Hans Meyer nervt

Ja, ich weiß, wir Club-Fans verdanken ihm eineinhalb tolle Jahre: Famose Aufholjagd im Frühjahr 2006, dann eine  grandiose Spielzeit 2006/07 mit Pokalsieg und Platz sechs. Aber wenn ich das aktuelle „kicker“-Interview des ehemaligen FCN-Trainers lese, muss ich sagen: Hans Meyer nervt. Der neue Coach von Borussia Mönchengladbach  gibt in dem Interview auf die Frage nach seiner Zukunft im Falle eines Gladbacher Abstiegs zu Protokoll: „Mein Kontrakt gilt für die 2. Liga, aber darüber müssen wir nicht sprechen. (…) Ich kann Ihnen versichern: Ein Hans Meyer liegt niemandem auf der Tasche.“ 

Ähnliches wurde er nicht müde auch in Nürnberg zu verkünden. Immer wieder betonte Meyer damals, dass man sich unkompliziert trennen könnte, wenn es mal nicht mehr passt. Aber als es dann soweit war, bestand er doch auf seinen Vertrag, geriet in einen Rechtsstreit mit dem Club und wollte trotz Entlassung auch in der neuen Zweitliga-Saison bezahlt werden. 

Wohlgemerkt: Es ist das gute Recht eines Trainers, ausstehende Gehälter einzufordern und gegebenenfalls auch einzuklagen. Die Vereine sind ja selbst schuld, wenn sie langfristige Verträge abschließen, obwohl sie  wissen, wie schnelllebig das Geschäft ist. Aber Meyer sollte diese Sprüche lassen. Man nimmt sie ihm nicht ab.

1 Kommentar in “Hans Meyer nervt

  1. Klasse, dass das jemand ausspricht. Ich konnte dieses ganze Pokalheld-Gequatsche sowieso nie leiden.
    Dabei sind das gar nicht unbedingt wir Fans, die da Leute so hochjubeln, sondern meistens die Presse, die nur Schwarz oder Weiß kennt. Der Hans Meyer ist dabei halt auch nur ein Mensch wie du und ich: geldgierig, ehrgeizig, und halt mit etlichen Fehlern ausgestattet.

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