Na also: der erste Heimsieg

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Geht doch! Nach dem Sieg in Bielefeld hat der Club auch sein Heimspiel gegen die Eisernen aus Berlin gewonnen. Die liegen dem FCN bekanntlich. Auch diesmal fanden sie nicht die richtigen Mittel, um den Club zu knacken. Obwohl sie vor dem Spiel auf Rang 2 und der FCN auf 16 stand.

Aber auch beim Club fehlten erst einmal die Mittel. Zwar hatten die Ultras bei ihrer Choreo Kampf eingefordert. Doch erstmal gab es Krampf auf dem Platz – vor übrigens fast schon beschämend leeren Rängen.

Fehlpässe, Mittelfeldgeplänkel, kaum geordnete Aktionen und jede Menge Nickligkeiten prägten das Spiel. Nach 39 Minuten stieg dann der bereits verwarnte Pedersen hart gegen den diesmal tadellosen Clubkeeper Thorsten Kirschbaum ein und flog vom Platz. Jetzt aber, dachten wir. Schließlich konnte auch gegen die Arminia eine Überzahl letztlich zum Sieg genutzt werden. Beim ersten gefährlichen Gegenstoß sprintete Edgar Salli auf links los. Aber statt eine Torchance zu generieren, stellte er wieder Parität her. Übermotiviert greift er seinem Gegenspieler Hedlung ins Gesicht und sieht ebenfalls das zweite Gelb. Doch es dauerte nur drei Minuten, in denen man sich über die Blödheit der Clubmannschaft auslassen konnte. Dann fasste sich der diesmal torgefährlichste Clubspieler (zumindest von denen, die in der Startelf standen) ein Herz: Aus 20 Metern zog Kevin Möhwald ab und überrascht damit den offenbar von dem bisherigen Mittelfeldgeplänkel eingelullten Gästetorwart Busk. Verdient war die Führung nicht. Aber andererseits sind wir auch schon oft unverdient hinten gelegen.

Ins Schleudern kam da auch die twitternde Clubpressestelle. Offenbar zählt man da schon die Platzverweise mit.

Andererseits ist ja auch die Clubpressestelle, übrigens eine der bestbesetzten im ganzen Profifußball, inzwischen mitbeteiligt, wenn der Club gewinnt. Heute erst hatte Katharina Fritsch (vormals Wildermuth) ihren ersten größeren Arbeitsnachweis und liefert dann gleich noch den Beweis mit, dass sich sowas wirklich in der Tabelle niederschlägt.

Doch zurück zum Spiel. Da drückte erst der Club. Kevin Möhwald hätte eigentlich zwei Treffer nachlegen müssen. Auch Burgstaller und Matavz hatten exzellente Chancen. Bis etwa zur 60. Minute war der Club nahe am 2:0. Doch dann ging offenbar gar nichts mehr. Uniontrainer Keller nahm seinen Schwachpunkt in der Abwehr raus (Schönheim) und ab da drängte nur noch Union. Die haben offenbar auch mitbekommen, dass der Club im Gegensatz zu früher gegen Ende gerne mal schwächelt und die Konzentration verliert. Und dass wir die Null halten können, haben wir bislang auch noch nicht nachweisen können. Doch diesmal zeigte sich nicht nur Kirschbaum verbessert. Auch die Innenverteidiger Hovland und Bulthuis machten einen stabilen Eindruck. Zudem wirkte Union, das im Gegensatz zum Club das letzte Spiel am Montag austragen musste, nicht ganz auf der Höhe. Trotzdem passierte beim FCN nach vorne gar nichts mehr. Das änderte sich erst als Alois Schwartz in der 80. Minute Cedric Teuchert einwechselte. Der brauchte nur drei Minuten (schon wieder) um den Sack zuzumachen. Abgeklärt ließ er nach einem Bulthuis-Zuspiel den Torwart aussteigen und schob den Ball dann zum 2:0 ins Netz.

Fazit: Es geht aufwärts. Allerdings hat der Club noch viel Luft nach oben. Aber mit Teuchert auch einen, der nicht nur Tore machen, sondern vielleicht auch dafür sorgen kann, dass künftig wieder mehr Leute den Weg ins Stadion finden.

War das die Wende?

3175481375Eigentlich drehte sich alles um Clubtrainer Alois Schwartz. Übersteht er die Partie gegen den Kellernachbarn in Bielefeld? Zu halten wäre er bei einer Niederlage kaum noch gewesen. Gegen wenn sollte der Club noch seinen ersten Sieg einfahren, wenn nicht gegen die Arminia?

Und zur Halbzeit sah es auch so aus, als müssten wir die Ära Schwartz abhaken oder zumindest den Sparfüchsen an der Clubspitze noch mehr Druck machen. Doch nach dem Spiel dürfen wir nun (erst einmal) nicht mehr über den Trainer reden, sondern über Guido Burgstaller.

