Yeah, Heimsieg Nummer 3!

20101023 FCN gg WolfsburgDer FCN ist kein Retortenverein, deswegen schlägt er solche auch, trotz des Geldes, das die investieren können. Und deswegen tut er sich wohl gegen andere Vereine, die leben, kämpfen und sich reinknien, wie der FC St.Pauli, schwer. Geld scheint nur noch bedingt eine Rolle zu spielen, auch in der Bundesliga, zumal man sich dafür zwar Spieler, aber – wie man angesichts der Handvoll Wolfsburger im Frankenstadion feststellen konnte – keine Fans kaufen kann.

Doch genug geschwafelt, kommen wir wieder auf den Rasen zurück: Wir freuen uns natürlich riesig über den dritten Heimsieg. War zwar wieder eine harte Nummer, wieder ein 2:1 mit einem relativ glücklichen Siegtor. Aber was solls?

Dabei sah es am Anfang doch nach einem geruhsamen Nachmittag für uns Fans aus. Der Club hatte die VW-Truppe im Griff, ging bald in Führung und es war eigentlich nur eine Frage der Zeit, wann das 2:0 fällt. Stattdessen kam es dann, wie schon öfter in dieser Saison: Wenn es läuft, läuft es nicht beim Club. Da fangen dann einige wohl an, mit den Gedanken abzuschweifen und es etwas relaxter angehen zu lassen. Dass der Wolfsburger Schäfer da so frei auf Grafite flanken konnte, das ist anders nicht zu erklären. Doch anders als in früheren Jahren, wo dann gern der völlige Einbruch folgte, rappelte sich die Clubmannschaft dann wieder auf (vor allem die Vorarbeit zum 2:1 von Julian Schieber war Klasse). Da kann man sich Aussetzer erlauben.

Schade nur, dass dann nicht noch ein Tor nachgelegt wurde, dann wären wir wieder an den Bayern vorbeigezogen. Aber gut: Wichtig ist, wo man am Ende steht. Im Augenblick ist das alles nur eine Momentaufnahme – und wenn wir nach 34 Spielen vor den Bauern sind, dann machen wir ein Faß auf.