Folgenreicher Juwelentritt

schaeferIm Nachhinein dürfte man sagen, dass der Sieg in Wolfsburg teuer erkauft wurde. In der Hitze des Gefechts ließ sich nämlich Raphael Schäfer zu etwas hinreißen, das zwar Frauen zur Abwehr von Sextätern empfohlen wird, das aber nicht zum korrekten Umgang auf dem Fußballplatz gehört: einen Tritt in die „Juwelen“. Leidtragender war Ex-Clubprofi Zvjezdan Misimovic (der aber keine bleibenden Schäden davon getragen hat) .

Unabhängig davon, ob die Strafe von vier Spielen Sperre (immerhin zog der Club seinen Einspruch zurück, weil sonst die Strafe noch heftiger ausgefallen wäre) gerechtfertigt ist, wollen wir jedoch Zweifel daran äußern, ob die Schwächung so groß ist, dass man die vier Spiele gegen Freiburg, Dortmund, Hamburg und Köln gleich abhaken muss. Alexander Stephan, der dann wohl zwischen die Pfiosten muss/darf, hat zwar weder Bundesliga- noch Zweitligaerfahrung. Er ist aber bestimmt kein schlechter. Trainer Oenning hält jedenfalls große Stücke auf ihn. Zudem soll er für seine 22 Jahre schon ziemlich abgeklärt sein. Außerdem legen Abwehrspieler manchmal noch eine Schippe zu, wenn sie wissen, hinten steht einer, der möglicherweise nicht alles rausholt und ausbügelt.

Möglicherweise – aber das wollen wir dem Raphael Schäfer nicht wünschen – geht es dem verdienten Clubkeeper sogar demnächst wie einem anderen verdienten Clubspieler, dem „Phantom“ Marek Mintal: Ohne ihn läuft es sogar besser.

Was sagt uns das: Selbst ausgemachte Lieblinge der Fans haben keine Stammplatzgarantie. Denn mehr noch als bestimmte Spieler liebt schließlich auch der Fan den Erfolg.

1 Kommentar in “Folgenreicher Juwelentritt

  1. Es ist ist richtig das Schäfer gesperrt wurde, das war eine Tätlichkeit
    und dafür muß man gesperrt werden. Vieleicht denkt er jetzt über seine letzten Aussetzer nach wo er auch die eigenen Spieler angeht. Ich wünsche jeden falls Alexander Stephan viel Glück und
    das er die neue Nr. 1 wird.

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