Der war nach seiner Sperre und seiner Nichtberücksichtigung in der Startelf beim Derby wieder von Anfang an dabei. In der vom Club überlegen geführten Anfangsphase beteiligte er sich erfolgreich am Vergeben von Chancen. Die größte vergeigte er in der 40. Minute als er einen nach einem Foul an Behrens verhängten Strafstoß so harmlos schoss, dass ihn wahrscheinlich auch die Oma von Arminia-Keeper Hesl gehalten hätte. Im Gegenzug, und das war der Club wieder ganz der Alte, erzielte der Bielefelder Schuppan, der bislang nur als doppelter Eigentorschütze aufgefallen war, den Führungstreffer für die Hausherren. Für die war das erst die zweite Torchance. Während der Club bereits mehr als ein Dutzend zu verzeichnen hatte.

In der Kabine muss dann wohl irgendwer dem Guido gesagt haben, dass er auf diese Tour seinen Marktwert kaum steigern und seine Wechselwünsche sicher nicht realisieren kann. Jedenfalls spielte der dann wie ausgewechselt. In der 52. Minute hämmerte er den Ball volley ins linke Eck und machte so erstmal seinen Elfer-Fehler wett. Danach dezimierte sich die Arminia auch noch selber, nachdem der bereits verwarnte Torschütze Schuppan Salli von den Beine holte. Zunächst wusste der Club mit der zahlenmäßigen Überlegenheit wenig anzufangen. Erst in der 81. Minute bewies dann Burgstaller (wer sonst?), dass er das Spiel verstanden hat und haute den Ball erneut ins Tor. Vier Minuten später zeigte auch Neueinkauf Matavz Lernbereitschaft und erhöhte auf 3:1. Danach ging es erst einmal auf den Gegenseite hoch her. So richtig ruhig wird man beim Club nie. Selbst wenn er mit zwei Toren gegen einen dezimierten Gegner führt. Aber am Ende war er da, der erste Dreier.

Endlich können wir mal jubeln und vielleicht weiß jetzt auch die Mannschaft, wie es geht.

Auch gegen biedere Fürther verloren

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Selten war es im Vorfeld eines Derbys so ruhig wie diesmal. Auch wenn einige Medien mühsam versucht hatten, etwas Stimmung zu verbreiten. Selten gab es so viele frei Plätze im Nürnberger Stadion, wenn dort die Fürther antraten. Das lag mit Sicherheit nicht nur am DFB, der mit seiner depperten Anstoßzeit den einen oder anderen am Besuch hinderte. Das lag auch daran, dass Fürth im Mittelmaß versackt und der Club nicht mal dafür gut genug ist.

Vielleicht ist es ja die Angst vor dem Mittelmaß und der Langeweile, die den FCN umtreibt. Insbesondere Sepsi bemüht sich vehement um Unterhaltungswerte. Schon in der 4. Minute säbelte er im Torraum über den Ball und bescherte den Fürthern so die erste dicke Chance. Danach war es mit den Bemühungen um Kurzweil zumindest hinten erstmal vorbei. Stattdessen drückte der Club, aber außer einem Lattentreffer von Matavz sprang dabei nichts heraus. Salli rannte und fiel viel. Die anderen zeigten sich durchaus bemüht, aber unglücklich und limitiert. Dabei machten die Fürther nie den Eindruck, mehr als eine biedere Zweitligatruppe zu sein. Chancen hatten sie praktisch keine, dennoch erzielten sie in der 40. Minute ebenfalls einen Lattentreffer. Anders als vorher auf der anderen Seite war Sepsi wieder mal indisponiert und Dursun schaffte mit einer Akrobatikeinlage das 1:0.

Von den Spielanteilen her war das zwar nicht verdient. Aber beim Fußball zählen nun mal die Tore, auch wenn die, wie das 2:0, mit viel Glück erzielt werden. Wieder war Sepsi beteiligt. Einen Schuss von Steininger fälschte er so unglücklich ab, dass der Ball hinter dem etwas zu weit vor seinem Tor stehenden Kirschbaum in die Maschen plumpste. Sicher ist das Pech. Sicher spielt da auch das mangelnde Selbstvertrauen eine Rolle. Andererseits war das alles eben auch nur Dienst nach Vorschrift, was der Club da anbot. Jeder, Sepsi vielleicht ausgenommen, schaute nur, dass man ihm nachher nichts vorwerfen kann. Eventuell gar, er habe gegen den Trainer gespielt. Der hatte allerdings zuvor schon vom Manager den Freibrief erhalten, er dürfe auch das Derby verlieren und müsse trotzdem nicht um seinen Job fürchten. Dass er den einzigen, den man als Aktivposten beim Club bezeichnen konnte, Cedric Teuchert, erst nach gut einer Stunde brachte und dass er Sepsi erst in der 77. Minute erlöste lieferte jetzt nicht unbedingt die geeigneten Argumente, weiter an ihm festzuhalten. Der Anschlusstreffer in der letzten Minute auch nicht.

