Einen Punkt gegen die Bayern erzittert

201002201:1 gegen die von Sieg zu Sieg eilende Übermannschaft FC Bayern München, was will man mehr? Vor dem Spiel hätte ich das auch gesagt. Nachdem ich diese Bayern gesehen habe, meine ich aber: Da war mehr drin. Solche Heimspiele muss man eigentlich gewinnen. Die Bayern waren ohne Ribbery und später auch ohne Robben ideenlos und kein Gegner, wegen dem man sich ins Hemd machen muss. Das tat der Club aber zumindest in der ersten Halbzeit. Da hatten die Spieler viel zu viel Respekt und pennten dann auch noch beim 1:0 durch Thomas Müller.

Dass dann Gündogan den Ausgleich machte, Schäfer ein paarmal bravourös rettete und sich – vor allem – die Bayern ziemlich blöd anstellten, das war wohl das Glück, das man auch mal braucht. Wenn es am Ende der Saison dann ebenfalls heißt: Schlecht gespielt, aber es hat gelangt, dann soll uns das recht sein.

Allerdings: Die Spiele gegen die Bayern hatten schon immer ihre eigenen Gesetze. Schon öfter spielte der Club gegen die Bauern gut und erfolgreich und stieg dann trotzdem ab. Manchmal war ein Erfolg gegen den FCB sogar sowas wie das letzte Aufbäumen vor dem völligen Abkacken. Aber wir wollen nicht unken. Die Welt schaut wieder freundlicher aus – und den doch oft noch ziemlich hochnäsigen Bayern ein bisschen in die Suppe gespuckt zu haben, das ist doch auch was.

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  1. Unentschieden gegen die Bayern: Breno und Schäfer sei dank. Hälfte 1 war nicht gerade ein fußballerischer Leckerbissen. Der Club spielte ohne Sturm, da Charisteas gefühlte zweieinhalb Ballkontakte hatte. Trainer Hecking zeigte in der Pause ein Einsehen. Für den griechischen Totalausfall kam Choupo-Moting und plötzlich gab es Offensivaktionen. Bereits die erste Chance war drin. Danach verteidigte man couragiert und mit einer gewissen Portion Glück. Neben dem überragenden Breno und auch Andreas Wolf an Stabilität gewonnen. Leicht seltsam präsentierte sich Bayern-Trainer Van Gaal. Ein holländischer Hans Meyer, nur ohne dessen Charme. Schmerzlich vermisst habe ich den Kaiser. Denn Franz Beckenbauer war mit seiner gesunden Gesichtsfarbe in der Vergangenheit immer ein Farbtupfer im winterlichen Clubstadion.

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