Das war´s dann wohl für Oenning

urn:newsml:dpa.com:20090101:091220-10-11381Eins muss man dem Club immerhin bescheinigen. Von den Fürthern lässt er sich nicht überholen.. Wenn die eine Krise haben, dann legt er noch eine Schippe drauf. Und dass der heutigen Entlassung von Benno Möhlmann eine weitere mit Michael Oenning folgt, das scheint so gut wie ausgemacht. Auf Oenning würde ich jedenfalls nicht einmal mehr Centbeträge wetten.

Dabei ist Oenning dummerweise nur ein Teil des Problems. So wie die Mannschaft in Köln aufgetreten ist – immerhin ging es da nicht um die goldene Ananas – möchte man mwollny Recht geben. Er schrieb auf Twitter: „Zeugwart Chicco Vogt behalten, der Rest darf gehen.“

Dazu wird es wahrscheinlich nicht kommen. Dennoch gibt es eigentlich nur zwei Möglichkeiten: Entweder die Mannschaft ist wirklich so schlecht, wie sie sich in den letzten vier Spielen präsentiert hat, dann nützt auch ein anderer Trainer nichts. Oder aber, sie hat absichtlich schlecht gespielt, um den Trainer loszuwerden. Dann gebricht es ihr jedoch an Charakter. Auch keine gute Basis für einen Neuanfang.

Wie auch immer, als Clubfan muss man zwar schwer leiden, aber langweilig wird es zumindest nicht. Wir wagen trotzdem mal einen Blick in die Zukunft: Morgen präsentiert der Club Dieter Hecking als neuen Trainer und der scheucht die verängstigten Luschen dann vor Weihnachten noch einmal durch den verschneiten Reichswald.

Aber vielleicht kommt es auch ganz anders. Denn: Depperter geht immer!

Nachtrag: Am Montag tagte das Präsidium an „unbekanntem Ort“. Kurz nach 14 Uhr war klar: Die Ära Oenning beim Club ist beendet. Als Nachfolger im Gespräch: Dieter Hecking und Marcel Koller. Wir halten euch natürlich auf dem Laufenden.

4 Kommentare in “Das war´s dann wohl für Oenning

  1. Nun wird wieder das Geschrei groß, man soll den Trainer entlassen. Vielleicht sollte man sich mal erst überlegen, mit welchem Trainer der 1.FCN den Aufstieg schaffte, bevor man sich desen Kopf einfordert.
    Zu einer Mannschaft gehört nicht nur ein Trainer, wenn man sich in den letzten Spielen die Leistungen von Andy Wolf und unseres sogenannten Sturmes anschaut kann einem schon das Herz bluten. Und dann müssen wir uns natürlich auch bei Herrn Schäfer (unseren Torwart) bedanken, der es erst „warscheinlich“ ermöglichte aus einer besseren Hintermanschaft – sprich Abwehr einen Hühnerhaufen zu machen, durch seine dumme ROTE KARTE, gegen Wolfsburg. Ich denke die Mannschaft sollte erst ein Mal Weihnachten feieren, den Kopf freikriegen und dann so wie in der letzten Saison, zeigen was in Ihr steckt. Denn wenn man sich zurückerinnert, war auch die Hinrunde letzte Saison nicht gerade berauschend. Also soll das heißen für unsere Clubberer, Spieler wie Fans, den Klassenerhalt schafft Nürnberg. Ziel eins, und das schaffen die Jungs auch. Nun sollte man im Präsidium auch mal darüber nachdenken, nicht die Abwehr zu Verstärken, sondern in Spieler für den Sturm investieren, ein Mintal und ein Bonjaku reißen es nicht alleine, wenn Sie zu sehr in der Defensive stehen. Also Nürnberg Fans Ruhe bewahren – erstes Gebot – wir sind doch sehr „leidensfähig“ und um so schöner wird es dann nach dieser Saison zu sagen, wir habens doch geschafft. Frohe Weihnachten und ein gesundes, friedliches Neues Jahr 2010 – Mit dem Klassenerhalt. Dies ist das Ziel!

  2. Nun, eine Trainerentlassung muss nicht immer der Reflex sein. Es sei hier an Heinz Höher erinnert, der die halbe Mannschaft „entlassen“ hatte und dann mit den restlichen Willigen eine der besten Zeiten des Club in den letzten 40 Jahren eingeleitet hatte.

    Es war offensichtlich, dass die Mannschaft nicht mehr mit Oenning kann oder gar will. Dies geht meiner Ansicht nach vor allem von den Etablierten aus. Warum also nicht die Unwilligen verkaufen, die ohnehin bei einigen Bundesligisten begehrt sind und dabei ordendlich Geld bringen und die Gehaltskosten entlasten. Dann mit einigen sinnvollen ergänzungen einen Neuanfang wagen, sich jetzt bewusst schon auf den Wiederaufstieg mit der Mannschaft der Zukunft vorbereiten. Wer weiss, vielleicht springt dabei sogar als „Nebeneffekt“ doch noch der Klassenerhalt raus…

    Ja, ich weiß, das ist unrealistisch, da werden die „Fans“ nicht mitgehen. Aber ist denn der Klassenerhalt derzeit realistischer?

  3. Jetzt wird man wieder hören und lesen, dass der Trainer doch nichts für die schlechten Leistungen der Mannschaft könne. Irrtum! Er hätte vor der Saison die Bundesligauntauglichen ausmustern müssen und Verstärkungen fordern; aber in aufstiegsseliger Dankbarkeit wurde dem Kollektiv unberechtigtes Vertrauen geschenkt. Schuld: Trainer und Manager, denn von den Spielern selbst kann man nicht erwarten, dass sie sich für „unbrauchbar“ erklären! 2. Er stellt die Mannschaft auf und zusammen und gibt die Taktik vor. Was man damit machen kann, siehe Magath! (der hat sicher nicht den zweitbesten Kader in der BL.) 3. Er müßte halt auch den Motivator geben, der in der Halbzeitpause – bei meist noch erträglichem Spielstand, aber schon absinkender Leistungskurve – eine Leistungssteigerung herbeiführt. Diesen Schuh wollte sich Oenning partout nicht anziehen.
    Also, ein ganz unschuldiges Opfer ist Oenning sicher nicht. Herr Bader müsste allerdings mti einer äußerst bußfertigen Miene herumlaufen.
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    Hoffentlich kann der „Neue“ so vieles verbessern, dass wir den Klassenerhalt wenigstens noch spannend machen. Leicht wird’s nicht.

  4. ….kann man die Kicker des 1. FCN nicht nennen. Wer sich drei mal in folge so abschlachten lässt sollte seine Motivation und den Job in frage stellen. Mann stelle sich vor der Reinigungsservice im Stadion würde so arbeiten wie die Spieler des FCN….auf diese Toilette möchte bestimmt keiner gehen so dreckig wäre die.
    Aber leider gibt es im Fußball ein ungeschriebenes Gesetzt. Fehlt der Erfolg, geht der Trainer! Anstatt den Spielern ein Monatsgehalt zu streichen, denn wer nichts arbeitet hat auch keinen Anspruch auf Geld. Eigenlich sollten die Jungs heute bei eisigen Temperaturen mit kurzer Hose durch den Reichswald gejagt werden! Schade um Oenning, das Konzept war gut aber wenn nicht einmal die Jungen sich „in die Fresse hauen“ gibt es für den Club nur einen Weg…. in die 2. Liga!!!!

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