Am Ende reagierte die Nordkurve nur noch mit Schweigen. Viel mehr fällt einem zum Club im Augenblick auch nicht mehr ein. Vielleicht ist das Sparen an Worten die richtige Antwort auf die Sparpolitik des FCN. Die Fürther Fans skandierten derweil, der Club sei nächste Saison in der 3. Liga dabei. Viel Intelligenz braucht es nicht zu dieser Aussage. Aber wer die Langeweile scheut, hinten erstmal zu Null zu spielen und dann vorne zu schauen, ob vielleicht was klappt, der braucht wohl die Kurzweil des Abstiegskampfes und die Chance erneut eine Relegation spielen zu können. Dann aber gegen den Drittletzten der 2. Liga.

Schlusslaterne leuchtet am Valznerweiher

24988568654:5! Das hört sich lustig an, aber den Club-Freunden ist nicht zum Lachen zumute: Nach der Niederlage beim VfL Bochum leuchtet in Nürnberg zunächst einmal die Schlusslaterne. Wegen der besseren Tordifferenz ist Kaiserslautern, das am Samstag Stuttgart empfängt,  am Club vorbeigezogen. Trainer Gertjan Verbeek, 2013/14 in 22 Bundesligaspielen für den 1.FCN verantwortlich, darf sich dagegen über drei wichtige Punkte für seine Bochumer freuen. Und ein anderer Ex-Nürnberger avancierte gar zum Matchwinner.

Doch der Reihe nach: Zunächst sieht es nämlich gar nicht nach einer knappen Niederlage für die Nürnberger aus, sondern nach einer neuerlichen Packung: Schon nach sieben Minuten zieht der VfL mit 2:0 davon. Erst verwertet Stöger eine Flanke von Weilandt zum 1:0 (4.), dann erhöht Bastians per Foulelfmeter auf 2:0 (7.). Torsteher Kirschbaum soll Eisfeld gelegt haben – eine sehr glückliche Entscheidung für die Bochumer, die aber schon frühzeitig auf die Siegesstraße einzubiegen scheinen. Der 1.FC Nürnberg lässt sich aber nicht hängen. Der junge Mühl, der in der Innenverteidigung wieder den Vorzug vor Hovland bekam, trifft  per Kopf die Latte (11.), und wenig später gelingt Salli der Anschlusstreffer. Nach einer Alushi-Flanke zieht Leibold ab und Salli drückt den Ball per Kopf über die Linie (18.). Doch lange währt die Freude nicht. Weilandt setzt sich auf der rechten Seite gegen Sepsi durch und bedient mit seiner Flanke den sträflich freistehenden VfL-Mittelstürmer Mlapa – der erzielt per Kopf das  3:1 (27.).

Hin und Her und Her und Hin – in einer verrückten ersten Halbzeit bringt der aufgerückte Innenverteidiger Bulthuis ebenfalls per Kopf den Club mit dem 2:3 zurück ins Spiel (34.). Standardspezialist Möhwald, der anstelle des gesperrten Burgstaller beginnen durfte (zugleich die einzige Änderung bei den Nürnbergern gegenüber dem Spiel gegen die Münchner Löwen), hatte den Niederländer zielgenau per Freistoß bedient. In der Nachspielzeit der ersten Hälfte bekommen dann auch die Nürnberger einen Elfmeter. Nach einer ungestümen Attacke von Losilla gegen Teuchert, der den verletzten Alushi ersetzt hatte, verwandelt Salli den Strafstoß zum 3:3-Pausenstand (45.).

 

Doch nach dem Wiederanpfiff dürfen wieder die Bochumer jubeln. Bastians trifft den Pfosten, und wieder ist es ausgerechnet der Ex-Nürnberger Mlapa, der richtig steht und den VfL mit seinem zweiten Treffer zum 4:3 nach vorne bringt (55.). In der Saison 2014/15 als Leihspieler am Valznerweiher engagiert und bei den Fans nicht sonderlich beliebt, zeigt er nun seine Torjägerqualitäten. Für Mlapa ist dann verletzungsbedingt bald Schluss (70.), Mühl muss nach einem Zusammenstoß mit Bastians mit Brummschädel runter (75.), für ihn kommt Hovland. Zuvor hatte schon Parker Möhwald ersetzt (63.).

Der Club hat die Chance zum 4:4, aber Matavz scheitert am starken Keeper Riemann (82.). Auf der Gegenseite verbucht dann der Ex-Fürther Weilandt seinen dritten Scorerpunkt, als er den für Mlapa eingewechselten Quaschner bedient, der mit dem 5:3 scheinbar alles klar macht. In der Nachspielzeit gelingt Parker mit einem abgefälschten Schuss aber noch das 4:5. So bleibt es bis zum Schluss spannend. Doch am Ende geht der Club wieder leer aus. Und muss womöglich als Tabellenletzter Greuther Fürth zum Derby empfangen.

