Mit dem BVB in einem Boot

Hin und wieder schauen wir auch iin der Welt herum, was andere Vereine so treiben, warum sie erfolgreicher sind als wir und ob wir vielleicht was finden, das wir den Club-Schnarchnasen (wobei sich die neuen Aufsichtsräte als solche erst noch profilieren müssen) vor den Latz knallen könnten. Und da sind wir jetzt beim gegenwärtigen Tabellenführer fündig geworden. Dessen Geschäftsführer, er heißt Hans-Joachim Watzke, hat nämlich den Vorschlag gemacht, andere Kriterien bei der gegenwärtig zur Neuregelung anstehenden Vergabe der Fernsehgeldern einzuführen. Nach dem „holländisches Modell“) sollten auch Beliebtheit, Tradion oder Zahl der Fans berücksichtigt werden. Dann, so meint Watzke, bekämen die „richtigen“ Vereine, wie etwa sein BVB, erheblich mehr, während Vereine wie Leverkusen, Wolfsburg oder Hoffenheim, die ohnehin genug Geld von ihren Eigentümern bekommen, schlechter dastünden.

An sich keine ganz abwegige Idee, zumal wenn man sich anschaut, wie etwa der Bazahlsender Sky versucht, die Dortmund-Fans mit BVB-Trikots und Spezialangeboten zu umgarnen. In Dortmund lohnt sich sowas, in Hoffenheim nicht. In Nürnberg würde sich das auch eher rentieren (wobei Sky sich da wohl denkt: Wer will schon ein Areva-Trikot geschenkt bekommen?).

Jedenfalls macht Sky – Spezialangebote hin oder her – mit Vereinen, die mehr Fans haben, auch mehr Geld und dieses Geld landet dann wieder beim Liga-Verband zum Verteilen. Also ist es doch logisch, dass die stärkeren Einnahmebringer auch stärker berücksichtigt werden.

Aber was macht unser Club? Nichts! Und was macht eine – angeblich dem Club wohlgesonnene – Lokalzeitung? Sie druckt (leider nicht online) einen SID-Kommentar ab, in dem Watzke als Witzbold dargestellt wird.

Klar, man kann auch vor lauter langweiligen Korrektheit zum Permanenzgast im Fahrstuhl werden und dort als missverstandener Musterschüler mit der Welt hadern. Wenn es aber nach mir ginge, dann sollten Traditionsvereine sehr wohl mehr vom Fernsehkuchen abbekommen. Der Obertraditionsverein ist schließlich der FCN.

4 Kommentare in “Mit dem BVB in einem Boot

  1. Eine klasse Idee, die sich lohnt, weiterzuverfolgen. Um so mehr, da es so etwas anscheinend in Holland schon gibt. Was genau sind denn die Kriterien beim holländischen Modell?

  2. Ja, danke! Watzke macht nur einen entscheidenden Fehler: Er spricht von Traditionsvereinen und vergisst dabei einen der wichtigsten: Unseren Glubb! Böses Foul 😉

  3. @Optimist Genau richtig! Wobei der halt nur seinen BVB im Blick hat und wahrscheinlich nicht wegen seiner hohen Fußballallgemeinbildung Manager geworden ist. Der Club müsste sich halt auch mal selber melden und seine Interessen vertreten. Aber wahrscheinlich denken die, das macht doch alles SportFive für uns.

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