Reschbeggd, das war Klasse!

2729158341Reschbeggd, (oder, für die Norddeutschen: Respekt!), das war Klasse! Dass wir als Clubfreunde sowas noch mal erleben dürfen. An Siege gegen Bremen können wir uns kaum erinnern. Im Weserstadion sowieso nicht. Und dass die dann auch noch so lässig rausgespielt werden, das ist uns gänzlich fremd. Aber so lassen wir uns gerne überraschen.

Dabei sah es zunächst gar nicht so aus. Bis kurz vor dem Pausenpfiff waren wir noch froh, dass die Clubelf nur mit 1:0 hinten lag. Die Bremer hatten, gefühlt, immer zwei Mann mehr auf dem Platz, weil vor allem Marin jedesmal gleich mehrere Nürnberger beschäftigte. Trotzdem machte Werder den Ball nicht rein. Zum Teil aus eigenem Unvermögen, zum Teil hielt Schäfer bravourös.

Aber dann, kurz vor dem Pausenpfiff, zeigte der Club, dass er lernfähig ist. Die Bremer, die schon dachten, erstmal Pause, die haben wir im Sack wurden vorgeführt. Julian Schieber zeigte, dass er auch den Marin geben und ein paar Gegner auf sich ziehen kann. Kurz vor dem Tor schob er dann die Kugel noch zu Ilkay Gündogan, der den ganz wichtigen Ausgleich besorgte.

In der zweiten Hälfte brachte der FCN die Gastgeber sogar an den Rand der Verzweiflung. Immer wieder wirbelte vor allem Schieber (nochmal danke, VfB, dass ihr so selbstlos euren besten Mann an uns ausgeliehen habt!) deren Abwehr durcheinander. „Wenn ich mal ein Kind bekomme, nenne ich es Julian“, twitterte daraufhin ein weiblicher Clubfan. Wir wunderten uns dagegen eher über die doch reichlich unflexiblen Bremer Fans, die nun versuchten den Schiedsrichter ausgerechnet mit Schieber-Rufen auf ihre Seite zu ziehen (unsere Tweets sind jetzt übrigens nicht bloß direkt bei Twitter, sondern auch auf der NZ-Sportseite zu finden). Aber, wie immer, wenn Blödheit und Arroganz zusammentreffen, wird das bestraft. Diesmal von Ekici und erneut Gündogan (Bild).

Freilich muss man auch sehen, dass die Bremer, das sah man schon beim Spiel gegen die Bayern, derzeit mit ähnlichen Problemen kämpfen wie der Club in der vergangenen Saison. Die Abwehr macht zu viele Fehler und dann verkrampft man vorne beim Abschluss. Insofern traf heute ein starker Club auf vergleichsweise schwache Bremer. Der Freude tut das aber keinen Abbruch. Auch der später Anschlusstreffer nicht.

2 Kommentare in “Reschbeggd, das war Klasse!

  1. Ich bin jetzt noch sprachlos. Vor allem das dritte Tor. Das waren doch eigentlicih drei Tore in einem. Trotzdem heißt die Devise: Am Boden bleiben!

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