Eine Frage der Geduld

1. FC Nürnberg - TSV 1860 MünchenDer 1. FC Nürnberg kann doch noch ansehnlichen Fußball spielen. Das ist eine positive Erkenntnis, die man der 1:2-Niederlage gegen den TSV 1860 München am Montagabend abgewinnen kann. Endlich – am vierten Spieltag der nicht mehr ganz so jungen Zweitligasaison – zeigte die Mannschaft von Trainer Alois Schwartz über 90 Minuten eine ansprechende Leistung. Sowohl kämpferisch als auch läuferisch. Ein weiterer Lichtblick: Ersatzkeeper Thorsten Kirschbaum überzeugte und gehörte mit Neuzugang Tim Matavz zu den Besten im Club-Dress.

Matavz fackelte in der 16. Minute auf Zuspiel von Miso Brecko nicht lange und zog aus rund 20 Metern Torentfernung ab. Sein satter Flachschuss schlug im langen Eck ein – es stand 1:1. Bereits in der elften Spielminute waren die Löwen durch Sascha Mölders in Führung gegangen. Auch wenn Schwartz‘ ernste Miene, die er an der Seitenlinie aufzusetzen pflegt, es nicht unbedingt ausdrückt: Die Leidenschaft ist zurück. Und wenn die zu spüren ist, wenn das Feuer brennt, dann verzeiht ein echter Clubfan (fast) alles.

Den besten, aber auch dümmsten Beweis für das wiederentflammte Temperament lieferte Guido Burgstaller in Minute 73. Der Österreicher sah nach einem unnötigen Foul im Mittelfeld die zweite Verwarnung und flog mit Gelb-Rot vom Platz. Nur wenige Minuten später fiel der 2:1-Siegtreffer für den TSV. Mölders legte mit der Hacke auf Michael Liendl ab, der den Ball völlig freistehend ins kurze Eck beförderte (79.). Das Problem ist, und damit kommen wir zu den negativen Erkenntnissen aus dem Spiel, dass dieser Platzverweis nicht zur Schlüsselszene taugt.

In Schwierigkeiten geraten war der Club nämlich schon etwa ab der 65. Minute. Und das aus völlig unerklärlichen Gründen. Denn dieser Phase waren ein insgesamt recht ordentlicher erster Durchgang und ein durchaus ansehnlicher Beginn in der zweiten Hälfte vorausgegangen. Also kein Grund zu Panik, oder? Doch urplötzlich ging beim FCN nichts mehr. So leidenschaftlich die Spieler kämpften, so erschreckend hilflos und planlos wirkten nunmehr ihre Aktionen. Nach einer minutenlangen Ballstafette der Löwen gab es sogar vereinzelte Pfiffe. Burgstallers hartes Einsteigen war demnach höchstens eine Konsequenz aus dieser seltsamen Apathie, nicht aber ihr Auslöser.

Ein möglicher Auslöser: In der 69. Minute, zu diesem Zeitpunkt stand es noch 1:1 und der 1. FC Nürnberg war noch vollzählig, wechselte Club-Coach Alois Schwartz Mittelfeldmann Kevin Möhwald für Mittelfeldmann Enis Alushi ein. Ein Wechsel, der fast so wirkt, als hätte der Trainer mit dem Unentschieden ganz gut leben können. Warum zu Hause nicht auf Sieg spielen? Möglicherweise hätte eine frische Offensivkraft hier genau den Schub gegeben, den seine Elf so dringend nötig gehabt hätte. Immerhin: Es blieben ja noch zwei Wechsel.

Aber Alois Schwartz machte – nichts. Selbst nach dem Gegentreffer reagierte der Coach nicht. Es schien fast so, als wolle er jene Geduld ausstrahlen, die er vom Club-Umfeld in Bezug auf seine Person einfordert. So dauerte es bis zur 89. Minute (!), ehe der FCN-Trainer mit Shawn Parker für Hanno Behrens und Cedric Teuchert für Laszlo Sepsi doch noch zwei Stürmer brachte. Und siehe da: Die beiden machten sofort Alarm im Löwen-Sechzehner, der Ausgleich schien auf einmal nur eine Frage der Zeit zu sein. Nur leider war das Spiel dann recht schnell vorbei und man stellte sich unweigerlich erneut diese eine Frage, die man eigentlich auf gar keinen Fall stellen darf, weil man ja Geduld braucht. Bis es zu spät ist.

