Geisterfahrer Vlado Kasalo

Eine Million D-Mark kostete Vlado Kasalo (Mitte, mit dem damaligen Clubpräsidenten und jetzigen Immobilienunternehmer Gerd Schmelzer und dem später im Knast gelandeten Schatzmeister Ingo Böbel). Das war eine stattliche Summe in jenen Zeiten.

Man schrieb den Sommer des Jahres 1989, als der Club zur Stärkung seiner Defensive den jugoslawischen Nationalspieler von Dynamo Zagreb an den Valznerweiher lotste.

Den Fans ist Kasalo, mit dem wir unsere Reihe der Tiefpunkte in der FCN-Geschichte fortsetzen, aber weniger als Leistungsträger, sondern eher als Geisterfahrer in Erinnerung geblieben. Mitten im heißen Abstiegskampf der Saison 1990/91 traf der Libero nämlich bei den Spielen gegen Stuttgart (0:1) und in Karlsruhe (0:2) innerhalb einer Woche zweimal ins eigene Netz.

Kasalo geriet in Verdacht: Der Abwehrspieler, der gerne in Spielcasinos verkehrt haben soll, könnte absichtlich auf das falsche Tor gezielt haben, um Wetten zu gewinnen und so seine Schulden abzubauen. Der FCN suspendierte den damals 28-Jährigen und schaffte auch ohne den Abwehrchef knapp die Rettung.

Allerdings konnte Kasalo nie eine Manipulation nachgewiesen werden. Von 1992 bis 1994 spielte er noch in Mainz, damals eine graue Maus in der Zweiten Bundesliga. Dort brachte er es auf 55 Einsätze, zudem traf er fünfmal –  ins richtige Tor wohlgemerkt.

TIEFPUNKT 11

1 Kommentar in “Geisterfahrer Vlado Kasalo

  1. Mei, der Schmelzer, in welch „ehrenwerter“ Gesellschaft er sich da befindet, und heute gibt er den seriösen Geschäftsmann!

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