Ein „Retter“ wird Bratwurstkönig

hoeness.JPGIn München überlegt Uli Hoeneß derzeit, ob er nicht noch ein paar Jährchen als Manager dran hängen soll, bevor er im Präsidium nur noch den Grüßaugust gibt. Ein bisschen Grüßaugust war der Uli auch, als er noch für unseren Club kickte. Das war in der Saison 1978/79.

Nach dem Abstieg 1969 durfte der FCN endlich wieder Bundesligaluft schnuppern. doch die vergleichsweise junge Mannschaft war überfordert. Deshalb präsentierte der damalige Präsident Lothar Schmechtig kurz vor der Winterpause einen besonderen Deal, er holte den Münchner Nationalspieler Uli Hoeneß, der nach längerer Verletzung bei den Bayern nicht mehr richtig Tritt fassen konnte, als „Retter“ nach Nürnberg. Doch der „Retter“ hatte nur außerhalb des Spielfelds Erfolg. Er begründete nämlich in Nürnberg seine Karriere als Bratwurstfabrikant (laut EU-Verordnung darf auch ein Münchner an Nürnberger Bratwürsten verdienen, solange die Fabrik in Nürnberg steht). Auf dem Platz hat Hoeneß möglicherweise das Hirn nicht frei und versagte daher kläglich. In elf Spielen traf er nicht ein Mal ins gegnerische Tor. Am Ende der Saison war der Club wieder in der 2. Liga und Hoeneß verkrümelte sich Richtung München, wo bereits der Managerposten auf ihn wartete.

Hoeneß war leider nicht der erste (und auch nicht der letzte), der vor und nach seiner Clubzeit Erfolge feierte, beim FCN aber seine Fähigkeiten nicht zeigen konnte/wollte.

TIEFPUNKT 7