Eine Analyse des „ersten modernen Krieges“

Amerikanischer BürgerkriegDer Amerikanische Bürgerkrieg (unser Bild zeigt eine nachgestellte Schlachtszene auf einem Feld bei Granbury im US-Bundesstaat Texas), der vor 150 Jahren begann, war nach vielen innenpolitischen Unruhen die erste große Zerreißprobe für die USA – in einer Zeit, als das Land von Masseneinwanderung aus Europa, der Expansion nach Westen, erbitterten Debatten um die Sklaverei und den Anfängen der Industrialisierung geprägt wurde. All diese Faktoren gilt es heute in der Betrachtung des Krieges zu berücksichtigen. Nach seinem Ende und der Bewahrung der nationalen Einheit stiegen die USA zur Weltmacht auf und läuteten das sogenannte Amerikanische Jahrhundert ein. Dem Bürgerkrieg widmet sich in diesem Semester eine Veranstaltungsreihe der Sektion Nordamerika am Zentralinstitut für Regionenforschung der Universität Erlangen-Nürnberg.

Hier die Termine:

19.01.2011, 12.00 Uhr, Bismarckstr, 1, C301

Prof. em. Dr. Reiner Pommerin (Dresden): „War der amerikanische Bürgerkrieg der erste moderne Krieg?“

26.01.2011, 12.00 Uhr, Bismarckstr, 1, C301

Prof. Dr. Jörg Nagler (Jena): „Im Auge des Sturms: Abraham Lincoln und der Amerikanische Bürgerkrieg“

02.02.2011, 12.00 Uhr, Bismarckstr, 1, C301 Thomas Berndorff, Civil War Re-Enactor, Auftritt in vollem Ornat, „Der amerikanische Bürgerkrieg als Living History“
fbh

Vorträge zu "50 Jahre Laser"

Das Collegium Alexandrinum der Universität Erlangen-Nürnberg lädt im Sommersemester 2010 zu Vorträgen zum Themenschwerpunkt „50 Jahre Laser“ ein. Die Vorlesungen finden donnerstags um 20.15 Uhr in der Aula des Erlanger Schlosses (Schlossplatz 4) statt.

Am 27. Mai spricht Prof. Dr. Jan-Peter Meyn zur Physik des Lasers. Dr. Alexandre Douplik referiert am 10. Juni über „Lasermedizin und klinische Photonik“. „Laser und Umformtechnik – revolutionäre Verfahren in der Blechumformung“ lautet das Thema von Prof. Dr. Marion Merklein am 17. Juni. Prof. Dr. Michael Schmidt gibt am 24. Juni einen Überblick über den Laser in der Produktion. Den letzten Vortrag zum Themenschwerpunkt hält Prof. Dr. Anselm Jünemann über den Laser in der Augenheilkunde.

Zum Abschluss der Vortragsreihe des Collegium Alexandrinum spricht am 22. Juli Prof. Dr. Karl Knobloch zum Thema „Von alten Erlanger Kräuterbüchern zu heutigem Wissen“. Neben den Vorträgen bietet das Collegium Alexandrinum während des Sommersemesters verschiedene Führungen an, etwa durch die Antikensammlung oder den Botanischen Garten.

Das ausführliche Programm sowie Orte und Termine der Führungen finden sich im Internet unter www.collegium-alexandrinum.de.

NZ

Einkaufsliste für Erstis

Einen Zettel und einen Stift. Mehr brauchen viele Studen­ten nicht. Doch was, wenn ein Blatt nicht ausreicht, um all die wichtigen Aussagen des Dozenten mitzuschreiben? Schade auch, wenn der einzige Kugelschreiber, ohne Vorwarnung, den Dienst ver­weigert. Aus diesen Gründen, sollte ein Student vielleicht doch ein paar mehr Dinge in seine Tasche packen.

Einen ganzen Block zum Bei­spiel, um sicher zu gehen, dass kein Professor mehr erzählen kann, als Platz zum Aufschreiben vorhanden ist. Wer keine Lust hat einen Block zu kaufen, bekommt einen geschenkt. Bei der Universi­tätsbuchhandlung gibt es zum Semesterbeginn ein Exemplar zum Bücher-Einkauf gratis dazu. Nun der Stift. In ein Mäppchen kann der Student sogar mehrere Schreibutensilien reinpacken. Zum Beispiel viele Kugelschrei­ber. Noch ein Spartrick: Kullis gibt es zum Semesterstart am Audimax als Werbegeschenke.

