Keine Träne für Michael A. Roth

Eines mal vorweg: Wir sind zwar Freunde des Clubs, Freunde von Michael A. Roth waren wir nie. Allerdings räumen wir ein, dass er uns – je mehr er sich zurückgenommen hat – etwas sympathischer geworden ist. Dennoch gibt es auch den Pistolero-Roth, der geistig einer Zeit zu entstammen schien, als es noch Leibeigenschaft und Vasallentum gab.

Jetzt tritt er zurück, will sich mehr ums Privatleben und um seine Teppichfirma kümmern. Das sei ihm gegönnt. Seine Firma hat es angeblich auch nötig, dass sich der Chef mehr darauf konzentriert.

Aber kaum ist Roth weg, schon kursieren die Nachfolgernamen. Allen voran: der frühere Club-Präsident und jetzige Immobilienunternehmer Gerd Schmelzer (ob die Fans das gut finden werden, wagen wir zu bezweifeln).  Auch Klaus Wübbenhorst, Chef der Gesellschaft für Konsumforschung und IHK-Präsident, wird genannt. Wir fügen auch noch Günther Koch hinzu. Der Mann hat zwar kein Geld zum reinpumpen, kann aber reden. Auch Dieter Hoeneß wäre frei – und Hans Meyer.

Beim Club wird es also spannend. Und wer gedacht hat, der steigt einfach auf und wird ein solider Verein, der langfristig plant, der sieht sich wieder einmal eines Besseren belehrt. Der Club bleibt der Club – und ist immer für Überraschungen gut.

10 Kommentare in “Keine Träne für Michael A. Roth

  1. Hm, ok. Das sehe ich nicht ganz so.

    Denkt mal an den traumatischen Phantomtor-Abstieg von 1994 (nun gut, welcher Club-Abstieg ist eigentlich nicht traumatisch).

    Kann mich noch erinnern, dass Roth damals kurz nach dem Abstieg in „Blickpunkt Sport“ saß (wahrscheinlich war „Strietzel“ Stuck wie immer auch da) und sagte, dass der Club noch zwei Tage hätte, um eine Insolvenz abzuwenden. Roth musste das wieder in Ordnung bringen, was Steine-statt-Beine-Schmelzer zuvor mit einem gerüttelt Maß an Großmannsucht verbockt hat. Doch, und dafür zahl ich keine 5 Euro fürs Phrasenschwein: Ohne Roth würde es den Club womöglich nicht mehr geben.

    Ich weine ARO also schon ne Träne nach. Aus Sentimentalität. Und Dankbarkeit. Aber nicht aus Zukunftsangst.
    Jetzt wird es Zeit, unseren Glub mal strukturell ein bisschen professioneller aufzustellen.

  2. Da bin ich der selben Meinung wie mein Vorredner, wir können den Geldern und seiner Liebe zum Club verdanken dass wir überhaupt noch im Profigeschäft mitspielen dürfen!!
    Hätte Roth in der finanziell miserabelen Zeit keine zinsfreien Kredite gewährt würden wir jetzt beim SC Feucht in der verdammniss kicken!

    Deswegen finde ich die Überschrift „Keine Träne für Michael A. Roth“ eine Frechheit! Die jahrzehntelange Arbeit, die natürlich auch ihre Tiefen hatte, muss entsprechend gewürdigt werden

    Eine Ära geht zu Ende, auf zu neuen Ufern!!

    Vielen Dank Michael A. Roth!!

  3. @Franky @Bundestrainer Bevor uns jetzt noch mehr Kommentatoren wegen der Überschrift anmachen, wollen wir zu unserer Entschuldung nur ins Feld werfen: Die ist doppeldeutig, also auch auf den potenziellen Nachfolger bezogen (von uns aus könnte es übrigens auch eine Nachfolgerin sein – aber das nur nebenbei).

  4. Die Überschrift „keine Träne…“ ist definitiv eine Frechheit.

    Ich bin seit ich laufen kann „Clubberer“, hatte sogar in der Regionalliga-Saison eine Dauerkarte. Ich kann nur sagen:

    So zufrieden wie in den letzten Jahren konnte ich mit dem Club noch nie sein. Überlegt mal, Pokalsieg, keine Schulden (wo gibts das denn noch in der Buli???) und ein Team mit großem Potential.
    Und für den letztjährigen Abstieg konnte M.A.R. ganz sicher nichts.