Alois will seinen Stammtisch zurück

31.08.2016 --- Fussball --- 2. Fussball-Bundesliga --- Saison 2016 2017 --- 1. FC Nürnberg Nuernberg FCN --- Training --- Foto: Sport-/Pressefoto Wolfgang Zink / JüRa --- Alois Schwartz (Trainer 1.FC Nürnberg / FCN ) mit Trainingsgerät
Mein Clubfreund Stefan hat ganz schön einstecken müssen, als er bereits nach dem zweiten Spiel die Frage stellte, ob Alois Schwartz der Richtige ist. Danach folgte ein mühsames Weiterkommen bei einem Regionalligisten im DFB-Pokal und ein peinliches 1:6 in Braunschweig. Also nichts, was als Gegenargument hätte taugen können.

Auch abseits des Rasens gerät man als Clubfreund trainermäßig mittlerweile ins Zweifeln, um nicht zu sagen: ins Verzweifeln. Denn, was „unser Trainer“ da so von sich gibt, klingt doch reichlich aus der Zeit gefallen. Gegenüber dem TV-Sender Sky beklagte sich Schwartz vor dem Spiel gegen 1860 München, dass über seine Leistung und die seiner Mannschaft nicht mehr ehrlich und „normal“ am Stammtisch diskutiert wird. Stattdessen gebe es dieses neumodische Zeug wie Twitter oder Facebook (vielleicht auch Blogs wie dieses), wo nur unfair aus der Hüfte geschossen wird. Schwartz versteigt sich dann sogar zu der Behauptung: „Die sozialen Netzwerke machen den Fußball kaputt.“

Wirklich, Herr Schwartz? Machen nicht vielleicht Retortenvereine wie RB Leipzig oder abgedriftete Konzerne wie der FC Bayern den Fußball kaputt? Auch über Mauertaktiken und den Trend zur stürmerlosen Mannschaft könnte man in diesem Zusammenhang diskutieren. Aber die sozialen Netzwerke?

Vielleicht hatten Sie in Sandhausen eine schlechte Netzabdeckung. Vielleicht haben dort die Fans auch noch an den Stammtisch gepasst. Aber im halt nur fußballerisch gleichfalls zweitklassigen Nürnberg ist das längst anders. Da dürfte es Ihnen auch nicht gelingen, das Rad zurückzudrehen, um wieder „Normalität“ einkehren zu lassen. Normal wäre da eher (zumindest für einen modernen Trainer ), dass man die sozialen Netzwerke seinerseits nutzt, um seinen Standpunkt zu erklären.

Wer 1:0 führt…

620572203Deutlicher Aufwärtstrend, bestes Spiel bislang, das versuchten uns die Clubverantwortlichen nach dem mühsamen Weiterkommen im Pokal – gegen den Regionalligisten Viktoria Köln (!) – einzureden. Soweit sind wir schon. Nach den Unentschieden gegen die Zweitligograumäuse Dresden und Heidenheim ging es nun gegen einen etwas härteren Brocken, gegen Eintracht Braunschweig. In Braunschweig hat der Club seit 50 Jahren nicht mehr gewonnen. Andererseits: Wenn man in der zweiten Liga vorne mitspielen will und angesichts der fast schon gesetzten Aufsteiger Hannover und Stuttgart etwas reiß0en will, dann muss man Mannschaften wie Braunschweig schlagen.

So weit die Ausgangslage. Die Realität hat den Club dann alerdings ziemlich knallhart eingeholt. Während es bei den Graumäusen gerade noch zu Unentschieden gelangt hat, zeigte Braunschweig dem Club schonungslos die Grenzen auf. Nach dem Motto: Orientiert euch nach unten, ihr Flaschen!

Womit wir bei den Flaschen waren, die angesichts der Hitze bei einer Trinkpause in der 23. Minute kredenzt wurden. Bis dahin lief es für den Club nämlich noch richtig gut in Braunschweig. Da lag er seit der 8. Minute durch eine Gemeinschaftsproduktion von Guido Burgstaller und dem Braunschweiger Reichel mit 1:0 vorne. Inzwischen wissen wir, dass sowas beim FCN 2016 nicht viel heißt. Der liegt gerne einmal 1:0 vorne und macht dann bloß nach vorne nichts mehr, aber hinten auch nicht richtig dicht. Ein alter Verwalter ist der Altmeister nicht. Deswegen musste der ernüchterte Clubfan ein neuerliches Unentschieden im Blick haben. Doch Braunschweig beließ es dann blöderweise nicht damit, dem Fastaufsteiger nur einen Ausgleichstreffer einzuschenken. Mit einem Doppelschlag kurz vor der Pause drehte die Eintracht das Spiel.

Beim Club hatte man – wie schon gegen Dresden, Heidenheim und Köln – nach dem Vorsprung auf die Bremse gedrückt. Offensichtlich wird da im Unterbewusstsein signalisiert: Kräfte sparen, sonst fehlen sie uns wieder in den Relegationsspielen.

