Kommt jetzt Neururer?

Hypothese: Ein Fan von Real Madrid verirrt sich ins eacycredit Stadion und wird Zeuge der Paarung Club gegen FSV Frankfurt. Was geht in dessem Kopf vor, wenn er einen Spieler wie Ioannis Masmanidis beobachtet? 9 von 10 Pässen des „Mittelfeldmotors“ erreichen nicht mal einen Gegenspieler. Oder wenn er den Stürmern Charisteas und Eigler zusieht. Das Sturmduo rennt wild durcheinander, eine Absprache der Laufwege scheint nie stattgefunden zu haben. Ob der Real Anhänger erkennt, dass er hier einem Fußballspiel beiwohnt? Sogar einem, an dem 22 Profis mitwirken? Ähnlich schwach wie seine Kicker zeigte sich leider auch Trainer Oenning. Als in der 52 Minute Goncalves wegen Schiedsrichterbeleidigung vom Platz gestellt wird, würdigt er den Portugiesen keines Blickes. Beleidigung bedeutet hier das Berühren der Stirn. Goncalves ist einer der wenigen Clubberer ist, der mit Herzblut zur Sache geht. Dann wechselt Oenning Boakye aus, den einzigen Stürmer der bisher in Hälfte 2 eine gute Szene hatte. Masmanidis darf jedoch noch weiter herumstümpern, Eigler ebenso. Noch kurz zum Konzept: es gibt keines. Vor allem das Mittelfeld ist nicht als solches zu erkennen. Und das bei diesem Gegner. Klandt, Hickl, Mehic, Cenci: Kicker, die selbst der Experte kaum kennt. Unbekannt ist natürlich nicht gleich schlecht, doch FSV Frankfurt war wirklich miserabel. Trotzdem kamen fast 38.000 Zuschauer. Doch ich traue mich zu wetten, außer gegen Fürth wird der Club demnachst vor nicht einmal 20.000 Leuten antreten müssen. Ob sich die Fans solche Leistungen noch lange gefallen lassen, wage ich zu bezweifeln. Vielleicht hilft doch nur noch Peter Neururer.

8 Kommentare in “Kommt jetzt Neururer?

  1. Das letzte Mal als Schiri Holger Henschel ein Clubspiel pfiff (1:2 gegen Lübeck), da hatte Präsident A. Teppich angedroht, einigen mit dem Revolver das Hirn rauszupusten. Inzwischen könnte er es allen rauspusten, er würde nicht einmal Dreck machen.

  2. Gut, man kann spielerische Defizite haben. Man kann auch mal konditionell nicht voll auf der Höhe sein. Aber man sollte doch wenigstens den Anschein erwecken, dass man gewinnen will. Ich war jedenfalls das letzte Mal beim Club.

  3. Im Gegensatz zu Thomas habe ich das Spiel ja nur bei Mathias Zeck in Radio F (so lange war ich dort noch nie dabei) verfolgt. Mein Eindruck: Alles Scheiße! Da war doch niemand, der es irgendwie hätte herumreißen können. Laut Zeck hatten die Spieler angeblich auch konditionelle Rückstände und im Training hätten sie nicht mitgezogen. Also scheint Oenning die Sache nicht im Griff zu haben. Von Bader ist augenscheinlich nichts Planvolles zu erwarten. Roth hatte noch nie den großen Fußballverstand und als Hoffnungsträger taugt er auch nicht so richtig.
    Ich bin echt ein bisschen ratlos.

  4. So peinlich – und das wollen Profis sein?

    Verkaufe Karfte für den 4:0-Sieg der Greuther Fürther bei unserer Gurkentruppe

  5. vip hats geschrieben: Fußballverstand.
    Davon könnte der Club ne Extra-Dosis vertragen. Bader macht bestimmt gute Geschäfte, siehe Sommerpause (mal abgesehen von der Wahl des Sponsors). Und der Aufsichtsrat ist beim Club wohl, na ja, wie Aufsichtsräte halt so sind. Oechler ist der Quoten-Fußballer. Wo ist der Mann, der Tendenzen rechtzeitig erkennt und die Alarmglocke schlägt? Bevor man in der Winterpause an den Spieler-Krabbeltisch geht und sich dort verzockt, sollte man die Kohle (noch ist sie da) besser in sportliche Kompetenz investieren. Weiß auch nicht, wer da in Frage käme. Dorfner (darf aber keine Pläne mit No-go-Schmelzer schmieden)?