    Ich begrüße es auch, dass Herr Roth Platz macht für eine neue Generation, und ich finde einen Vollzeit-Präsidenten absolut angebracht und notwendig.

    Doch ich empfinde große Dankbarkeit für Michael A. Roth!

  5. Ich kann mich mit der Überschrift nicht anfreunden. Wir, die Freunde
    des 1. FCN haben Herrn Roth sehr viel zu verdanken. Ohne Ihn würde der Verein so nicht mehr existieren. Ebenso unser Nachbar
    aus Fürth nicht mehr. Wer erinnert sich noch daran, als ARO auf den
    Trikots der Spvgg Fürth gestanden ist??? Ohne Ihn hätten auch Sie
    den Spielbetrieb nicht aufrecht erhalten können.

    Mit H. Roth geht ein Förderer, Freund und Mäzen des Fränkischen
    Sports.

    Vielen Dank Herr Roth,

    bitte bleiben Sie uns erhalten, man kann nie sicher sein, ob wir Sie
    nicht wieder brauchen (wenn man die Namen liest welche Nachfolger werden sollen kommt mir das Grausen).

  6. Hm…
    Wenn sich die Doppeldeutigkeit eines Titels noch nicht einmal nach einem separaten Hinweis klar erschließt, dann ging das klar am Ziel vorbei!
    In dieser Form ist das respektlos und sehr unglücklich.

    Auch ich möchte mich bei Herrn Roth für die großen Verdienste bedanken und kann nur hoffen, dass der Verein einen Nachfolger findet, der mit ebenso großer Leidenschaft seine Liebe zum Club vorlebt.

  7. Zu diesem Artikel passt mal wieder das Sprichwort: „Undank ist der Welten Lohn“.

    Der Club hat Herrn Roth sehr viel zu verdanken und es ist nicht in Ordnung, Ihn so „runterzuputzen“.

    Vielen Dank Herr Roth für Ihr Tun und Ihr Handeln für den Verein.

  8. Also ehrlich: Tränen habe ich für den Roth auch keine übrig. Als er noch Alleinherrscher beim 1.FCN war, hat ihn halb Deutschland belächelt – und uns Fans mit. Dass er sich seit gut einem Jahr nicht mehr so sehr einmischt, war gut und hat ihm sicher Sympathiepunkte gebracht. Aber wenn jemand, der sowieso schon fast gegangen ist, ganz geht, dann weint man doch nicht.

    Dankbar bin ich dem Roth höchstens dafür, dass er den Schmelzer verhindert hat. Sollte der kommen, dann fange vielleicht auch ich noch zu heulen an.

  9. Ich schließe mich den Kommentaren 1-7 voll an.

    Auch ich bin der Meinung, dass wir „Clubberer“ Herrn Roth viel zu
    verdanken haben.

    Vielen Dank Herr Roth für Ihre Tätigkeit im Verein.

  10. Michael A. Roth war ein Präsident, der sich mit Leib und Seele dem FCN verschrieben hat. Der Club würde ohne diesen Mann vermutlich gar nicht mehr existieren, bzw. in der Bedeutungslosigkeit verschwunden sein. Er gab dem Verein Geld, als es keine Bank dieser Welt mehr getan hätte. Die größenwahnsinnigen Herren Schmelzer und Voack haben diesen Verein an den sportlichen und finanziellen Abgrund geführt und Herr Roth hat uns davor bewahrt. Unter seine Führung fällt eine Epoche der sportlichen und finanziellen Konsolidierung, die nicht mehr für möglich gehalten wurde. Ich kann nur eines sagen (und ich bin mir 100%-ig sicher, dass ich damit für die ganz große Mehrheit der Club-Fans spreche):

    Vielen Dank für alles Herr Roth!!! Der Club wird für immer auch mit Ihrem Namen verbunden sein! Alles gute für die Zukunft!

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