In Braunschweig war es, wie gesagt ziemlich heiß. Da ist Kräfteschonen auch aus anderen Gründen angesagt. Wobei das schwarze Auswärtsdress da als Alibi nicht unbedingt herhalten darf. Während die Clubmannschaft sich weiter zurückhielt, drehte Braunschweig erst so richtig auf. Die Chance, einen scheinbar großen Gegner zu demütigen, verlieh da zusätzlich Flügel. Allerdings machte es der der Eintracht auch erstaunlich leicht. Wenn sich die Abwehr regelmäßig auf den Torwart verlässt und der auf seine Vorderleute, dann hast du schnell mal sechs Dinger im Kasten.

Das einzig Positive an diesem Ergebnis ist, dass die Schönredner jetzt wenigstens den Mund halten. Wahrscheinlich wird aber gleichzeitig vor Panik gewarnt. Andererseits sehe ich wenig Gründe, warum man nach einem solchen Saisonstart ruhig bleiben soll. Außer dem, dass man bei der Hitze mit seinen Kräften haushalten sollte. Auch als Nichtspieler.

Sensationell ist was anderes

21.08.2016 --- Fussball --- Saison 2016 2017 --- DFB Pokal Vereinspokal --- 01. Runde: FC Viktoria Köln Koeln - 1. FC Nürnberg Nuernberg FCN --- Foto: Sport-/Pressefoto Wolfgang Zink / DaMa --- Choreografie der Clubfan / Clubfans / FCN-Fans / Fans vor Spielbeginn

Die Clubfans erinnerten vor Spielbeginn an glorreiche Zeiten. Foto: Sportfoto Zink

Während in Nürnberg dunkle Wolken aufzogen, herrschte im Kölner Sportpark Höhenberg am Samstag eitel Sonnenschein. Wettertechnisch gesehen zumindest, denn der Club tat sich in der ersten Runde des DFB-Pokals gegen Viktoria Köln extrem schwer und musste gegen den Viertligisten sogar ins Elfmeterschießen. Auch im dritten Pflichtspiel unter Coach Alois Schwartz stand es am Ende der regulären Spielzeit nur 1:1-Unentschieden, ein Aufwärtstrend war nicht zu erkennen. Wie schon in den beiden Ligaspielen gegen Dresden und Heidenheim, brachte der FCN eine 1:0-Führung nicht über die Zeit. Insgesamt agierte der 1. FC Nürnberg zwar erwartungsgemäß überlegen, aber in der Offensive wenig zwingend. Die Doppelspitze Jakub Sylvestr und Guido Burgstaller hing über weite Strecken in der Luft. Bezeichnenderweise war es mit Georg Margreitter ein Verteidiger, der nach einer Standardsituation das 1:0 für den fränkischen Altmeister erzielte.

Ein Rumpel-Start und eine kritische Frage hatten im Vorfeld ausgereicht, um beim 1. FC Nürnberg schon fast so etwas wie Krisenstimmung aufkommen zu lassen. Sportvorstand Andreas Bornemann schraubte Mitte der Woche die Ansprüche der Fans zurück. „Wir haben immer gebetsmühlenartig gesagt, dass diese Liga extrem ausgeglichen und deswegen sehr kompliziert ist. Deswegen sind wir jetzt zwar nicht zufrieden, aber auch nicht völlig enttäuscht“, sagte Bornemann dem kicker. Auch Trainer Alois Schwartz bat am Donnerstag bei der Pressekonferenz um Geduld, gab sich aber gleichzeitig selbstkritisch und räumte ein Mentalitätsproblem innerhalb seiner Mannschaft ein. Die nächsten Spiele werden zeigen, ob es gelingt, den Offensivgeist der Truppe zu wecken. Dass mit Guido Burgstaller und Tim Leibold zwei Schlüsselspieler eigentlich gerne weg wollten, aber nicht durften, dürfte diese Aufgabe nicht leichter machen.

Gegen den hochmotivierten Viertligisten Viktoria Köln wechselte Schwartz vom 4-5-1- zurück zum Weiler’schen 4-4-2-System, mit dem sich die Spieler wohler fühlen. Zudem rückte Neuzugang Edgar Salli für Youngster Lukas Mühl in die Startformation. Der Club begann engagiert und ging, wie von Trainer Schwartz gefordert, zunächst aktiv in die Zweikämpfe. Die erste Großchance gehörte dennoch dem FC Viktoria Köln. In der 14. Spielminute dann gleich die nächste dicke Möglichkeit: Fatih Candan kam im Sechzehner frei zum Schuss, scheiterte aber am glänzend parierenden Club-Keeper Raphael Schäfer. Spielerisch dominierte der FCN in Durchgang eins, doch die zündende Idee fehlte. Beim Stande von 0:0 ging es schließlich in die Kabinen.

