Wieder einmal: „Retter“ von den Bayern

breno_DW_Sport_Marb_526427gDas letzte Mal als sich der Club einen Retter von den Bayern holte, ging das bekanntlich in die Hose. Der Club stieg ab, Uli Hoeneß laborierte am Knie und schoss kein einziges Tor.

Auch damals holte man den „Retter“in der Winterpause. Jetzt, 31 Jahre später, holt der Club erneut Rettung von den Bayern, der brasilianische Verteidiger Breno (Bild) soll auf Leihbasis die Abwehr verstärken. Andreas Ottl soll im defensiven Mittelfeld aushelfen. Und dann kursiert – schließlich ist es eh schon egal, ob zwei oder drei Ex-Bayern beim FCN kicken (dann fremdeln die wenigstens nicht) – das Gerücht, Roy Makaay könnte ablösefrei von Feyenoord Rotterdam zum Club wechseln.

Eins scheint auf jeden Fall klar: Der Club wird langsam wieder der alte. Nichts mehr mit Bescheidenheit, Kontinuität, Setzen auf Junge, Verzicht auf so genannte Altstars… Mit Michael Oenning ist diese Absicht, obwohl die auch nicht unbedingt hundertprozentig durchgesetzt wurde, anscheinend zu den Akten gelegt worden. Dieter Hecking scheint eher die bewährten Rezepte zu bevorzugen. Dafür allerdings wurde er wohl auch geholt.

Absichten und gute Vorsätze sind das eine, der Erfolg ioft etwas anderes. Auch schlechte Erfahrungen, zumal wenn sie Jahrzehnte zurück liegen, müssen einen ja nicht ewig belasten. Uns wäre es jedenfalls am liebsten, wir müssten den Namen Hoeneß hier nicht noch einmal erwähnen. Und wenn ein paar Bayern-Exporte dem Club weiterhelfen, warum nicht. Vorurteile sind dazu da, widerlegt zu werden.

Eins ist aber auch klar, diese Zugänge (wie viele auch immer es sein werden) dürften, da sie z.T. nur auf Leihbasis kommen, keine Option auf die Zukunft sein. In der Sommerpause wird es wieder einmal einen Nauaufbau geben müssen. Ganz egal, ob die Rettungsaktion gelingt.

3 Kommentare in “Wieder einmal: „Retter“ von den Bayern

  1. hallo, bin grad ob der ottells von den bayern skeptisch, hab eigentlich keine Lust zur Bayern-Filliale zu werden, auch wenn es mit Schwabl und Dorfner ja auch durchaus positive Beispiele von „Bayern beim Club“ gab.
    Wünsch aber auf jeden Fall einen guten Rutsch!

  2. Breno, Ottl, Makaay. Klingt wie der Versuch einer Zweigniederlassung von Bayern München in Franken. Vielleicht mit einem Trainingsgelände gleich bei der Wurstfabrik von Uli Hoeneß? Presssack statt Buddha, kein schlechter Slogan.

    Doch die recht fade Clubmannschaft könnte noch den einen oder anderen Hoffnungsträger mehr vertragen. Wer hat denn in den letzten Jahren so bei Bayern den Spind leergeräumt? Sind die Kovač Brüder noch aktiv? Zumindest der Zickler steht ja noch im Strafraum von Mattersburg und Kapfenberg.

    Und dann noch Hecking weg und den Klinsmann her, der Andreas Wolf „Capitano“ nennt und auf schwäbisch spoken „Wir knallen sie durch die Wand“ und „Das war affengeil, Männer!“ plärrt. Dazu singt dann Xavier Naidoo und…

    Okay, nicht absteigen wäre schon eine reife Leistung. Egal wie viele Münchner letztendlich daran beteiligt sind.

  3. @Thomas
    wie wäre es denn gleich mit Loddar?
    Dann werf ich meine Dauerkarte weg und geh zu den Fäddern.
    Also bitte, besonnen und ruhig mal spektakulär, aber besonnen…

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