Nach drei Spielen herrscht schon Ratlosigkeit

01_rausch_dpaAlso, nochmal: Der Club wird in der ersten Liga gegen den Abstieg kämpfen. Manche haben sich bei der ersten Heimpleite noch damit getröstet, dass Schalke ein Meisterschafgtsanwärter ist, gegen den man durchaus auch verlieren kann. Von Hannover 96 kann das gewiss keiner behaupten. Doch gegen die Hannoveraner lief es noch schlechter als gegen Schalke. Im Prinzip ging vorne und hinten nichts zusammen. Einzig Torwart Raphael Schäfer scheint über jeden Zweifel erhaben.

Das Sturmproblem hat sich längst ins Mittelfeld verlagert. Wenn von dort nichts kommt, kann vorne auch keiner was versieben. Und eine in der zweiten Liga sattelfeste Abwehr ist nicht automatisch in der ersten genauso sattelfest. Dass jetzt Schäfer und Charisteas an der Taktik herumkritteln und damit Trainer Michael Oenning eins mitgeben, kann man positiv so interpretieren: Da machen sich Füherungsspieler auch Führungsgedanken. Wenn man archaische Autoritätsvorstellungen besitzt, dann wäre sowas aber der Anfang vom Ende einer Traineranstellung. Bei Michael A. Roth hätte man schon Oennings Tage zählen können. Aber der ist nicht mehr am Ruder.

Vielleicht kann Oenning, was die Taktik angeht (viel zu sehr auf den – zugebenermaßen verdienten – Marek Mintal abgestimmt) über seinen Schatten springen – Autorität hin oder her. Schön wäre allerdings auch, wenn endlich was gegen die Unfähigkeit der Mannschaft bei Standards getan würde.

Doch das wäre alles wurscht, wenn – wie in der vorvorletzten Saison drei Mal – gegen Stuttgart ein Sieg eingefahren würde. Nach dem heutigen Auftrit können wir uns das allerdings nur schwer vorstellen.