Söder & Maly, übernehmen Sie!

Für eines war die IPPNW-Veranstaltung im Nürnberger Künstlerhaus schon einmal gut (Bericht). Auch bei den organisierten Atomkraftgegnern hat man jetzt erkannt, Fußballfans kann man nicht dazu instrumentalisieren, das Leid der Welt zu beenden. Das sollten erst einmal diejenigen ran, die das mit etwas weniger Aufwand angehen können und die, wie die beiden FCN-Aufsichtsräte Markus Söder (Umweltminister) und Ulrich Maly (OB von Nürnberg), nicht zur eigenen Erbauung, sondern wegen ihrer politischen Position in diesem Gremium sitzen. Und wenn sich nicht einmal die Literaten beim Poetenfest in Erlangen über ihren Sponsor aufregen, warum sollten da die FCN-Fans einen Aufstand anzetteln?

Dass Stadtkämmerer Harald Riedel (SPD) und Sportdirektor Martin Bader sich allerdings am Dienstag zum eher unpolitischen Thema „easyCredit-Stadion“ aufs Podium setzten, der Einladung, das Gleiche einen Tag später beim ungleich politischeren Thema Areva ebenfalls zu tun, aber nicht nachkamen, belegt: das Club- und Stadt-Führungspersonal ist leider nur im Larifari groß.

Vielleicht sind sie aber einfach nur deshalb nicht gekommen, weil zeitgleich zur Podiumsdiskussion Schalke 04 gegen Inter Mailand spielte.

Umso mehr muss man den Fans Respekt zollen, die trotzdem im Künstlerhaus waren und dort unseren Club nicht völlig doof da stehen ließen.

Wer wenigstens per Mausklick gegen den Trikotsponsor protestieren will, der kann sich ab sofort der Facebook-Gruppe Clubfans gegen Atomkraft anschließen.

Wer zusätzlich argumentativ Nachholbedarf hat, hier ein Greenpeace-Film zum Uranabbau von Areva in Niger:
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