Ein Grottenkick, der drei Punkte bringt

„Als Standardsituation (auch kurz Standard genannt) wird eine Spielsituation in einem Mannschaftssport bezeichnet, die sich aufgrund einer vorherigen Spielunterbrechung ergibt und wegen des relativ gut vorhersehbaren Ablaufs besonders dazu eignet, im Training geübt zu werden. Im Fußball werden in diesem Zusammenhang vor allem der Freistoß und der Eckball genannt“, so weit Wikipedia. Das Runde muss ins Eckige, doch nicht direkt durch einen Eckball, dachte man sich damals, denn bis 1924 galt es nicht als Tor, wenn ein Eckball ohne Berührung eines weiteren Spielers über die Linie flog.

Nachdem Héctor Scarone bei den Olympischen Spielen 1924 in Paris jeweils gegen Jugoslawien und die Schweiz einen Eckball direkt ins Tor getreten hatte, stellte Uruguays Verband einen Antrag auf eine Regeländerung.

Steilpass Clubstadion: Eck für den 1.FCN, der Ball fliegt weit und in den Rücken der aufgerückten Clubspieler. Daraus entwickelt sich ein Konter, den die fußballerisch stark limitierten Osnabrücker nicht nützen können. Der Club und seine Standardsituation, ein wahres Horrorkabinett.

Heimspiel gegen Ingolstadt. Der Club erkämpft in der Nachspielzeit mehrere Ecken. Diese werden jeweils kurz ausgeführt, dass sich dabei die Beteiligten Clubberer nicht die Beine brachen, grenzte an ein Wunder. Wenn ein Eckball des 1. FCN gefährlich wird, dann für das eigene Tor. Über die erschreckend einfallslosen Freistoßvarianten deckt man lieber gleich den Mantel des Schweigens.

Ansonsten kann man nach dem Grottenkick gegen Osnabrück als Bilanz ziehen: Mintal, Pinola, Vidosic, Schäfer Bundesligareif. Mnari wegen seiner Ballsicherheit ein Gewinn. Gygax offenbart die Handlungsschnelligkeit eines Paralyseopfers und Eigler erinnert in seinem Laufverhalten an eine gemeine Küchenschabe. Die ist zwar ständig unterwegs, ihr Gerenne hat aber weder ein Ziel noch macht es irgendeinen Sinn.