Bunte Stifte gegen langweilige Vorlesungen

Ordnungsliebende Studierende besitzen eine Tipp-Ex-Maus oder Bleistift und Radiergummi. Durchgestrichene und darüberge­schmierte Notizen können sie kei­nem Kommilitonen zum Kopieren anbieten. Außerdem können bunte Stifte hilfreich sein: In lang­weiligen Vorlesungen kann damit gemalt werden.

Ein absolutes „Muss“ für jedes Studenten-Mäppchen sind Text­marker. In verschiedenen Farben und doppelter Ausführung. Denn was gibt es im Studium Wichtige­res, als wissenschaftliche Bücher zu lesen und die entscheidenden Stellen mit Textmarker anzustrei­chen?

Weil Textmarker wichtig sind, aber manche Studentin statt eines Rucksacks nur eine kleine Handtasche mit zur Uni trägt, gibt es die bunten Leuchtstifte neuerdings auch in Mini-Größe. Für ein paar Textmarker in Lip­penstift- Format sollte sogar in jeder, noch so aparten, Handta­sche ein Plätzchen frei sein.

Sinnvoll für den stets gestress­ten Studenten ist auch ein Termin­planer. Schließlich zahlt fast jeder in Bayern pro Semester 500 Euro Studiengebühren. Dabei hilft das Büchlein, die anstehen­den Arbeitsschichten am Tresen oder Fließband mit den Vorle­sungszeiten zu koordinieren.

Für Studenten, die unter chroni­scher Müdigkeit leiden, empfeh­len sich als weitere Anschaffun­gen ein Wecker und eine große Thermoskanne für Kaffee.

Stefanie Rubner

Vorlesungsverzeichnis im Internet ist nicht besser

Von Julius Brockmann

myphoto.jpegIn den vergangenen Wochen wurden die Studenten an der Philosophischen Fakultät aufgefordert, ihre Dozenten und Seminare online zu bewerten. Kleine Zettelchen mit so genannten Transaktionsnummern, die man bisher hauptsächlich von Bankgeschäften im Netz kannte, wurden verteilt (die NZ berichtete). Die etwas älteren Semester taten sich schwer, die Anweisungen auf dem Zettel ohne Lupe zu lesen, doch letztendlich wurde eifrig geklickt und Lehrveranstaltungen bekrittelt.

Seit diesem Semester sucht man auch das gedruckte Vorlesungsverzeichnis der Uni vergeblich in den Buchhandlungen. Mittlerweile gibt es auch dieses nur noch im Internet. Und ehrlich gesagt, ist diese Entwicklung nicht verwunderlich. Früher kaufte man sich ein kommentiertes Vorlesungsverzeichnis an seinem Institut, und nach ein bisschen Lektüre war die Entscheidung für ein Seminar gefallen.
Trotzdem hatte man damals das Risiko, dass angekündigte Veranstaltungen kurzfristig verlegt wurden oder ganz ausfielen. Und kaum jemand bekam es mit. Wie auch, die Printausgabe war meist schnell überholt und somit wenig aktuell.

Dementsprechend war es in den vergangenen Jahren so, dass immer mehr der 26000 Studenten der Uni Erlangen eher ihren Rechner befragten, wenn sie sich ihren Stundenplan zusammenstellten, als sich mühsam durch Kleingedrucktes zu wühlen.

Vorlesungsverzeichnis mit nur 4000 Exemplaren

Die letzte Ausgabe des Vorlesungsverzeichnisses zum Sommersemester 2007 hatte beispielsweise lediglich eine Auflage von 4000, gut die Hälfte davon wurde an Professoren, Lehrstühle und Bibliotheken kostenlos verteilt, die andere Hälfte ging in den Verkauf.