    Na ja, die Alarmglocke muss jetzt keiner mehr schlagen. Das haben die Spieler gehen Frankfurt schon selbst erledigt. Jetzt wird endlich nicht mehr vom Aufstieg gelabert. Das war vor dem Hintergrund der vorher gezeigten Leistungen lächerlich.

    Roth hängt mit dem Herzen am Club. Bader, durch TvH-Fehlgriff angeknockt, hängt am Gutwillen von Roth. Oenning hängt an der Kulanz von Bader. Und so hängt alles zusammen. Und die Mannschaft hängt in der Abstiegszone rum. Und wir hängen ab und trinken Bier und hoffen aufs Ingolstadt-Spiel.

    Guter Beitrag mit Neururer undso.
    Eigentlich ist es schon Fünf nach Neururer.

  6. Leute, macht mal halblang! Der FSV Frankfurt ist doch nicht irgendwer. Gegen den hat sich der Club schon immer schwer getan. Zum Beispiel gewann er im Jahr 1925 erst in der Verlängerung mit 1:0. Danach ist er dann deutscher Meister geworden.
    Vielleicht hätte er gestern auch noch das 1:0 geschafft, wenn sie noch 30 Minuten dran gehängt hätten und dann…

  7. nurmutnurmitderruhe, ja hätte wäre dann wenn sowas gibts nicht unsere spieler haben es 90 minuten lang nicht geschafft ein tor zu schiessen und dass spricht doch mal bände oda etwa nicht?! ich habe heuer zum ersten mal eine dauerkarte und ich verlange nicht
    einmal das spitzenfussball geboten wird aber ich möchte wenigstens Kampf und Einsatz sehen denn nur so wird der Glubb in der zweiten Liega Erfolg haben. Und ich persönlich glaube auch noch an den direkten Aufstieg. Der aber nur gelingen wird wenn unser Trainer endlich mal die Peitsche auspackt und auch mal jüngere spieler spielen lässt.

  8. Habt ihre euch schon einmal überlegt, dass es dem Club geht wie den Lehman Brothers, der Commerzbank o.ä. Der hat sein Kapital in (Im)Mobilien gesteckt, die überbewertet sind. Also in Spieler, die eigentlich Geld bringen könnten, das aber im Augenblick nicht tun. Es fehlt nämlich ein Rettungspaket für die Bundesligavereine. Eine Merkel, die dafür gerade steht, dass ein Charisteas, wenn er woanders spielen würde, wieder trifft, dass ein Pinola, wenn er den Verein wechseln dürfte, an die Form vom letzten Jahr anknüpfen würde, dass ein Engelhardt in der Fremde sein Angsthasengehabe ablegt, dass ein von Heesen wieder einen Verein findet, dem er einen Masmanidis aufschwatzen kann… Doch dieses Paket gibt es nicht. Im Fußball haben wir keine Merkel, sondern einen Zwanziger, und der ist gerade damit beschäftigt, einen Bösewicht dingfest zu machen, der ihn als Demagoge bezeichnet hat.
    Da ist also keine Rettung zu erwarten. Deshalb müsste der Club die Mobilien, die er loswerden will/müsste (denn die ziehen die jüngeren, leistungsbereiten nur nach unten), spielen lassen, damit sie einer kauft. Dazu müssten sie jedoch auch noch gut spielen, sonst kauft sie keiner. Wenn sie aber gut spielen, müsste er sie nicht verkaufen. Dann könnte er sie ja behalten. Ein Teufelskreis also.
    So bleibt nur: Leerverkauf oder auf Kapital verzichten. Dazu würde man aber einen Michael A. Roth nie bewegen können. Der bereut es heute noch, dass er dem Hans Meyer zum Einstand einen Teppich geschenkt hat. Der wird also keinen Spieler kostenlos abgeben. Nur über seine Leiche.
    Der Club hat also kein sportliches, sondern ein finanzielles Problem.
    Es gibt m.E. nur einen Ausweg: Der Roth tritt zurück und der Nachfolger verschenkt ein paar überbewertete Spieler, damit wieder so etwas wie Mannschaftsgeist einziehen kann. Das wäre zwar kaufmännisch Schwachsinn, sportlich aber wahrscheinlich die einzige Lösung.

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