Abgesehen von einer Salli-Schwalbe (47.) und einer guten Kopfballgelegenheit durch Hanno Behrens (59.) war zu Beginn der zweiten 45 Minuten nicht viel vom 1. FCN zu sehen. In Minute 70 währte der Jubel der rund 2000 mitgereisten Clubfans nicht lange. Hanno Behrens brachte die Kugel nach einer Hereingabe von Sylvestr zum 1:0 in den Maschen unter, doch Schiedsrichter Daniel Schlager und sein Gespann hatten zuvor eine Abseitsposition von Sylvestr gesehen und die Situation unterbunden. Georg Margreitter machte es wenig später nach einem Eckball von Enis Alushi besser. Margreitter stieg in zentraler Position am höchsten und nickte das Leder per Kopf zum 1:0 ein (76.). Der Regionalligist schüttelte sich kurz, ehe Kölns Kapitän Mike Wunderlich im Halbfeld zentral an das Spielgerät kam. Von den Rot-Schwarzen fühlte sich keiner bemüßigt, den Viktoria-Spielmacher unter Druck zu setzen und so fasste sich der 30-Jährige ein Herz, zog aus gut und gerne 30 Metern ab und versenkte den Ball im Tor – 1:1 (80.). Dabei blieb es und die Partie ging in die Verlängerung.

In der Verlängerung bekam der Club dann doch noch die Riesenchance auf den Siegtreffer. Burgstaller tankte sich in der 99. Minute auf links durch und bugsierte die Kugel zu dem in der Zwischenzeit für Sylvestr gekommenenen Cedric Teuchert, der in der Mitte, etwa sieben Meter vor dem Tor, mutterseelenallein vor Viktoria-Torwart Phillipp Kühn auftauchte. Teuchert schoss und Kühn riss den Arm hoch – Glanzparade! Es kam, wie es kommen musste: Der FCN drückte vergeblich und es gab Elfmeterschießen. Vor den Augen von Ex-Nationaltrainer „Sir Erich“ Ribbeck, der auf der Tribüne saß, fiel die Entscheidung letztendlich zugunsten 1. FCN, der sich mit einer blitzsauberen Weste (kein Elfer verschossen) durchsetzte, weil Kölns Kevin Holzweiler vergab.

Die Ultras hatten vor dem Spiel ein Transparent entrollt, auf dem sie an den Pokalsieg 2007 erinnerten. „Es war ein sensationeller Abend. Die Fans haben einen Riesenlärm gemacht und wir haben auch noch gewonnen“, stand darauf. Einen Riesenlärm haben sie auch am Samstagnachmittag gemacht. Sensationell ist was anderes.

Ist Schwartz der Richtige?

12.08.2016 --- Fussball --- Saison 2016 2017 --- 2. Fussball - Bundesliga --- 02. Spieltag: 1. FC Nürnberg Nuernberg FCN Club - 1. FC Heidenheim 1846 FCH --- Foto: Sport-/Pressefoto Wolfgang Zink / WoZi --- Alois Schwartz (Trainer 1.FC Nürnberg / FCN ) enttäuscht / Enttäuschung nach Spielende

Alois Schwartz nach dem 1:1 des FCN gegen Heidenheim: Aufbruchstimmung sieht irgendwie anders aus.  //    Foto: Sport-/Pressefoto Wolfgang Zink

Zwei Punkte aus zwei Spielen gegen vermeintlich schwächere Gegner – das ist für den ambitionierten Club eindeutig zu wenig. Während sich die Vereinsverantwortlichen natürlich hüten, zu einem solch frühen Zeitpunkt bereits den neuen Trainer in Frage zu stellen, muss es für enttäuschte Fans erlaubt sein zu fragen: Passt Alois Schwartz zum 1. FC Nürnberg?

Nach zwei Spielen und den Eindrücken in der Vorbereitung lautet unsere Antwort: Jein. Aber ein Jein ist eben kein Ja. Sicherlich war Schwartz nach der plötzlichen „Flucht“ (Bild-Zeitung) von René Weiler die beste Option, die Sportvorstand Andreas Bornemann in der Kürze der Zeit und mit den begrenzten Mitteln für den Club gewinnen konnte. Die Gedanken hinter dieser Entscheidung sind logisch und gut nachvollziehbar: Schwartz, ein akribischer Trainertyp, hatte bei seinem vorherigen Klub, dem SV Sandhausen, wiederholt unter Beweis gestellt, dass er in der Lage ist, aus wenig viel herauszuholen. Deshalb ist er genau der richtige Mann für einen Verein wie den 1. FC Nürnberg, der sich in finanzieller Schieflage befindet, der aber alleine aufgrund seiner Tradition verpflichtet ist, unbedingt erfolgreichen Fußball zu spielen.

So weit, so gut.

