Der Club wie ausgewechselt

Wenn du denkst, es geht nicht mehr, kommt irgendwo ein Lichtlein her! Dass das Lichtlein Leverkusen heißt, hat für den Club schon Tradition. Ein echter Aufbaugegner. Diesmal war der Vizemeister wahrscheinlich mit dem Kopf schon bei Barcelona. Nürnberg war da höchstens bei Fürth. Dass das ein echter Vorteil ist und noch Kapazitäten im Kopf frei lässt, sah man am Samstag in der Bay-Arena. Kann auch sein, dass Leverkusen bei manchem Clubspieler auch deshalb Kräfte frei setzt, weil der Pillendreher-Verein für manchen Clubspieler eine Karriereoption darstellt.

Nicht zuletzt lieferte der Club aber auch ein echt souveränes Spiel ab. Trotz der Umstellungen, diesmal spielte Markus Feulner in der Verteidigung, brannte hinten eigentlich kaum etwas an. Dazu trug auch Raphael Schäfer bei. Man hatte das – leider nicht so gewohnte – Gefühl: Der will heute keinen kassieren. Schäfer holte auch ein paar Dinger raus, die schon in die Kategorie Hundertprozentige gehörten.

Super auch Almog Cohen, ein Typ – das haben wir ja schon ein paar mal erwähnt – dem Club in den letzten Spielen gefehlt hat. Nissig und bissig, immer heiß und voll dabei. Womit wir bei Jens Hegeler wären, der eher den gegenteiligen Eindruck vermittelt hat, der sich aber bei seinem „Heimatverein“ wie ausgewechselt präsentierte. Didavi wird auch immer besser und dass Alexander Esswein eine Pause bekommen hatte, Robert Mal und Timothy Chandler ebenfalls fehlten und somit eigentlich kein gelernter Außen auf dem Platz stand, fiel nicht negativ ins Gewicht.

Jetzt noch ein Sieg gegen Fürth am Dienstag und wir können beruhigt Weihnachten feiern.

3 Kommentare in “Der Club wie ausgewechselt

  1. Ich will eure Euphorie nicht dämpfen, aber die Werksmannschaft spielte so, als ob sie gar nicht die Absicht hatte, zu gewinnen. Warum auch immer? Vielleicht war das Teil des Wollscheid-Deals. Nach dem Motto: Ihr bekommt ihn etwas billiger, dafür lasst ihr uns die Punkte.
    Wundern würde ich mich jedenfalls nicht, wenn es 2012 im gewohnt traurigen Stil weiter geht – vielleicht sogar schon am Dienstag gegen die Fürther Trollis.

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