Hilflos und hoffnungslos

20090925 FCN gg VfL BochumHilfloser als der Club im Spiel gegen Bochum geht es kaum noch. Unser Ruhmreicher baut jetzt nicht nur regelmäßig unbekannte Interimstrainer auf, er schafft es auch jedesmal, Mitkonkurrenten drei Punkte und fehlendes Selbstbewusstsein mitzugeben. So steigt man ab.
Muss man aber nicht. Die Saison ist schließlich noch lang. Aber dann müsste etwas passieren. Irgendwas. Zum Beispiel müsste sich jemand aufraffen und Eckenschießen trainieren. Sowas von kläglich, was da bei den Standards geboten wurde. Und dann müsste beim Club jemand zeigen, dass er, wie das Olli Kahn mal formuliert hat, Eier hat. Im Augenblick scheinen da stattdessen nur Marshmellows vorhanden zu sein. Eigentlich wäre Marek Mintal einer, der den vakanten Job des Führungsspielers übernehmen könnte. Der ist aber seit er in der ersten Liga spielt völlig abgetaucht, gegen Bochum kam von ihm praktisch gar nichts, zum Spielmacher ist er ohnehin nicht geeignet. Neben Mintal schwächeln aber auch die anderen älteren Spieler. Pinola spielte die 90 Minuten nur deshalb zu Ende, weil der Schiri zwei Mal beide Augen zudrückte. Wolf ging kurz nach dem 0:1 mit der alten Adduktoren-Verletzung vom Platz. Kluge wurde ebenfalls ausgetauscht. Charisteas war gar nicht im Kader.
Wo da Hoffnung auf Besserung herkommen soll, keine Ahnung. Vielleicht glauben manche Clubverantwortlichen noch an die Strahlkraft ihres Logos, wir nicht.

8 Kommentare in “Hilflos und hoffnungslos

  1. An einen ähnlich peinlichen Auftritt kann ich mich nicht erinnern. Auch nicht daran, dass ich das Nürnberger Stadion einmal eine Viertelstunde vor Schluß verlassen habe.

    Wenn jetzt von Oennings Krabbelgruppe geredet wird, dann muss ich hier vip Recht geben: Es sind nicht die Krabbler, die versagt haben, sondern vor allem die eigentlich erfahrenen Klippschüler wie Mintal, Kluge oder Pinola. Möglicherweise kann Oenning nicht mit ihnen, möglicherweise passen sie aber auch nicht in das Jugendkonzept.

    M.E. gibt es jetzt nur zwei Möglichkeiten: Entweder der Club bessert baldmöglichst nach und setzt auf eine gemischte Klippschüler-/Krabbelgruppe mit einem zugekauften Stürmer und evtl einem ebenfalls zugekauften Spielmacher um die Klasse vielleicht doch zu halten. Oder aber er setzt, dann aber konsequent, auf Jugendstil, nimmt den Abstieg in Kauf, kann aber den Jungen damit ohne Druck so viel Erfahrung und Spielpraxis vermitteln, dass es vielleicht in zwei oder drei Jahren zu einem längerfristigen Verbleib in der ersten Liga reicht. Doch dafür wurden leider nicht die notwendigen Verträge mit den Youngsters abgeschlossen.
    Insofern ist der angebliche Jugendstil von Oenning und Bader eine halbgare Geschichte, die – wie es aussieht – kein Happy End finden dürfte.

  2. Hallo,
    so desolat fand ich das Spiel des Clubs…nicht. Der Ball lief technisch geschmeidig, die Spieler rannten,zeigten Einsatz.Recht geben muss ich aber auf jeden Fall der Kritik an den Standards-die bringen SO wirklich nichts; und ein vernünftiger Kopfballspieler wäre auch nicht schlecht gewesen- da hätte ich Herrn Charisteas gern gehabt.
    Was mich wirklich aufregte waren a.) die wehleidigen Bochumer,es wurden Situationen wie ein Preßschlag als Foul gewertet, oh mei..und b.) welche vermessenen Komiker haben dieses Plakat“Bader und Oenning raus“ aufgehängt? Verkleidete Bochumer?oder gar etwa…Fürther?

  3. Mein Namenskollege Hoppe hat die Sache voll erfasst: „so desolat fand ich das Spiel des Clubs…nicht. Der Ball lief technisch geschmeidig, die Spieler rannten,zeigten Einsatz.“

    Da hat er natürlich recht. Das Spiel des Club lief ganz ordentlich bis …ähh …bis kurz nach der Mittellinie.

    Der Ball befand sich tatsächlich in einem sehr guten Zustand. Wirklich kein Vergleich mehr zu den Lederpflunzen nach dem Krieg. Sehr geschmeidig, ja. Lief teilweise sehr flüssig, wenn ihn die Bochumer hatten.

    Die Club Spieler waren durchweg bemüht, den Anforderungen gerecht zu werden.

    Die Versetzung in ein weiteres Jahr Bundesliga ist stark gefährdet.

  4. DER ANFANG VOM ENDE – wenn nicht schnellstens ein kompetenter Mann das Training der jungen und unerfahrenen, aber ansonsten aus- und aufbaufaehigen Spieler uebernimmt. Und wenn die Vereinsfuehrung die „verletzungsanfaelligen“ und foulspielenden (Pinola) aelteren Htherren schnellstmoeglich entfernt. Trainer wie van Gaal oder Magath (aber auch der verfuegbare Slomka) kennen alle Tricks die dem Jugend-Trainer Herrn Oenning auch nicht einfallen. SLOMKA@FCN

  5. so desolat blablabla…..
    Lügt euch doch weiterhin die Taschen voll
    Wieviel Tore in siebeb Spielen?
    Und wieviele davon von unseren ruhmreichen Stürmern?
    Mannomann, so desolat blablabla

  6. hallo,
    van Gaal wurde nach den ersten Spieltagen „van Klinsmann“ genannt, Magath war vor seinem Engagement auf dem Weg Trainer in Zypern oder in dem Emiraten zu werden…Ich bin der festen Ansicht, das Oenning ein guter Fussballlehrer ist. OENNING@FCN

  7. Sorry,
    da fehlte was: Magath war vor seinem Engagement in STUTTGART auf dem Weg Trainer in Zypern oder auf den Seychellen zu werden..

  8. hi Michael, ich stimme dir zu Oenning ist sicher ein guter Jugend-Fussballtrainer, hat aber zuwenig Erfahrung (in Sachen Technik, Taktik, Motivation, Menschenfuehrung, Haerte und Professionalitaet. Wie anders koennte denn sonst ein Trainer vor dem Spiel der gegnerischen Vereinsfuehrung den Aushilfstrainer als vollwertigen Ersatz empfehlen? Ich gehe nicht soweit, zu behaupten, dass Herr Oenning bewusst das Spiel verloren hat…..??

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