Doch der Club ist nicht Sandhausen und schon gar nicht Rot-Weiß Erfurt, der 1. FC Kaiserslautern II oder Wormatia Worms. Alles frühere Trainerstationen von Alois Schwartz, der übrigens 2006 seine Fußball-Lehrer-Lizenz erhielt und zehn Jahre gebraucht hat, um auf der Karriereleiter bis zum Club hochzuklettern. Damit wir uns nicht falsch verstehen: Es geht gar nicht um fachliche Kritik an der Arbeit des gebürtigen Nürtingeners, sondern allein um eine Auseinandersetzung mit der Frage: Passt Schwartz zum FCN?

Betrachtet man die jüngere Vergangenheit des 1. FC Nürnberg, waren es vor allem charismatische Trainertypen, die erfolgreich waren: Magath, Meyer, Hecking, Weiler. Wenn man sich dagegen die Körpersprache des neuen Coaches in den Spielen gegen Dresden und Heidenheim so anschaut, fragt man sich, ob der fränkische Altmeister mit seinem hypernervösen, extrem emotionalen Umfeld und der ismaeleske, blasse Arbeiter Schwartz tatsächlich kompatibel sind. So richtig springt der Funke nämlich nicht über. Wo sind der Esprit und der unbedingte Wille eines Mannes, der etwas bewegen will, wenn nötig mit Risiko? Zu spüren ist davon jedenfalls nicht viel.

Ja, man sollte dem 49-Jährigen noch Zeit geben. Aber nicht zu viel. Denn im Gegensatz zu seinem Vorgänger René Weiler fand Schwartz eine gut eingespielte Mannschaft vor, die es nicht erst zu formen gilt. Ja, es war zuletzt auch Pech dabei. Aber das ist es nicht… Es geht ums Gefühl: Passt das mit Alois Schwartz und dem 1. FCN? Und da ist eben nur dieses unentschiedene Jein.

Zu frisch sind die Erinnerungen an das fatale Festhalten an Valerien Ismael und Michael Wiesinger… Beides hervorragende Typen, aber halt keine Charismatiker.

Durchwachsener Saisonauftakt

2547180866Dass der Club beim Aufsteiger Dynamo Dresden kein Feuerwerk abbrennen würde, das war zu erwarten. Dresden hatte in der vergangenen Saison nur zwei Spiele verloren. Dazu kam die Rieseneuphorie, die von den Rängen aufs Spielfeld schwappte. Der Aufsteiger hatte auch auf dem Platz ein Übergewicht und die weitaus zwingenderen Chancen. Bereits nach sechs Minuten knallte der Ball gegen die Latte des Clubtors. In der 29. Minute vergab der Dresdner Aosman kläglich vor dem fast leeren Gehäuse. Dafür schien sich dann die größere Zweitligaerfahrung der Clubmannschaft auszuzahlen. Kurz vor der Pause drängte Leibold in der Strafraum, mit der deutlichen Absicht, einen Elfer zu provozieren. Und der ehemalige Clubspieler Florian Ballas tat ihm den Gefallen. Wobei die Berührung jetzt auch nicht so war, dass Schiri Welz jetzt unbedingt hätte auf den Punkt zeigen müssen. Guido Burgstaller hämmerte den Ball dann ziemlich zentral in die Maschen. 1:0.

Da und über weite Strecken der zweiten Hälfte sah es so aus, als würde sich die größere Abgeklärtheit des FCN durchsetzen und der Zweitliganeuling Lehrgeld zahlen müssen. Der Club verließ sich auf seine eingespielte Abwehr, in der diesmal allerdings weniger der Neue Lukas Mühl, sondern der etablierte Verteidiger Georg Margreitter mit einigen Fehlern für Unruhe sorgte. Da die Dresdner, bei denen nach einer Stunde auch die Clubleihgabe Stefan Kutschke mitstürmen durfte, selbst beste Chzancen vergeigten (in der 70. köpfte Testroet sogar am leeren Tor vorbei), schien der Club ohne größere Anstrengung einen Auftaktdreier einfahren zu können.

Das hätte auch geklappt, wenn Schiri Welz die normalen zwei oder drei Minuten hätte nachspielen lassen. Stattdessen wollte er wohl wieder etwas gut machen und gab fünf Minuten. Kurz bevor diese um waren, traf Testroet doch noch für Dresden zum Ausgleich. Der war zwar nicht unverdient, aber zu diesem Zeitpunkt so unnötig wie irgendwas. Insofern waren das verlorene zwei Punkte. Schuld daran sind dafür weniger die Fehler in der Abwehr, sondern der Umstand, dass der Club in der zweiten Hälfte seine Offensivbemühungen praktisch eingestellt hat. Demzufolge haben dann wohl beide Mannschaften Lehrgeld gezahlt. Immerhin kann der Club jetzt festhalten: Mit Überheblichkeit ist in der zweiten Liga nirgendwo was zu holen.