen im Winter lagen die Werte nun unterhalb der „Vorsorgegrenze“ von 300 Nanogramm pro Kubikmeter, in den Bibliotheken über 300, aber unter 3000. Die offizielle Empfehlung: „Häufiger lüften“.
„In dem alten Staub, der sich über die Jahre auf den Büchern sammelt, haben wir PCB gefunden“, sagt Uni-Sprecher Heiner Stix. „Nicht jedes Buch wird schließlich jeden Tag ausgeliehen und die Reinigungskräfte dürfen nicht höher als 1,60 Meter putzen.“ Das würde zusätzlich kosten, denn die Regale sind 3,50 Meter hoch und dafür bräuchte das Personal Leitern. In den Semesterferien ist nun eine Bücherputzaktion geplant.

6000 betroffene Mitarbeiter und Studenten

Rund 6000 Mitarbeiter und Studierende gehen in den Philosophen-Türmen ein und aus. „Selbst für Menschen, die jahrelang dort gearbeitet haben, besteht absolut keine Gefahr“, sagt Arbeitsmediziner Strebl. Auch Studenten, die die Bibliothek zur Prüfungszeit intensiv nutzen, müssten sich keine Sorgen machen. „Die Grenzwerte sind so streng ausgelegt, dass sie ihr ganzes Leben dort verbringen könnten“, sagt Strebl. Trotzdem: „Die Belastung der Luft ist leider nicht die einzige Art, wie wir PCB aufnehmen, auch belastete Lebensmittel sind ein Problem.“
Als noch wenig über die giftige Wirkung der Biphenyle bekannt war, gelangten Abfälle sorglos in die Umwelt, ins Meer und in die Nahrungskette. „Eine Zeit lang war vor allem Lachs aus der Ostsee stark belastet“, sagt Strebl.
Besorgte Mitarbeiter konnten sich beim Betriebsarzt untersuchen lassen. 14 nahmen das Angebot an. „Bei fast allen lag der Test unter der Nachweisgrenze, bei manchen darüber, aber weit unter schädlichen Grenzwerten.“
Am Mittwoch, 29. Januar, stellen Strebl und der Dekan der Philosophischen Fakultät, Rainer Trinczek, das Gutachten den Studenten und Mitarbeitern vor.

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Die Uni in zwei Städten

Hochschul-Campus in Erlangen? – Fehlanzeige. Nicht nur, dass die Studenten der Friedrich-Alexander-Universität über ganz Erlangen verstreut sind. Nein, sie befinden sich sogar in zwei verschiedenen Städten. Das wäre kein Problem, wenn die einen nur in Erlangen und die anderen nur in Nürnberg studie­ren würden. Tun sie aber nicht.

So müssen die Wirtschaftsinfor­matiker zum Beispiel Informatik an der Erlanger Tech Fak und BWLan der Nürnberger Re Wi stu­dieren. Dass das bei so manchem den Stunden- beziehungsweise Zeitplan gehörig durcheinander­wirft, ist programmiert. Denn wie soll es bei der obligatorischen 30-Minuten-Pause zwischen den Vorlesungen möglich sein, von Erlangen nach Nürnberg oder von Nürnberg nach Erlangen zu gelangen? Fährt der Student mit dem Zug, kommt er zu spät. Ebenso, wenn er den Bus nimmt. Mit dem Auto wäre es fast zu schaffen, wäre da nicht die lang­wierige Parkplatzsuche.

Dass die Uni auf zwei Städte verteilt ist, hat aber auch Vor­teile. So zum Beispiel für die Lehr­amtsstudenten, die manche Vor­lesungen sowohl in Nürnberg als auch in Erlangen besuchen kön­nen. So lässt sich der Stunden­plan flexibler gestalten. Meistens zumindest.

Am Morgen in Erlangen, am Nachmittag in Nürnberg

So müssen beispielsweise die angehenden Lehrer, deren Stu­dium inzwischen auch auf Bache­lor umgestellt wurde, ein Pädago­gik- Modul mit zwei Vorlesungen belegen. Diese Vorlesungen wer­den sowohl in Erlangen als auch in Nürnberg angeboten. „Prima“, dachte sich ein Nürnberger Stu­dent, der die eine Pädagogik-Vor­lesung in Erlangen besucht. „Dann kann ich ja im nächsten Semester die andere Pädagogik-Vorlesung in Nürnberg besuchen und muss nicht mehr pendeln.“ Zu früh gefreut.

Obwohl die Erlanger und die Nürnberger Vorlesungen den iden­tischen Inhalt haben, müssen beide an einem Ort absolviert wer­den. Wer den einen Schein also in der Hugenottenstadt macht, muss seine Leistung für den anderen auch hier erbringen. Und das, obwohl die Lehrveranstaltungen an der gleichen Uni und nur an anderen Orten angeboten wer­den!
Die Begründung des Dozenten: „Die machen das da ein bisschen anders.“ Aha. Fragt sich nur, wie die ach so flexiblen Studenten innerhalb Deutschlands oder gar Europas von einer Hochschule zur anderen wechseln sollen und dabei Scheine anerkannt bekom­men, wenn das noch nicht einmal innerhalb einer Universität funk­tioniert.

Christin Nünemann

Ich kleb’ dir eine!

Sitzt ein Zebra in der Uni-Bi­bliothek und genießt den Son­nenuntergang. Am Tisch nebenan heult ein roter Mustang mit schwarzem Faltdach und polier­ten Felgen laut auf – die wild­romantische Berglandschaft des Impressionisten Cezanne zwei Arbeitsplätze weiter vorne scheint nicht seinem Kunstver­ständnis zu entsprechen.

