Schluss mit Politik im Fußball!

Nachdem jetzt langsam alle aufwachen und mitbekommen, was die fünf Buchstaben AREVA auf den Clubtrikots zu bedeuten haben, könnten wir uns eigentlich zurücklehnen und der Sache ihren Lauf lassen. Schließlich haben wir da schon seit längerem darauf hingewiesen.  Auch auf die skandalösen Bedingungen, unter denen unser sauberer Sponsor in Niger arbeiten lässt.

Aber schließlich sind wir, im Gegensatz zu manchen, die sich da jetzt zu dem Thema äußern, Clubfans. Und als solche wollen wir uns nicht dauernd von unserem Verein teildistanzieren müssen. Und als solche behaupten wir auch (wieder einmal), dass Geld nicht alles ist und dass sich diese fünf Buchstaben durchaus als Ballast erweisen können für den, der sie auf der Brust herumtragen muss. Zumindest könnten sie halbwegs intelligente Spieler davon abhalten, dieses Trikot tragen zu wollen.

Also nochmal: Trennt euch endlich von diesem Sponsor! Areva ist kein „normales“ Unternehmen. Mit den fünf Buchstaben ist (mittlerweile) eine politische Aussage verbunden und gerade wenn man Politik aus dem Sport heraushalten will, muss man den Vertrag auflösen.

Diskutiert wird das politische Thema übrigens am 13. April, 19.30 Uhr,  im K4 am Königstor bei einer Veranstaltung der Grünen und der IPPNW (International Physicians for the Prevention of Nuclear War).

Besser wäre es allerdings Vorstand und Aufsichtsrat des FCN würden sich noch mal ernsthaft darum kümmern. Da könnte beispielsweise der dort vertretene Umweltminister Markus Söder mal zeigen, dass seine plötzlichen Ausstiegsparolen kein populistisches Ex-und-Hopp-Geschwätz sind. Wohlan!

9 Kommentare in “Schluss mit Politik im Fußball!

  1. Mir geht dieses Pseudo-Öko-Geschwätz der angeblichen Clubfans richtig auf den Senkel. Wer macht denn das Thema Areva so politisch?? Ja, Areva IST ein gewöhnliches Unternehmen. Eine Firma mit langjähriger Tradition in Erlangen, über 4000 Mitarbeiter aus Nürnberg, Erlangen, der Fränkischen Schweiz, Ingenieure und Kaufleute, von denen einige selbst jeden Samstag „naus’n Club“ gehen, das interessiert wohl niemanden? Wenn wir in Deutschland nicht so fanatisch grün-politisiert wären und uns über alles aufregen würden, wären die Clubfans froh einen Arbeitgeber aus der Region als Sponsor zu haben und keinen Heuschreckeninvestor (plötzlich kein Problem mehr?) oder Versicherungsguru.
    Hört endlich mit dieser Politisiererei auf und freut euch, dass euer Trikotsponsor nebenbei einen der größten Windparks überhaupt mitbaut!!

  2. Sehr gut Christian Wagner!

    Mir wäre Schäffler oder Audi auch lieber, aber denen ist der Club zu mickrig. Also bliebe nur eine Versicherung. Was das für Abzocker sind weiß doch jeder.

  3. Ich habe einen Traum:
    Europaweit werden alle pösen Kraftwerke (Atom und Kohle) für 72h einfach mal abgeschaltet.

    BTT: Sie schreiben von „halbwegs intelligenten Spielern“, die das Trikot nicht tragen wollen. Sind jetzt alle Spieler, die es tragen gar nicht intelligent oder extrem intelligent!?

    MfG
    hEINZEL

    P.S.:Gaskraftwerke sind per Definition nicht pöse, da sie zum Ausgleich benötigt werden.

  4. Tja, werte Areva-Leute, da scheint ihr auf eure alten Tage noch richtig zu tun zu haben. Mit Leserbriefen ist es inzwischen (blödes Web aber auch!) nicht mehr getan. Da muss man auch noch in Blogs und auf Webseiten kommentieren, Votings beeinflussen und „Gefällt mir“-Knöpfe drücken. Schon schlimm!
    Aber Mitleid habe ich mit euch dennoch nicht. Ihr werdet schließlich fürstlich dafür bezahlt.

  5. Tja, liebe Leut, da bleiben dann nur noch 3 Möglichkeiten: Entweder, diejenigen, die sich so trefflich aufregen, bringen einen neuen Sponsor, der bereit ist den Vertrag mit dem alten auszulösen und genausoviel Kohle rüberwachsen lassen, oder wir gehen freiwillig wieder zurück in die Regionalliga.

    Oder aber, und dafür plädiere ich, weil die anderen Vorschläge ohnehin unsinnig sind, wir setzen den Titel dieses Artikels um: „Schluss mit Politik im Fußball!“ Wohlan! Diese Trittbrettfahrerei allerorten muss nicht sein, wenn keiner davon spricht, ist es auch nicht politisch. Es wüsste ja nicht einmal irgendwer, was AREVA überhaupt ist. Wir haben nunmal diesen Vertrag, obs gefällt oder nicht. Aussitzen und das nächste mal besser/bewusster machen. Daher: Pssssst!

    BTW, ich arbeite in der Umweltbranche und nicht bei AREVA oder sonstwo bei Siemens…..

  6. Hallo Christian Wagner, wie wäre es denn, wenn Sie zusammen mit der AREVA-Belegschaft eine kleine Studienreise nach Japan unternehmen würden? Was? Da wollen Sie nicht hin? Komisch…

    Meine Familie und ich waren, seit AREVA Clubsponsor ist, nicht mehr im Stadion und wir haben auch keine Merchandisingprodukte des Clubs mehr gekauft. Ich bin seit 30 Jahren Clubfan – aber meine Kinder mit AREVA auf der Brust in die Schule zu schicken ist doch mehr als peinlich…

    Ausstieg jetzt!

  7. Die, die hier fordern, man soll die Politik aus dem Fußball raushalten, sind reaktionäre Dummköpfe, die nur wollen, das ihr AREVA schön weiterhin unseren Club für seine Übeltaten nutzen kann.
    Mensch – wacht auf – in Niger sterben täglich Menschen, durch den Uranabbau für AREVA. Und das dort abgebaute Uran dient zum grpßen Teil für die Atomwaffenherstellung!
    Wir haben es also bei AREVA auch mit einem Kriegstreiber zu tun, der alles dafür tut, die Vorraussetzungen zu schaffen, das die Menschheit vernichtet werden kann.

    • Er moege sich einer angemessenen Wortwahl befleissigen. Beleidigungen passen nicht recht zum Status des selbsternannten Moralapostels.

      Aber was soll ich mich aufregen, wer sinngemaesse Aussagen trifft wie „Areva tut alles dazu, die Menschheit zu vernichten“ muss andere unbedingt „Dummkopf“ nennen….

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