Doch in all der Lobeshymne auf das Medium Internet schwingt wie immer auch Kritik. Die Flüchtigkeit der Informationen zeigt sich zu Beginn des Semesters, wenn es häufig heißt: „Aber das steht doch schon seit gestern Abend im Unvis.“ Wer also nicht vor dem morgendlichen Seminar noch einmal schnell überprüft, ob und wo die Veranstaltung stattfindet, ist auch nicht besser informiert als der buchbegeisterte Student von gestern.

Denn eine Übersicht über geänderte Einträge im Online-Vorlesungsverzeichnis gibt es nicht. Und gerade zu Beginn eines Semesters schummelt das System alte Vorlesungen und Übungen aus längst vergangenen Zeiten unter die aktuellen Ankündigungen.
Mit der Neuerung bleibt den Studenten allerdings nicht nur der Weg zur Unibuchhandlung erspart, sie sind im Univis auch von der E-Mail-Adresse ihres Dozenten nur wenige Mausklicks entfernt. Und seit den Aussagen eines in Bonn lebenden Professors weiß wohl jeder: „Studenten schicken lieber E-Mails, weil sie zu faul sind.“ Was aber, wenn man durch den Zeitgeist dazu genötigt wird, alles online zu erledigen? Wird der Student damit nicht zur Faulheit genötigt?

Es lebe die Werbung an der Uni!

Von Julius Brockmann

uf_HP.jpgOb im Briefkasten, an der Litfasssäule oder im Fernsehen: Werbung verfolgt den Konsumenten den ganzen Tag. Eine bisher weitestgehend werbefreie Zone war da die Universität. Ging die Tür im Kollegienhaus auf, flogen einem bisher lediglich ungelesene Ausgaben der Sozialistischen Hochschulzeitung entgegen, Reklame blieb außen vor.

Doch seit einiger Zeit schleicht sich auch der ein oder andere Informationsträger des Marktes in die Hörsäle. Aldi schmückt mit seinem Namen einen Lehrveranstaltungsraum in Würzburg, und an der Uni Erlangen diskutiert man schon lange nicht nur über das Outlet-Center in Herzogenaurach, wenn man den Namen Adidas hört.
In den vergangenen Wochen wurden nun die ohnehin nicht werbefreien Getränkeautomaten in der Philosophischen Fakultät aufgestockt und formschön umkleidet. Farblich harmoniert das grau der Reklamefläche zwar nicht mit dem sonst so bekannten Rot des Brauseherstellers, dafür wird nun um die Automaten herum auch die „light“-Variante der Cola angepriesen.

Nicht alle Werbung ist an der Uni gestattet

Colaautomaten.JPGDa erinnert man sich gerne an die Worte Ute Missels aus der Pressestelle der Universität Erlangen-Nürnberg, die stets verkündete, dass Werbung an der Uni nur in einer Form gestattet sei, die dem Studenten auf Dinge aufmerksam mache, die für ihn von Bedeutung sein könnten. So zum Beispiel die Links auf der Universitäts-Homepage, die den Studenten unter anderem zu einem DSL-Anbieter führen.
Aber warum geht man da nicht weiter? Die Forschung würde sich bestimmt freuen, wenn die grauen Betonblöcke an der Bismarckstraße nicht nur zur Langen Nacht der Wissenschaften mit einem Banner behängt werden. Ganz im Stile des Films „Good Bye Lenin“, in dem oben erwähnter GPhilFak_au_en_hoch.jpgetränke-Riese eine Fassade des Plattenbaus mit seinem leuchtenden Rot auffrischt, könnten doch auch für die Uni die Millionen sprudeln, würde man die vom Zerfall geprägten Außenflächen an die werbetreibende Wirtschaft verkaufen.
Die Verzahnung von Forschung, Lehre und Wirtschaft würde vorangebracht. Eine Beeinflussung der Kernaufgaben der Universität ist da kaum zu befürchten.
Da ferner personalisierte Werbung – das StudiVZ zeigt sich hier derzeit ja als Vorreiter – mächtig im Kommen ist, sollte sich die Uni nicht vor neuen Einnahmequellen fürchten. Denn wer freut sich nicht, wenn er bald im Burger-King-Hörsaal die Siemens-Präsentation des Coca-Cola-Lehrstuhls zu hören bekommt.