Ein bisschen Frieden

1__FC_Nr.JPGAngeblich haben sich alle wieder lieb. Schuld war –  wie so häufig – die Presse. In dem Fall die AZ. Die habe alles aufgebauscht und eigentlich habe Clubpräsident Michael A. Roth nie schlecht über seinen Vize Ralf Woy und Manager Martin Bader geredet. Selbst wenn wir das mal so stehen lassen, dann wäre aber alles wie gehabt. Verbessert hat sich dadurch an der Situation des FCN jedenfalls nichts.

Eines wundert mich allerdings ein bisschen: Früher hätte sich Roth solche Widerworte wie von Bader und Woy auf seine (gesagt oder nicht gesagten) Angriffe nicht gefalllen lassen. Wird er alt? Weise? Leitet er langsam seinen Rückzug ein?

Zur Friedenbotschaft

3 Kommentare in “Ein bisschen Frieden

  1. «Wir stehen in bestem Einvernehmen, dass wir unser Ziel Aufstieg erreichen», wird unser Präsident in der NZ zitiert. Das ist ne durchaus mutige Aussage nach dem sportlichen Outing gegen Frankfurt. Und mal ehrlich: Auch die Heimspiele gegen Augsburg (bei denen lief ja alles schief, was schieflaufen konnte an dem Tag) und gegen Oberhausen (zu harmlos vor Schäfers Tor) waren Warnsignale. Sitzt die Führungsriege in der Wahrnehmungsfalle? Fortsetzung in der Führungskrise folgt. Womöglich in der Winterpause. Womöglich aber schon ab kommenden Sonntag.

  2. Im Fußballgeschäft sind Leute unterwegs, die gibt es sonst nirgendwo mehr. Da ist oft weder Aufklärung noch Demokratie angekommen. Dazu braucht man sich nur beim DFB umsehen. Aber auch bei Hoffenheim. Dass der Roth ein Einzelfall ist, kann also niemand behaupten.
    Nicht einmal beim Club ist er ein Einzelfall. Da toben doch haufenweise Selbstdarsteller ihre Großmannssucht aus und versuchen Zuspätgeborene endlich richtiges Leben im Falschen zu praktizieren. Der verhinderte Napoleon verwundert deshalb nur Außenstehende. Die meinen dann, man könne aus dem Club so etwas wie einen professionell und auf Basis von Teamarbeit geführten Betrieb machen. Das wird aber selbst dann nicht der Fall sein, wenn Roth doch noch irgendwann den Rückzug antritt. In seinem Umfeld falttern jede Menge ähnlich gefiederte Vögel herum. Hier muss man noch nicht einmal den Namen Söder nennen.
    Nicht unerwähnt bleiben sollten auch die Journalisten. Wenn die genannte AZ plötzlich allen Ernstes wieder mit Wolfgang Wolf ankommt oder jemanden wie Neururer ins Feld führt, da kann man nicht nur mangelnde Phantasie beklagen, das ist die völlig falsche Baustelle. Das ist, wie die Clubführung, 18. Jahrhundert.
    Ich fürchte also, der Roth ist nur ein ganz kleiner Teil des Clubproblems.
    Wobei – siehe Hopp oder Abramovitsch – richtig viel Geld doch einiges kaschieren könnte. Aber das macht man halt nicht mehr mit Teppichen.

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