In der Brutstätte der Abschluss­arbeiten und Examensvorberei­tung zählen innere Werte seit neu­estem kaum mehr. Wer etwas auf sich hält, bekennt Farbe. Und zwar nicht mit bedrucktem T-Shirt oder bunter Umhängeta­sche. Das Objekt der Selbstdar­stellung bildet eben jenes Spiel­zeug, das es längst vom elitären BWLer-Accessoire zum besten Freund beinahe jedes Studenten geschafft hat: der Laptop.

Damit die Individualität im grau-silber-schwarzen Einheits­glanz nicht zu kurz kommt, kle­ben kreative Notebook-Halter auch an der Universität Nürn­berg- Erlangen vermehrt darauf los und verschönern die langweili­gen Deckelfronten ihrer Begleiter mit bedruckten Folien. Ob in der Unibibliothek, im Lerntempel der Mathematiker oder in der Philoso­phenschule – immer häufiger hal­ten einen die bunten Hingucker vom Lernen ab.

Filmstar-Portrait oder Herzchen-Explosion

Im Internet findet sich mittler­weile eine große Auswahl ver­schiedenster Muster und Formate von rosa Herzchen-Explosion über Filmstar-Porträt bis zu pla­kativen Sprüchen wie „I wasted my life playing video games. Luckily I have two extra lifes“.

Wem diese Möglichkeiten, den anderen Bücherratten zwischen Strafrecht und Exponentialfunk­tion sein wahres Ich mitzuteilen, nicht genügen, der kann bei eini­gen Anbietern sein ganz persönli­ches Klebebildchen gestalten und mit Goethe-Zitat den Literatur­wissenschaftler oder mit Ein­stein- Karikatur den Physiker durchblitzen lassen. Zeig mir dei­nen Laptop und ich sage dir, wer du bist – dank der originellen Sty­lingmöglichkeit rücken Leistung und Marke des Begleiters in den Hintergrund.

Denn was bedeutet schon ein einzelner Apfel auf dem Compu­terrücken, wenn nebenan eine Südtiroler Obstplantage erblüht? Ach wirklich, du studierst Biolo­gie? Ich liebe ja Südtirol! Nett, dich kennenzulernen… Neben erleichterter Kontaktaufnahme bietet die neue Selbstdarstel­lungs- Spielerei mit hohem Ablen­kungspotenzial übrigens auch eine interessante Parallele zur Fächerwahl einer Studentenlauf­bahn: Beide sind Ausdruck der Persönlichkeit und beide können, solange der Geldbeutel mitmacht, beliebig oft gewechselt werden.

Brigitte Vordermayer

Viel zu später Protest

Studente

Zu viele Prüfungen, zu straffe Stundenpläne, zu wenig Frei­heiten im Studium – der Bachelor steht bei Studenten zu Recht in Verruf. Die Demonstrationen und Proteste kommen aber ein bis zwei Jahre zu spät. Als die neuen Studiengänge den Magister und das Diplom abgelöst haben, mach­ten an den Hochschulen Witze die Runde, dass Studenten durch den Bachelor ja nicht einmal mehr genügend Zeit hätten, um auf die Straße zu gehen.

In den vergangenen Tagen haben sie die Proteste nachgeholt – obwohl es mit den Studien­bedingungen schon wieder auf­wärts geht. Die Politik hat das Thema längst aufgenommen: Der Hochschulausschuss im bayeri­schen Landtag befasst sich partei­übergreifend damit, Wissen­schaftsminister Wolfgang Heu­bisch (FDP) gibt den Universi­täten die nötigen Freiheiten, die es unter seinem Vorgänger Tho­mas Goppel (CSU) laut Rektoren nicht gegeben hat, um die Pro­bleme abzustellen. Hier spielt Heubisch vor allem darauf an, dass die Unis den Bachelor künftig auf mehr Semes­ter als bislang strecken dürfen. Wie viele Prüfungen im Detail ver­langt werden, ist Sache der Pro­fessoren. Bundesbildungsministe­rin Annette Schavan (CDU) ist komplett außen vor, weil die Pro­blematik wegen der Kulturhoheit der Länder von ihr gar nicht an­gegangen werden kann.

Uni Erlangen hat über 30 Prüfungsordnungen geändert

Das Entscheidende aber ist: Die Universitäten sind bereits dabei, die Probleme zu beheben. Die Uni­versität Erlangen-Nürnberg hat im vergangenen Jahr über 30 Stu­dien- und Prüfungsordnungen überarbeitet und Fehler korri­giert, wie Rektor Prof. Karl-Die­ter Grüske bei der Akademischen Jahrfeier erst kürzlich betont hat. Die extremen Probleme in Nürn­berg beim Lehramtsstudium wur­den angegangen.

An den Fachhochschulen sind die Klagen ohnehin viel leiser, weil dort durch die Umstellung deutlich weniger reformiert wurde. Statt acht Semester beim Diplom dauert ein FH-Bachelor sieben Semester. Gekürzt wurde eines der beiden Praxissemester, weshalb sich an der Dichte im Stu­dium in der Regel nichts geändert hat. An den Unis war der Schritt von neun auf sechs Semester deut­lich größer. Hier sind die Hoch­schulen und einzelnen Professo­ren selbst gefordert, die Miss­stände zu beheben. Plakative Pro­testaktionen von Studenten wer­den die Studienbedingungen weniger verbessern können als konstruktive Mitarbeit in den ein­zelnen Fachbereichen.

Markus Kaiser

Sollen die Studiengebühren abgeschafft werden? Diskutiert mit uns in unserem NZ-Blog Senf dazu.